Geschäftstüchtig – Brauner “Netzherr” in der Horizontalen

Iphofen: Ungewohnt offenherzig präsentiert sich der um strittene Rechtsextremist Dennis Entenmann aus dem fränkischen Iphofen im Internet. Entenmann, Initiator einer Reihe mehr oder weniger personenschwacher rechtsextremer (Phantasie-)Gruppen, agiert mittlerweile als Aktivist des Bündnis Rechts und ist Gründer sowie Vorstandsmitglied des neonazistischen Deutschen Freundeskreis Schwaben (DFS). Bekannt wurde Entenmann auch durch zahlreiche rechtsextreme Homepages, darunter – strafrechtlich gewürdigte – Mordaufrufe via Internet (siehe auch Brauner “Netzherr”).

Bei einer Großrazzia gegen Mitglieder des DFS am 20.März (vgl. bnr 7/01) beschlagnahmte die Polizei bei ihm laut einer Presseerklärung “Computeranlagen” sowie “sämtliche Bankunterlagen … und 6 Mobiltelefone”. In der Folge wurden diverse rechtsextreme Homepages, darunter die des DFS, aus dem Netz genommen. Entenmanns Vorliebe für das Internet tat dies keinen Abbruch – so sind auch heute diverse Domainnamen auf ihn registriert, darunter Namen wie “Netz88″ und “Netzwerk88″ (NW88), unter denen er “Free Speech Webhosting” anbietet – samt Service-Hotline.

Unter einem anderen Domainnamen und mit der selben “heißen Nummer” betreibt er eine optisch wie technisch schlichte Homepage, die für sein “DE- Webdesign” werben soll. Vier WWW-Referenzadressen gibt Entenmann für sein Schaffen an – zwei davon sind die FunTime GmbH (“mit Unterseiten: Kontakt-Scout24, Gratis XXX, Telefonkontakte, Fotomodelle, Video Master, Picture Master,…”) sowie der “Hurentester”. Die Hälfte der Referenzadressen gehört Entenmann. Hier steht nicht nur sein “Netzwerk88″, sondern stand bis vor wenigen Tagen auch die “Sex WebShow” Commando-Sex – eine Art virtueller Telefonsex. Über mehrere Kamerapositionen zu beobachten, lassen sich die “Sklavinnen” “je nach Lust und Laune Ihres Internet- Herren” “widerspruchslos benutzen”, hieß es in Entenmanns Text. Auf einer weiteren Seite bietet Entenmann, dem schon in der Vergangenheit nachgesagt wurde, Pornoseiten zu betreiben, “kostenlose 0190-Nummem” an. Neben “Free- Dialern”, die automatisch mit Seiten wie “Commando-Sex”´verbinden, gehören dazu Telefonsexnummern diverser Spielart.

Rudolf Kleinschmidt; bnr13-01

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