“Wut- Oma” über Strache: “Das ist ja zum Schämen”

“Als Wirtin interessiert mich bei unseren Asylanten auch eins: Was kochen die? Also bin ich rüber zu den Irakern und Syrern bei uns in Rauris und hab’ gefragt. Einer von ihnen, ein begeisterter Koch, hat es mir mit einer Übersetzerin gern erklärt”, schreibt Frieda Nagl, Wirtin und Buchautorin (“Wut- Oma”), in ihrer “Krone”- Kolumne “Friedas Welt”. Sie will FPÖ- Chef Heinz- Christian Strache zu einem Essen mit Asylanten einladen.
“Brot backen sie aus gesalzenem Germteig. Da ist sonst nichts drin, kein Gewürz. Sie rollen ihn zu Kugeln, die walzen sie bis zur Größe von einem Dessertteller aus. Ich hab auch gleich probieren dürfen, und es war köstlich, am Rand knusprig und trotzdem weich. Fleisch essen sie wenig, und wenn, dann Huhn. Das geben sie in kleinen Stücken zusammen mit grob geschnittenen Karotten, Kartoffeln, Gurken, Zuchini und Avocado (wenn er nicht gerade zu teuer ist), in eine Pfanne. Bei sich daheim haben sie andere Gewürze, aber hier nehmen sie Oregano, Estragon, Thymian (da bring’ ich ihnen nächstes Mal einen frischen aus den Bergen mit), Majoran und Rosmarin. Mit etwas Salz und Pfeffer braten sie das Ganze im Rohr”, berichtet Nagl. “Ich lad’ jetzt offiziell den Herrn Strache zu uns nach Rauris ein, auf ein Essen mit den Asylanten. Den Termin darf er sich aussuchen, damit er keine Ausrede hat. Ich koche für alle das Huhn mit Gemüse und dazu gibt’s das Brot. Nur damit er sieht, wie nett die sind, und dass wir auch etwas von ihnen lernen können. Dann hört er vielleicht auf, von Wien aus auf unsere Asylanten zu schimpfen, ohne was zu tun. Da schämt man sich ja”, so die Salzburger Wirtin. Bekannt geworden war Frieda Nagl 2014  durch ihren Auftritt im ORF- Sommergespräch mit ÖVP- Chef Reinhold Mitterlehner, dem sie vor laufender Kamera die Meinung gesagt hatte und folglich als “Wut- Oma” tituliert wurde.

via krone: “Wut- Oma” über Strache: “Das ist ja zum Schämen”

“Lieber #Gutmensch als #Arschloch ”: #Kalkofes Schimpftirade gegen Nazis und #Fremdenhass

Und noch ein TV-Mensch, der sich mit “klaren Worten” gegen Fremdfeindlichkeit und Nazis und für Flüchtlinge ausspricht. Nach Joko und Klaas macht auch Oliver Kalkofe den Mund auf und hat ein Webvideo aufgenommen, das bei Facebook großen Zuspruch findet.

via meedia: “Lieber Gutmensch als Arschloch”: Kalkofes Schimpftirade gegen Nazis und Fremdenhass

#Salzhemmendorf – Verdächtiger war #Feuerwehrmann

Nach dem #Brandanschlag auf eine #Asylbewerber-Unterkunft in Salzhemmendorf (Landkreis Hameln-Pyrmont) sind neue erschreckende Details ans Tageslicht gekommen. Wie Bürgermeister Claus Pommerening (parteilos) und die #Feuerwehr in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilten, war einer der mutmaßlichen Täter Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Der 24-Jährige war demnach sogar an den Löscharbeiten nach dem Anschlag beteiligt. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe wurde er umgehend vom Feuerwehrdienst beurlaubt. Der Verdächtige soll der Erklärung zufolge bereits vor rund fünf Jahren strafrechtlich auffällig gewesen sein.(…) Diese Aussage verwundert etwas, denn laut Polizei sollen der 24-Jährige und auch ein weiter 30-jähriger Tatverdächtiger in der Vergangenheit bereits durch politisch motivierte Taten aufgefallen sein. Dazu gehörte zum Beispiel das Präsentieren des sogenannten Hitler-Grußes. Beide Männer sollen Kontakt zur rechten Szene haben. Der 24-Jährige bekundet auf seiner Facebook-Seite zudem Sympathien für rechte Musikgruppen wie Kraftschlag. Über die dritte Tatverdächtige, eine 23-jährige Frau, liegen bei der Hamelner Polizei keine Informationen vor. Möglicherweise handelt es sich um die Freundin des jüngeren Mannes. Nach Informationen der “Hannoverschen Allgemeinen Zeitung” (Montagausgabe) soll auch der Jugendwart der Ortsfeuerwehr eine Vorliebe für rechtsextreme Rockmusik haben und zudem auf Facebook mit Neonazi Andre K. befreundet sein. Dieser hatte am Freitag kurz nach dem Anschlag versucht, in Salzhemmendorf eine spontane Kundgebung gegen Fremdenfeindlichkeit mit rund 2.000 Menschen zu stören.

