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Das rassistische Manifest im Netz

Der mutmaßliche Neunfachmörder von Charleston ging offenbar davon aus, seine Tat nicht zu überleben. Im Netz hinterließ er ein Manifest, in dem er seine rassistische Ideologie beschrieb und seine Tat ankündigte. Der Text lässt einen erschaudern. Er stammt von Dylann R., dem Mann, der in Charleston, South Carolina, neun Menschen getötet haben soll. Da wird in gemessenen Worten und im Duktus eines besonnenen Denkers tiefer Hass formuliert, Verachtung und Aggression nicht nur gegenüber Schwarzen, sondern auch gegen Juden und Latinos. Da schreibt einer, der sich und seinesgleichen als Opfer wahrnimmt, als Unterdrückte, obwohl sie doch eigentlich über allen anderen zu stehen haben. Von Natur aus. Die Behörden haben mittlerweile bestätigt, dass der Text und die Website, auf dem er erschienen ist, von R. erstellt worden sind. Die Startseite des Manifestes des mutmaßlichen Vielfachmörders von Charleston ziert ein Szenenbild aus einem Film. Ein Mann mit einem Hakenkreuzanstecker liegt am Boden, blutend, offenbar tot. Der Mann ist der Schauspieler Russell Crowe, das Bild stammt aus dem australischen Film “Romper Stomper”, in dem er 1992 einen gewalttätigen Neonazi-Skinhead spielte. (…) Der Text auf der Website beginnt mit dem Satz: “Ich bin nicht in einem rassistischen Heim oder einer rassistischen Umwelt großgeworden.” Dann folgt eine verquere Erweckungsgeschichte, in deren Verlauf der Erzähler seine eigene Bewusstwerdung als Rassist beschreibt. Erst spät habe er begriffen, heißt es da beispielsweise, dass “die Situation” in Europa “noch schlimmer sei”, “obwohl Europa doch das Heimatland der Weißen ist”.
Der Autor des Textes betrachtet sich und seinesgleichen als Opfer eines Meinungs-Mainstreams, der einfach nicht akzeptieren will, dass Weiße “tatsächlich überlegen sind”. Die Argumentation erinnert vielerorts an die von Holocaust-Leugnern, die sich ebenfalls gern als Opfer einer Kampagne stilisieren, die nur geführt werde, um sie kleinzuhalten. (…) Ein zweiter Link auf der Website führt zu einer komprimierten Archivdatei, darin 60 Fotos. Die Bilder zeigen einen jungen Mann, der eindeutig als Dylann R. zu erkennen ist, auf manchen hat er die mutmaßliche Tatwaffe in der Hand. Einige davon wurden den Metadaten der Fotos zufolge direkt vor dem Mordanschlag in der Emanuel African Methodist Episcopal Church in Charleston aufgenommen. Sie zeigen R., wie er vor Mangrovenbäumen posiert, in einem Bild hat er sich in einem Toilettenraum mit einer Kamera vor dem Spiegel selbst fotografiert, angetan mit der Jacke mit zwei Flaggen darauf. (…) Die Website existiert schon seit Februar 2015, registriert wurde sie über einen Anonymisierungsdienst. Der Screenshot aus dem Skinhead-Film mit Russell Crowe datiert auf den Tag vor der Registrierung der Seite. Das Gesamtpaket lässt kaum einen Zweifel daran zu, dass R. seine Tat schon seit Monaten geplant hatte. Wenn es sich als wahr herausstellt, dass er der Neunfachmörder von Charleston ist, folgte er einem ähnlichen Muster wie andere Vielfachmörder in den vergangenen Jahren: online ein Manifest zu hinterlassen, offenbar in der Annahme, die Tat nicht zu überleben.

