Opferberatung rechter Gewalt warnt vor falschen Schlüssen

Der Verein Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie, RAA Sachsen e.V., kritisiert die Ausgangssperre für Flüchtlinge in Bautzen. Dass sich die ergriffenen Maßnahmen allein gegen die minderjährigen unbegleiteten Asylbewerber richten würden, sei ein falsches Signal, teilte der Verein mit. Erstarken der rechten Szene Laut RAA Sachsen geht die Problematik in Bautzen nicht von den Flüchtlingen, sondern von einer gewaltbereiten rechten Szene aus. Sie habe sich in Bautzen seit mindestens zwei Jahren erneut etabliert und sei für Angriffe, Bedrohungen und Einschüchterungen in der Stadt verantwortlich. Auch die Situation auf dem Kornmarkt sei nicht neu. Seit Wochen würden sich dort Neonazis und rechte Jugendliche sammeln. Jugendliche Flüchtlinge, die sich ebenfalls dort aufhielten, würden angepöbelt und angefeindet. Für Zwischenfälle aus den Jahren 2014 und 2015 werden ebenfalls rechte Gruppierungen verantwortlich gemacht.  In dieser Gemengelage davon zu sprechen, dass am Mittwoch die Eskalation von den jungen Geflüchteten ausging, ignoriert die Umstände. Mag von da auch der erste Stein geworfen worden sein, so verkennt eine solche Behauptung, von wem die Gewalt ausgeht.Nach Einschätzung des RAA versuchen die Neonazis in Bautzen seit langem den Ton anzugeben. Verschiedene Gruppen machten im Internet keinen Hehl daraus, ihren Anspruch auf Bautzen auch mit Gewalt durchsetzen zu wollen. Der Kornmarkt sei zum scheinbar symbolischen Ort dieses “Hegemonieanspruchs” geworden.

via mdr:Opferberatung rechter Gewalt warnt vor falschen Schlüssen

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