via ndr: Salzhemmendorf: Verdächtiger war Feuerwehrmann

Nazi-Gegner blockieren NPD-Demonstration in Eisenach

Etwa 150 Rechtsradikale und 400 Gegendemonstranten sind am Samstag in Eisenach aufeinandergetroffen. Die Polizei hatte alle Hände voll zu tun, die Lager voneinander zu trennen. Mit Hilfe einer Sitzblockade stoppten Jugendliche den Marsch der NPD-Anhänger durch den Eisenacher Norden. Für Eisenachs damaligen Polizeichef und heutigen Landtagsabgeordneten Raymond Walk (CDU) ist es eine Provokation, wenn der ehemalige NPD-Landesvorsitzende Patrick Wieschke eine Kundgebung der NPD wie am Samstag geschehen unweit jener Stelle auf dem Nordplatz in Eisenach abhält, wo er vor 15 Jahren mit NPD-Kollege Denny Pfotenhauer für schuldig gesprochen wurde, an einem Sprengstoffanschlag auf einen Dönerimbiss beteiligt gewesen zu sein. Sein damaliger Komplize gehörte am Samstag ebenfalls zu den führenden Köpfen der Demonstration unter dem Motto „Asylflut stoppen – Westdeutsche Zustände verhindern“. Bis zu 150 Personen beteiligten sich an der Kundgebung und am Marsch durch Eisenach-Nord. Die Linke und das Eisenacher Bündnis gegen Rechts hielten diesem Aufmarsch mit Aktionen am Rollschuhplatz und auf der Wiese an der Stregdaer Allee am Beginn des Wohnviertels „Kuhgehänge“ entgegen. Deren Motto: „Eisenach bleibt bunt“. Knapp 400 Menschen folgten dem Aufruf zum Familienfest samt Protest gegen die NPD-Aktion, darunter auch etwa 70 Jugendliche aus der autonomen Szene, die die Demonstration der Rechten durch eine Sitzblockade ab 13 Uhr auf der Stregdaer Allee zwischenzeitlich zum Stillstand brachten.

via tlz: Nazi-Gegner blockieren NPD-Demonstration in Eisenach

Weitere Neonazi-Proteste in Bad Lobenstein mit Unterstützung von Holocaustleugnern

Eine Unterkunft für Flüchtlinge ist Anlass für Neonazi-Proteste im Saale-Orla-Kreis. Anmelderin Jasmin Rasche leugnet Verbindungen nach Rechtsaußen, liefert selbst jedoch zahlreiche Beweise dafür. Seit am 14. August 2015 die Polizeistation Bad Lobenstein geräumt wurde, um dort Flüchtlinge vorübergehend unterzubringen, instrumentalisieren auch Neonazis den Vorgang. Nach der Spontandemo am 14. August von der Rechtsaußen-Aktivistin Jasmin Rasche fand am 20. August ein weiterer Aufmarsch der “Bad Lobensteiner Bürgerliste” (BLB) von Stefan Köcher statt.  Mehrere Hundert Personen nahmen daran teil. Zwischenzeitlich war bereits bekannt, dass die Polizei weiterhin vor Ort präsent sein wird und ein neues Gebäude zur Diskussion steht. Die Stadtratsfraktion BLB warb im Vorfeld mit der Forderung “sofortige Wiedereröffnung der Bad Lobensteiner Polizeistation”, ohne zu erklären, was am selben Standort mit den bereits eingezogenen Flüchtlingen passieren sollte. Später wurde beteuert, gegen alle Behördenschließungen in der Region zu demonstrieren, um Asylpolitik solle es jedoch nicht gehen. Vereinzelte Vertreter der extremen Rechten zog es dennoch zur Veranstaltung, die von Linke bis CDU-Anhängern gleichermaßen besucht wurde und eher bürgerlich geprägt war. Am 22. August folgte ein weiterer Aufmarsch, diesmal wieder mit Anmelderin Jasmin Rasche. Immerhin: Die Bürgerliste riet auf Facebook von einer Teilnahme an ihrer Versammlung ab. Unter dem Motto “Gegen die Überfremdung unserer Heimat! Für den Erhalt unserer Kultur” wurde bereits im Internet für den Aufmarsch geworben. Im Internet kündigten sich 100 Personen an, nur 50 erschienen tatsächlich, die meisten davon bekannte Personen der extremen Rechten. Zuvor hatte sich Anmelderin Jasmin Rasche an Thüringen Rechtsaußen gewandt und beteuert: “ich bin kein Neonazi und auch nicht rechts radikal….ich bin ganz sicher auch kein npd Anhänger!”. Grund war unser Beitrag über sie und Verbindungen zur Neonazi-Szene. Wir teilten ihr nochmals ausführlich unsere Bewertung mit und baten sie, zu erklären, wie es denn dazu komme, dass sie gemeinsam mit Neonazis auf Aufmärsche fährt, die von Neonazis angemeldet wurden und warum sie Facebookseiten wie “Die Rechte Landesverband Thüringen”, “Europäische Aktion Thüringen”; “Refugees not Welcome Gößnitz”, “Thügida”, die Neonazi-Band “A3stus”, usw. liked. Als Begründung führte sie an, dass jene Menschen, die zum Teil wegen rechten Gewaltstraftaten mehrfach verurteilt wurden, “keinen schlechten Charakter” hätten. Die Erklärung für die Häufung an “Gefällt mir”-Angaben auf rassistischen und antisemitischen Facebookseiten von Rasche: “Dann passiert es (da ich ein kleines Handy und lange Nägel habe) das man mal aus Versehen auf ‘gefällt mir’ kommt ohne es zu merken!”. Statt billigen Ausreden konnte sie keine Argumente liefern, welche die im Raum stehenden Vorwürfe hätten entkräften können. Rasche forderte uns auf den Text zu löschen. Wir teilten ihr mit, dem nicht nachzukommen, so lange sie nicht Argumente liefert und zu den Fakten Stellung nimmt und kündigten an, weiter über ihre Aktivitäten in der extremen Rechten zu berichten. Als eine Möglichkeit, zu beweisen, dass sie ernsthaft die neonazistische Szene nicht weiter strukturell durch Versammlungsanmeldungen unterstützt, gaben wir ihr die Empfehlung mit, den von ihr am 22. August angemeldeten Aufmarsch wieder abzumelden. Rasche ließ die Chance verstreichen, auf Distanz zur Neonazi-Szene zu gehen und ließ stattdessen über die Facebook-Seite des Thüringer NPD Landesverbandes einen Ausschnitt aus dem über Facebook-Privatnachrichten geführten Gespräch veröffentlichen, verbunden mit der Äußerung “Linker Gesinnungsterror wird freie Meinungsäußerung nicht unterdrücken!”.  Jasmin Rasche hat damit de facto selber auch den Nachweis über eine Verbindung zur extrem rechten NPD erbracht.