via gmx: Das rassistische Manifest im Netz

siehe auch: Racist Website Appears to Belong to Charleston Church Shooter Dylann Roof. A website featuring a 2,444-word white supremacist screed shows dozens of photos of the gunman arrested in the Charleston, South Carolina, church massacre. The site shows a stone-faced Dylann Roof — the man who confessed to shooting nine people dead at a Bible study group, according to sources — holding weapons, visiting a cemetery for Confederate soldiers, and burning and spitting on an American flag. Roof appears to have bought the site domain in February based on a reverse domain look-up service that found it was registered under the name Dylann Roof, using Roof’s mother’s home address. NBC News could not confirm the site’s authenticity or whether Roof was its creator. (…) There are also photos on it of historic sites, such as a Confederate museum, and one picture of a beach’s coastline with “1488” carved in the sand, a white supremacy encryption that stands for: “We must secure the existence of our people and a future for white children.” It’s unclear who took many of the photos; Dylann Roof Photos and a Manifesto Are Posted on Website. Dylann Roof spat on and burned the American flag, but waved the Confederate. He posed for pictures wearing a No. 88 T-shirt, had 88 Facebook friends and wrote that number — white supremacist code for “Heil Hitler”— in the South Carolina sand. A website discovered Saturday appears to offer the first serious look at Mr. Roof’s thinking, including how the case of Trayvon Martin, the black Florida teenager shot to death in 2012 by George Zimmerman, a neighborhood watch volunteer, triggered his racist rage. The site shows a stash of 60 photographs, many of them of Mr. Roof at Confederate heritage sites or slavery museums, and includes a nearly 2,500-word manifesto in which the author criticized blacks as being inferior while lamenting the cowardice of white flight. “I have no choice,” it reads. “I am not in the position to, alone, go into the ghetto and fight. I chose Charleston because it is most historic city in my state, and at one time had the highest ratio of blacks to Whites in the country. We have no skinheads, no real KKK, no one doing anything but talking on the internet. Well someone has to have the bravery to take it to the real world, and I guess that has to be me.” The website was first registered on Feb. 9 in the name of Dylann Roof, the 21-year-old man charged with entering the historically black Emanuel A.M.E. Church in Charleston on Wednesday night, attending a prayer meeting for an hour and then murdering nine parishioners. The day after the site was registered, the registration information was intentionally masked. (…) Watchdog groups that track right-wing extremism say the manifesto reflects the language found in white supremacist forums online and dovetails with what has been said about Mr. Roof thus far — that he had self-radicalized, and that he did not belong to a particular hate group. “It’s clear that he was extremely receptive to those ideas,” said Mark Pitcavage, the director of the Anti-Defamation League’s Center on Extremism. “At the same time, he does not have a sophisticated knowledge of white supremacy.” The icon for the browser tab on Mr. Roof’s website is an Othala rune, an ancient symbol appropriated by the Nazis that remains common among neo-Nazi groups. Mr. Roof was the latest in what watchdog groups say is a growing group of lone-wolf extremists. According to a study released in February by the Southern Poverty Law Center, about 70 percent of the 60 recent domestic terrorism attacks reviewed were conducted by people acting alone.

Neonazi-Aufmarsch in Hamburg befürchtet

Zum “Tag der deutschen Patrioten” erwartet die Polizei gewalttätige Gegendemonstrationen und bereitet sich bereits auf Ausschreitungen vor. Hinter den Anmeldern sollen bekannte Rechtsextreme stehen. Anlässlich eines “Tages der deutschen Patrioten” wollen zahlreiche Rechtsextreme Mitte September durch die Hamburger Innenstadt ziehen. Eine entsprechende Anmeldung liegt der Versammlungsbehörde vor. Landes- und Bundespolizei erwarten gewalttätige Gegendemonstrationen und bereiten sich bereits auf Ausschreitungen vor. Wie die “Welt” unter anderem aus Sicherheitskreisen erfuhr, sollen Neonazis hinter der Aktion stehen, die von der “Hooligans gegen Salafisten”-Bewegung (Hogesa) unterstützt wird. (…) Der Aufmarsch soll von 12 bis 20 Uhr dauern, Kundgebungen eingeschlossen. Hunderte Personen sollen über die sozialen Netzwerke im Internet bereits angekündigt haben, an dem Aufmarsch teilnehmen zu wollen. Einer der Hauptakteure hinter der Anmeldung sei der rechtsextreme Hamburger Hooligan Thorsten V., der bereits bei einer Hogesa-Veranstaltung in Köln als Redner auftrat, berichtet das Hamburger Bündnis gegen Rechts auf seiner Internetseite. Rechtsextreme Vereinigungen wie die AG Nordheide mobilisieren für den Aufmarsch, zu dem NPD-Kader und Pegida-Sprecher erwartet werden.

