Verrohung der Sprache – “Man kann nicht das rechte Vokabular übernehmen, als sei das vollkommen normal”

Im aktuellen Diskurs über Zuwanderung erlebe die deutsche Gesellschaft eine Verrohung der Sprache, sagte die Publizistin Liane Bednarz im DLF. Begriffe wie “Altparteien” oder “Überfremdung” hätte man vor ein paar Jahren in der seriösen Presse noch nicht gesehen. Besonders beim Thema Fremdenfeindlichkeit sei das Vokabular erschütternd. Diese Entwicklung dürfe nicht salonfähig werden, so Bednarz. Bei der Verteidigung der liberalen Demokratie sei jeder Einzelne gefragt, betonte die Juristin im Interview mit dem Deutschlandfunk. Es werde nicht ausreichen, wenn Zeitungen und Politiker das Ganze thematisieren: “Da ist jeder Einzelne gefordert.” Dazu gehöre auch, sich in der eigenen Umgebung schützend vor ausländische Mitbürger oder Menschen mit Migrationshintergrund zu stellen, wenn diese angefeindet würden, sagte Bednarz. Es ginge um den Versuch, “das hasserfüllte Denken wieder zurückzudrängen”.

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