via thüringen rechtsaußen: Weitere Neonazi-Proteste in Bad Lobenstein mit Unterstützung von Holocaustleugnern

Xavier? Nee Du! – #xavierneedu

Mit dieser Ansage zu einem der bekanntesten deutschen Popsänger möchten wir auf unseren Protest gegen das am 04. September 2015 auf dem Erfurter Domplatz stattfindende Konzert Xavier Naidoos aufmerksam machen. Einige von uns haben herzhaft zu seinen Liedern mitgesungen. Manche besaßen eine oder mehrere seiner Alben bzw. Singles. Er schrieb tolle Texte, komponierte eingängige Melodien, interpretierte wundervoll romantische Liebeslieder und tat sich sogar eine Zeit lang mit politischem Engagement hervor, das unserem recht nahe kam. Irgendwann vor ungefähr 15 Jahren gab es die “Brothers Keepers”, eine Initiative gegen den bundesweit stärker werdenden Rechtsextremismus. Wer hat nicht den Song “Adriano (Letzte Warnung)” im Ohr? Eindrucksvoll klang Naidoos Stimme bei dem Refrain dieses Liedes, das an den Tod Alberto Adrianos erinnert, der 2000 in Dessau von Neonazis zusammengeschlagen wurde und an seinen Verletzungen starb. Warum wir nun gegen ein Konzert Naidoos mobil machen und dazu aufrufen, es zu boykottieren? Dieser deutsche Superstar hat ganz klar Grenzen überschritten! Er verbreitet verschwörungstheoretischen Unsinn, palavert von der Unfreiheit des deutschen Volkes und macht sich mit rechtspopulistischen Verschwörungstheoretikern und vorbestraften Nazis gemein. Groß war beispielsweise das mediale Echo, als er gemeinsam mit Neonazis, Antisemiten, Verschwörungstheoretikern und den selbst ernannten Reichsbürgern am 03.10.2014 vor dem Reichstagsgebäude in Berlin unter dem Motto “Sturm auf den Reichstag” demonstrierte. Er schmückt seine Texte mit antisemitischen, homophoben und volksverhetzenden Passagen. Zuletzt verklagte er die Amadeu Antonio Stiftung, weil sie antisemitische Anknüpfungspunkte in dem Songtext „Raus aus dem Reichstag“ kritisiert hatte. Wir finden es äußerst bedenklich, dass Naidoos Agieren in vielen bürgerlichen Medien unerwähnt bleibt.(…) Wir sagen ganz deutlich: Keine völkische, homophobe, antisemitische, rechtspopulistische Kackscheiße! In keinem Konzertsaal dieser Welt, auch nicht open air und in der Thüringer Landeshauptstadt.
Deshalb: Xavier? Nee Du! #XavierNeeDu

via no thügida: Xavier? Nee Du! – #xavierneedu