via welt: Neonazi-Aufmarsch in Hamburg befürchtet

#Demo in #Frankfurt – In die falsche Stadt gefahren #nowow2006

Frankfurt am Main und Frankfurt an der Oder – immer wieder führt das bei ausschließlicher Verwendung des Begriffs Frankfurt zu Problemen. So haben am Samstag auch Demonstranten in Frankfurt an der Oder gestanden, statt in Frankfurt am Main. (…) Der Pegida-Ableger „Widerstand Ost West“ hatte nach Frankfurt zur Kundgebung eingeladen. Das rief sofort Gegendemonstranten auf den Plan. Am Samstag früh machten sich dann beide Seiten auf den Weg. Doch nicht alle nach Frankfurt am Main. Ein paar fuhren nach Frankfurt an der Oder. Alexander S. schreibt dazu auf Facebook: “Ihr hättet früher etwas besser drauf hinweisen können, dass frankfurt AM MAIN gemeint war!!! Hab mit paar Patrioten extra von Mannheim aus eine Anreise nach Frankfurt AN DER ODER organisiert und ich sag euch eins: wir waren da nicht die einzigen!!! unglaublich, fühlen uns verarscht und dumm.

via fr: Demo in Frankfurt – In die falsche Stadt gefahren

siehe auch: Islam-Hasser-Demo lief nicht so richtig rund … | „Patrioten“, Pleiten, Pech und Pannen. Sie versprachen die „geilste, größte, spektakulärste Demonstration“, die Deutschland je gesehen hat. Dann wackeln nicht mal 200 Kameraden am Roßmarkt einmal um den Block. Nicht das einzige, was für die Islam-Hasser von „Widerstand Ost West“ („WOW“) nicht sooo rund lief … Um 9 Uhr will Organisatorin Ester Seitz (21) die Kundgebungs-Technik aufbauen. Aber nix deutsche Pünktlichkeit! Erst 90 Minuten später kommt ihr Konvoi zur Kontrollstelle in die Große Gallusstraße. Erkenntnis dort: Behörden-Auflagen lesen ist wohl nicht so das Ding der Aktivisten. Seitz hat eine Schutzweste im Wagen – auf Demos verbotene Passiv-Bewaffnung. Ihr Kamerad Uwe Mindrup will 2 Flaschen Schampus in den abgesperrten Bereich schleusen. Dort ist weder Alkohol noch Glas erlaubt. Auf der Ladefläche des Pickups: Kettensäge, Rinden-Schäleisen – verboten. Dass Seitz’ Golf keine Umweltplakette hat (Ordnungswidrigkeit, 80 Euro), fällt da kaum ins Gewicht … Dann endlich Aufbau der Event-Technik. Bei der Video-Wand hakt’s. Den ganzen Tag bleibt sie immer wieder mal schwarz oder strahlt statt flammender Reden Meldungen wie „Kein Signal“ aus. Derweil hat das Fußvolk Probleme, zum Roßmarkt zu kommen. Eine Gruppe, weil sie in einem Lokal von Linken verprügelt wird, eine andere, weil sie selber zuschlägt: Die „Berserker Pforzheim“ gehen im Zug aus Mannheim auf einen Fahrgast los. Zwangs-Stopp in Groß-Gerau, Personalien des Nazi-Trupps registriert. Erst gegen 13 Uhr kommt er am Hauptbahnhof an. Da soll die „WOW“-Kundgebung schon längst laufen. Das geht aber erst, wenn die „Berserker“ da sind. Denn ausgerechnet sie sollen die vorgeschrieben Ordner stellen, darauf achten, dass die Veranstaltung nach Vorschrift läuft … Die ist dann für Seitz und Mindrup ein „Riesen-Erfolg“: 186 (!) „Patrioten“ laufen 500 m im abgesperrten Bereich im Kreis.

