NS-Orden mit Hakenkreuzen – Ermittlungen gegen AfD-Spitzenkandidaten im Saarland

Der Verkauf von Orden mit Hakenkreuzen und Geldscheinen aus der NS-Zeit durch den saarländischen AfD-Spitzenkandidaten Rolf Müller hat die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen. Gegen den Politiker sei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, teilte die Saarbrücker Behörde mit. Es bestehe der Anfangsverdacht einer Straftat wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Müller tritt für die AfD bei der Landtagswahl im März 2017 als Spitzenkandidat an. Der 65-Jährige verkauft die Orden und Geldscheine in seinem Antiquitätengeschäft in Saarbrücken. Seine Rechtfertigung: Er klebe die Hakenkreuze immer ab und präsentiere sie somit nicht öffentlich – er tue deshalb nichts Illegales. Müller hatte erklärt, er erhalte solche Orden und Geldscheine gelegentlich mit Nachlässen.

via t-online: NS-Orden mit Hakenkreuzen  – Ermittlungen gegen AfD-Spitzenkandidaten im Saarland

siehe auch: AfD-Politiker handelt mit Hakenkreuz-Orden – Justiz ermittelt. Der AfD-Spitzenkandidat des Saarlandes, Rolf Müller, hat in seinem Antiquitätengeschäft Nazi-Devotionalien verkauf. Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat ein Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet. Müller bestreitet, sich beim Verkauf der Objekte strafbar gemacht zu haben. Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken ermittelt gegen den saarländischen Spitzenkandidaten der AfD, Rolf Müller. Es geht um die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, konkret: um Orden aus der NS-Zeit mit Hakenkreuzen und sogenanntes Lagergeld, eine eigens für KZ-Häftlinge geschaffene Währung. Das zumindest legt die dürre Stellungnahme nahe, die die Staatsanwaltschaft auf Anfrage hin abgibt. Demnach habe die Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren “nach Auswertung der bisherigen Presseberichterstattung zu den Verkaufsgeschäften in dem von ihm betriebenen Antiquitätengeschäft” eingeleitet; So sieht es aus, wenn der AfD-Spitzenkandidat Müller Hakenkreuze “abklebt”. Nach den Recherchen von stern und “Panorama” sagt AfD-Chef Jörg Meuthen, das Verhalten seines Spitzenkandidaten im Saarland, Rudolf Müller, sei “mit der Mitgliedschaft in der AfD nicht vereinbar”. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Müller spricht von “Schweinejournalismus”. Es wird telefoniert und beratschlagt, und wie so oft in der AfD schaukeln sich die Emotionen auch auf Facebook hoch. Der stern und das ARD-Magazin “Panorama” haben enthüllt, dass Rudolf Müller, der nächste Spitzenkandidat der Partei für eine Landtagswahl, Orden mit Hakenkreuzen und “KZ-Geld” vertreibt. (…) Rudolf Müller gab sich in dem Interview unberührt. Gestern allerdings klang er anders. Da unterhielt sich Müller mit Journalisten der Deutschen Presse-Agentur (DPA) und der “Saarbrücker Zeitung” – und teilte aus. “Schweinejournalismus” wirft der Spitzenkandidat dem stern und “Panorama” nun vor. Und die Hakenkreuze auf den Orden, so zitiert ihn DPA, habe er abgeklebt. Der Schweinejournalismus-Vorwurf mag bei einem wie Müller nicht überraschen. Im März veröffentlichte der stern E-Mails und WhatsApp-Nachrichten, die Kontakte der Saar-AfD-Chefs mit Neonazis dokumentierten. Im Landesvorstand, dem Müller angehört, hieß es damals, die Nachrichten seien gefälscht. Es war ein kindisches Abstreiten à la “Ich war das nicht”. Bilder beweisen: Müller verkauft Hakenkreuze unabgeklebt  Nun behauptet Müller, er klebe die Hakenkreuze an seinen Orden ab. In der neuen, heute erscheinenden Ausgabe des stern ist ein Foto zu sehen, das in Müllers Geschäft in Saarbrücken entstand. Es zeigt eine Auslage, die oben auf dem gläsernen Tresen liegt, gleich rechts neben der Eingangstür. Darauf sind zwei Artikel mit Hakenkreuzen zu sehen. Die Hakenkreuze sind: unabgeklebt.

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