Balz mit braunen Freunden – Der Dreck des Saubermanns

Wenn sich am 6. Juli in Blumenthal der Stadtteil-Beirat konstituiert, werden auch die Bürger in Wut (BIW) drei Plätze besetzen. Mit 18 Prozent wurden sie bei der Wahl im Mai drittstärkste Kraft hinter SPD und CDU. Diesen Erfolg verdankt die BIW vor allem einem Kandidaten: Fritjof Balz. Der hatte sich seit Herbst 2014 als Gründer der Bürger-Initiative gegen ein Flüchtlingsheim in der Rekumer Straße einen Namen gemacht – und holte satte 3.294 Personenstimmen. Mit Anzug, Krawatte und weißem BIW-Hemd gab Balz im Wahlkampf den Saubermann. Auch als ihn Politiker aller Fraktionen für Wahlplakate verurteilten, wiegelte er ab: Über einem Foto der Flüchtlingsunterkunft in der Rekumer Straße stand darauf der Schriftzug: „Vollzug statt schöner Wohnen“. Das habe mit Rechtspopulismus nicht zu tun, erklärte Balz gegenüber Radio Bremen. Etwas schmutziger macht sich Balz, wenn gerade keine Kameras laufen: In den Kommentarspalten der sozialen Netze, etwa der Facebook-Gruppe „Rekumer Str. 12 – nicht mit uns“, die mittlerweile nur noch für Mitglieder zugänglich ist. Balz schreibt von der „Asylwirtschaft, welche sich auf den Schultern der Steuerzahler enorme Summen zuschustert“. Oder vom Krieg, den man besser nicht mehr erwähne, weil der „uns sonst noch 100 Jahre aufs Brot geschmiert und als Ausrede genutzt“ werde. In den letzten Tagen legte er richtig los: Am 15. Juni postete er einen wirren Kommentar, den er von rechten Verschwörungs-Blogs kopiert zu haben scheint. Neben der Klage über Flüchtlinge aus Indien werden darin antisemitische Verschwörungstheorien ausgebreitet: Dass ein Plan bestehe, Europa zu einem „buntgemischten braun-gelb-schwarz-weißen Bastardenvolk“ zu vermischen, um dann „von der Edelrasse der Juden regiert“ zu werden. Auch von einer „zionistischen Vernichtungs-Agenda“ ist die Rede und dass diese darin bestehe „40 Millionen Deutsche“ zu sterilisieren.

via taz: Balz mit braunen Freunden – Der Dreck des Saubermanns

screenshot facebook-seite – archiv is gPMjA

siehe auch: “Bürger in Wut” verfolgen erneut Jugendliche in Bremen-Nord und die Polizei beleidigt einen Betroffenen mit schwulenfeindlichen Äußerungen (April 2015). Vergangene Woche haben mehrere Personen versucht in den “Info- und Freiraum Katzensprung” in der Lindenstraße 1 B in Vegesack zu stürmen, darunter Oliver Meier und Fritjof Balz von der Partei “Bürger in Wut”. Die dort Anwesenden wurden allein aufgrund ihrer politisch linken Einstellung für angeblich fehlende Wahlplakate verantwortlich gemacht (siehe Taz-Artikel vom 1.April). In der Nacht vom 3. auf den 4. April kam es erneut zu einem Vorfall, bei dem drei minderjährige Jugendliche von einem Mitglied der “Bürger in Wut” verfolgt wurden. (…) Irgendwann wollte uns der Fahrer zu einem Gespräch zwingen und drohte uns mit der Polizei. Da wir nicht wussten weshalb, gingen wir einfach weiter und plötzlich war die Polizei da.” Die drei Jugendlichen schildern auch wie sie von der Polizei ausgefragt und durchsucht wurden. Dabei kam es zu einem aus unserer Sicht weiteren skandalösen Zwischenfall. Eine Polizistin durchsuchte einen Rucksack, wunderte sich über Gardinenstangenaufsätze, die mit Blumen versehen waren und fragte den Besitzer des Rucksacks, ob er schwul sei. Die drei Jugendlichen erklären, dass sie sprachlos waren. “Erst wurden wir grundlos verfolgt und festgehalten und dann auch noch mit einer schwulenfeindlichen Äußerung abserviert und beleidigt.” Der Fahrer folgte den drei Jugendlichen anschließend sogar bis nach Hause. Dort wurde er später erneut gesehen. Da die “Bürger in Wut” auf ihrer Facebook-Seite selbst von dem Geschehen berichteten, können wir inzwischen bestätigen, dass es sich bei dem Fahrer des Fahrzeugs der “Bürger in Wut” wieder um Oliver Meier handelte.

Massaker in Charleston: Das rassistische Fanal

Der Attentäter soll mit seinen Opfern zuerst gebetet haben, dann eröffnete er das Feuer: Neun Menschen starben bei einem Anschlag auf eine afroamerikanische Kirche in Charleston – eine rassistische Tat, die einen Einschnitt markiert. Es war Bibelstunde in der Emanuel African Methodist Episcopal Church, der ältesten afroamerikanischen Kirche in den Südstaaten der USA: Jeden Mittwochabend lesen die Gläubigen gemeinsam mit ihrem Pastor, Reverend Clementa Pinckney, die Heilige Schrift – auch diese Woche. Erst zum Ende sei der junge Weiße aufgestanden, habe eine Waffe gezückt und zu schießen begonnen, sagte Sylvia Johnson, eine Cousine Pinckneys, die das Massaker überlebte, dem TV-Sender NBC. “Ich muss es tun”, habe er gesagt, während er seine Waffe fünfmal hintereinander neu geladen habe. “Ihr vergewaltigt unsere Frauen und ergreift die Macht in unserem Land – und ihr müsst weg.” Der rassistische Terroranschlag auf die Emanuel AME Church in Charleston, South Carolina, hat Amerika aufgerüttelt: Neun Schwarze kamen dabei um, darunter Pastor Pinckney, eine spirituelle und politische Leitfigur in der Stadt. Kaum zwölf Stunden später war der mutmaßliche Täter festgenommen – der Weiße Dylann R., 21. Die Todesschüsse trafen in das historische Herz des schwarzen Amerikas: die Kirche – Zuflucht der Sklaven, Wiege der Bürgerrechte, Obdach der Armen. Mehr noch: Dies war der heftigste in einer langen Reihe von Anschlägen auf afroamerikanische Gemeinden – ein geschichtlicher Schandfleck, der die USA bis heute nicht loslassen will. In den Neunzigerjahren wurden die afroamerikanischen Kirchen in den Südstaaten mit einer Welle von Brandanschlägen terrorisiert. Seit der Wahl von Barack Obama zum ersten schwarzen Präsidenten der USA mehren sich solche Fälle nach Angaben der Watchdog-Gruppe SPLC nun wieder. Am Tag seiner Vereidigung wurde eine afroamerikanische Kirche in Massachusetts angesteckt. Kaum eine Kirche ist mit dieser Geschichte enger verwoben als die Emanuel AME Church, die sie in Charleston nur “Mutter Emanuel” nennen. “Mutter Emanuel ist mehr als eine Kirche”, sagte Obama bei einem emotionalen Auftritt im Weißen Haus. “Sie ist ein heiliger Ort in der Geschichte von Charleston und in der Geschichte Amerikas.” Seit fast zweihundert Jahren ist die Emanuel AME Church ein Mittelpunkt des Widerstands gegen die Unterdrückung. 1816 als erste unabhängige schwarze Gemeinde Amerikas gegründet, war sie lange ein Treffpunkt für ehemalige Sklaven. Bald hatte die Gemeinde rund viertausend Mitglieder – mehr als drei Viertel der schwarzen Bevölkerung von Charleston.

via spon: Massaker in Charleston: Das rassistische Fanal

siehe auch: Charleston Church Shooting Suspect, Dylann Storm Roof, Captured. Charleston police released a photograph taken from surveillance footage of Mr. Roof, who is believed to be the gunman. Credit Charleston Police Department. The man suspected of killing nine people at a prayer meeting at a historic black church in this city’s downtown area was caught on Thursday some 200 miles away in North Carolina, local and federal officials said. After an intensive, 14-hour manhunt for the man who carried out a massacre that officials are calling racially motivated, Dylann Storm Roof, 21, “was arrested in Shelby, N.C., during a traffic stop” shortly after 11 a.m., said Greg Mullen, the Charleston police chief. The police here say Mr. Roof, who is white, is suspected of being the gunman who walked into the prayer meeting Wednesday night, sat down with black parishioners for nearly an hour, and then opened fire; Call it terrorism in Charleston. The horrific attack at a historic church in Charleston, South Carolina, was allegedly carried out by a young white man who appeared to have deliberately targeted the church simply because it was serving African-Americans. Witnesses say the suspect said he was there “to shoot black people,” a law enforcement official said. By any reasonable standard, this is terrorism, which is generally defined as an act of violence against civilians by individuals or organizations for political purposes. But do the thought experiment: If this attack on the church in Charleston had been conducted by a Muslim man shouting “Allahu akbar,” what is already a big news story would have become even bigger, as it would appear to fit so well into the political and media narrative that Muslim militants are the major terrorist problem in the United States.
That’s a false narrative, as it turns out. In fact, deadly acts of terrorism by virulent racists and anti-government extremists have been more common in the United States than deadly acts of jihadist terrorism since 9/11. here is something particularly shocking in a multiracial, multiethnic, multireligious society about murdering people simply because of who they are. That’s true whether it’s African-Americans in Charleston attending a Bible study group or spectators at the Boston Marathon. These attacks are acts designed to terrorize, and we should call them such. According to a count by New America, since 9/11, 26 people have been killed in jihadist terrorist attacks in the United States, while extremist right-wing racists and anti-government militants have killed 48, if we include the nine people who were killed in the attack in Charleston, which is being investigated as a hate crime. Last year alone saw four such deadly extremist right-wing attacks that killed eight people; Why calling the Charleston shooting terrorism is important to so many people. The motives of Dylann Roof, who is suspected of killing nine members of a Charleston black church on Wednesday, haven’t been officially confirmed. But commentators across the political spectrum are already making a point of labeling the shooting a terrorist act. They have good reason to. Making the choice to call this a terrorist act is a way of recognizing the long history of anti-black terrorism in America. For most of American history, the word “terrorism” has referred to acts committed by white people against black people. In fact, anti-black terrorism perpetrated by the Ku Klux Klan was the reason for the first federal anti-terrorism law the US ever passed; Rassistische Morde in Charleston – „Ich werde einen Haufen Leute töten“. Dylann Roof erschoss in einer Kirche in Charleston neun Schwarze. Nun werden immer mehr Details über den Täter bekannt. Es war die bisher tödlichste Attacke gegen eine Kirche von Schwarzen in den USA. Sechs Frauen und drei Männer sind tot. Das jüngste Opfer war 26, das älteste 87. Sie hatten sich rund um ihren Pastor, den 41jährigen Clementa Pinckney, zu einer Bibelstunde in der Emanuel AME Kirche in Charleston getroffen. (…) Auf seiner Facebookseite posiert Dylann Roof mit den Wappen von zwei untergegangenen rassistischen Regimen auf dem rechten Revers seiner Weste: Südafrika aus der Apartheidszeit und Rhodesien, bevor es Zimbabwe wurde. Vor einer Woche hat er seinem schwarzen Nachbarn Christon Scriven gesagt: „Ich werde einen Haufen Leute töten“. Am Tag nach dem Terror in der Kirche sagt der Nachbar: „Er hat einen trockenen Humor. Bei ihm weiß man nie, was er ernst meint“. Frühere Klassenkameraden beschreiben Dylann Roof als schüchtern und ruhig. Eine Klassenkameradin beschreibt ihn als „super Emo“. Mit der Polizei kam er erst in diesem Jahr in Kontakt. Sie nahm ihn zweimal wegen seltsamen Benehmens in einem Einkaufszentrum in Columbia fest. Zu seinem 21. Geburtstag im April schenkte sein Vater ihm eine Glock-Pistole; Charleston: Dylann Roof’s Cousin Claims A Black Man Stole Love Interest. Dylann Roof, the 21-year-old white supremacist accused of murdering nine black churchgoers at an historic church in Charleston, South Carolina, was captured Thursday morning, ending an extensive 14-hour search by federal and local law enforcement. Roof’s arrest brings some relief to a city and country on edge, following yet another mass shooting. Roof’s Facebook page, which has been deleted, showed a photo of him dressed in a black jacket adorned with symbols of the racist white regimes that ruled Rhodesia and South Africa. Dalton Tyler, Roof’s roommate, told ABC News that Roof spoke of starting a civil war and that he advocated racial separatism. “He was big into segregation and other stuff. He said he wanted to start a civil war. He said he was going to do something like that and then kill himself,” Tyler said. Scott Roof, who identified himself as Dylann Roof’s cousin, told me over the telephone that “Dylann was normal until he started listening to that white power music stuff.”  He also claimed that “he kind of went over the edge when a girl he liked starting dating a black guy two years back.” This scenario recalls a manifesto written by Elliot Rodger, who on May 23, 2014 gunned down six people in Isla Vista, California: “How could an inferior, ugly black boy be able to get a white girl and not me?” “Dylann liked her,” Scott Roof said. “The black guy got her. He changed. I don’t know if we would be here if not …” Roof then abruptly hung up the phone. The Wall Street Journal reported that Roof’s family had grown concerned over the last two months as his racist views started to boil over. “He apparently told people that he was involved in groups, racist groups,” said a woman who identified herself as the mother of Roof’s former stepmother. “He turned into a loner in the last couple of years and no one knew why. He just fell off the grid somehow.”

Hackerangriff dauert offenbar schon viel länger Puzzlespiel im Bundestag

Das Computernetzwerk des Bundestags wurde gehackt – offenbar aber schon viel länger als bislang bekannt. Nach dpa-Informationen begann die Attacke vor rund einem halben Jahr. Die Unbekannten sollen den Trojaner in mehreren Teilstücken versandt haben. Der bislang größte Hackerangriff auf den Bundestag dauert nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur deutlich länger als bisher bekannt. Die Unbekannten nahmen demnach die Parlamentscomputer wahrscheinlich schon vor etwa einem halben Jahr ins Visier. Experten gehen davon aus, dass die Hacker den Trojaner in mehreren Angriffswellen Stück für Stück nach Art eines Puzzles auf den betroffenen Computern zusammengesetzt haben. Entdeckt wurde der Angriff erst, als die Schadsoftware Anfang Mai in dem Netzwerk des Parlaments aktiv wurde. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hatte den Bundestag am 12. Mai auf die massive Hacker-Attacke aufmerksam gemacht. Damals habe man bemerkt, dass von Parlamentscomputern aus verdächtige Server angesteuert wurden, hieß es.
Zunächst seien lediglich 15 von mehreren tausend Bundestagsrechnern angegriffen worden. Dabei verschafften die Täter sich aber Administratoren-Zugriffsrechte, mit denen sie bis heute auf das gesamte Computernetz des Bundestages (Parlacom) zugreifen können.

via tagesschau: Hackerangriff dauert offenbar schon viel länger Puzzlespiel im Bundestag

Flüchtlingsheim in Köln – Sicherheitsdienst nach Facebook-Posts gekündigt

Nach fremdenfeindlichen Äußerungen in sozialen Netzwerken muss ein Sicherheitsdienst an einer Flüchtlings-Notunterkunft in Köln seine Arbeit aufgeben. Die Bezirksregierung Köln teilte am Mittwoch mit, dass auf ihre Veranlassung hin dem Sicherheitsunternehmen für die Notunterkunft Boltensternstraße umgehend gekündigt worden sei. Der Inhaber habe sich in sozialen Netzwerken fremdenfeindlich geäußert. Dies sei mit der Willkommenskultur in den Einrichtungen der Bezirksregierung nicht vereinbar. Laut Bezirksregierung ging am Dienstagnachmittag ein Hinweis ein, der umgehend geprüft worden sei. Daraufhin sei mit der Johanniter-Unfall-Hilfe als Betreiber der Notunterkunft vereinbart worden, dass diese dem Sicherheitsdienst sofort kündigt.

via rp online: Flüchtlingsheim in Köln – Sicherheitsdienst nach Facebook-Posts gekündigt

Northeimer Neonazis schließen sich auf Facebook zusammen

Die Neo-Naziszene in Northeim hat sich unter dem Namen „Natives Northeim“ neu formiert. „Mut, Stärke, Ehre und Treue. Alte Werte und Traditionen, auch in der heutigen Zeit verteidigen“, heißt es auf der Facebook-Seite. „Wir haben diese Gemeinschaft gegründet, um alte Werte und Traditionen am Leben zu erhalten. Um in dieser dunklen Zeit ein Lichtblick für aufrichtige Menschen zu sein. Sie zu beschützen und zu ermutigen. Wir kämpfen gemeinsam gegen den fortschreitenden Zerfall unserer Region.“ Über einem Bild eines deutschen Ordensritters steht: „Unsere Stadt braucht wieder ehrenhafte Männer, die den Schmutz aus den Straßen kehren.“ Als neuesten Beitrag auf der Facebookseite, die knapp 130 Personen gefällt, hat Natives Northeim ein Video des NPD-Funktionärs und ehemaligen Northeimers Thorsten Heise gepostet. Die Basisdemokratische Linke Göttingen (BL) vermutet hinter der Seite einen direkten Nachfolger der AG Rhumetal, einer Nachfolgeorganisation der Kameradschaft Northeim, der einst auch Heise angehörte. So seien die personellen Überschneidungen bei Gefällt-Mir-Angaben auf Facebook für beide Seiten „entsprechend zahlreich“, sagte eine BL-Sprecherin.

via göttinger tagblatt: Northeimer Neonazis schließen sich auf Facebook zusammen

Mit Neo-Nazis, die vegan kochen, stimmt einiges nicht

Seit einiger Zeit läuft auf YouTube die „Balaclava Küche“–Neo-Nazis, die vegan kochen. Sie haben viel Spaß, machen Witze und drehen unscharf: Ein bisschen Holocaust-Witz hier und Phrasendreschen über „natürliche Selektion“ dort. (…) Nach Informationen des Antifaschistischen Infoblattes handelt es sich vermutlich bei einem der beiden um den Neo-Nazi Patrick Kruse (AIB 106, 01.2015, S. 25, Online nicht verfügbar).  Patrick Kruse ist Anfang 20 und war Teil der inzwischen verbotenen Nazi-Verbindung Besseres Hannover und Erfinder des Abschie-bären. Es gibt eine ganze Reihe von Verbrechen, die man ihm vorwirft. Gestanden hat er unter anderem den Angriff auf einen Bundestagsabgeordneten der Grünen, Sven-Christian Kindler. Kruse hatte ihn „Vaterlandsverräter“ geschimpft, ihn geschubst, geschlagen und bedroht und ist dann davongelaufen. Verurteilt wurde er zu einem Jahr Bewährung und 100 Sozialstunden. Am Gericht wird er mit dem gleichen Outfit abgelichtet, das auf der Facebook Seite der Balaclava Küche auftaucht und auch auf dem Tumblr Kindstattgross, bei dem allerlei Nazi-Ästhetik zu sehen ist. Schaut man sich beides an, bekommt man einen guten Überblick über die Aktivitäten der Gruppe. Auch für die MBR deutet einiges darauf hin, dass es Kruse sein könnte. Vor Gericht hat man darüber auch schon gesprochen: Eine blinde Kommunistin, die er mit anderen Rechten im Februar 2014 angegriffen hatte, hat ihn vor Gericht an der Stimme wiedererkannt. „Die gleiche Stimme, wie die des Kochs aus der Balaclava Küche“, sagte sie aus. (…) Auch Maria Fank taucht in den Videos auf, was sie auch ganz offen sagen. Fank ist NPD-Aktivistin und Mitglied des Rings Nationaler Frauen (RNF), tritt auf Demos gerne als Rednerin auf und machte sich damit zu einem der prominenten Köpfe der Szene. Während sie einen veganen Käsekuchen aus dem Neuschwabenland backen, entschuldigt sie sich dafür, das Wort „Okay“ benutzt zu haben. Man wolle schließlich keine „amerikanischen Begrifflichkeiten“ benutzen. Sagt es und preist die Cola im Bild. Vermutlich ist Fank bei allen Sendungen dabei, denn man hört sie reden und kichern und sie gibt immer wieder Kochanweisungen. Überall in dieser Koch-Show wimmelt es von Widersprüchen und Schwachsinn, die die Protagonisten nicht zu stören scheinen: Bioprodukte neben Billigware; Autonomie neben Nationalismus; Anti-Anglizismen und Cola, Menschenhass neben Tierschutz.

via vice: Mit Neo-Nazis, die vegan kochen, stimmt einiges nicht

Schwule in den Schlagzeilen

Wie berichten Massenmedien über Homosexualität ? Ein Vergleich zwischen Russland und Deutschland. “Love is Love” auch in russischen Medien? Nur wenige Veröffentlichungen zum Thema Homosexualität tauchen dort in Zeitungen auf. Wenn man in Yandex-News, der meistgenutzten russischen Online-Suchmaschine, „Homosexualität“ oder „Schwule“ eintippt, erhält man kein Suchergebnis. Es entsteht der Eindruck, es gebe dieses Thema in den russischen Massenmedien gar nicht. Das stimmt so aber nicht! Hin und wieder werden Berichte über Homosexualität veröffentlicht – wenn auch in sehr unterschiedlicher Art und Weise. Die größte russische Suchmachine scheint aber so programmiert zu sein, dass diese Beiträge nicht berücksichtigt werden. Für russische Mediennutzer, die nicht gerade das Internet-Portal gay.ru verfolgen, ist das Thema also weitgehend unsichtbar. Wenn man „Homosexualität“ in der deutschen Version von Google-News eintippt, bekommt man diverse Links zu Dutzenden von Artikeln, die während der letzten Wochen in Deutschland veröffentlicht wurden. Darunter die meistgelesenen Medien wie Bild, Handelsblatt, Die Welt, FAZ oder die Berliner Morgenpost. Auch zur Suchanfrage „Homosexualität in Russland“ tauchen zahlreiche Artikel auf. Spielt das Thema Homosexualität in der deutschen Berichterstattung also eine größere Rolle? Nicht unbedingt. Aber in russischen Medien taucht es fast immer im Zusammenhang mit „gayrope“ auf. „Gayrope“ ist eine sprachliche Zusammensetzung aus „gay“ und „Europa“. Der Begriff wird in Russland benutzt, um sich über die europäische Toleranz gegenüber Homosexuellen lustig zu machen. In Talk-Shows wird der Begriff auch als Hauptargument gegen die EU und ihre demokratischen Richtlinien verwendet. Tag für Tag werden folgende Gedanken durchgesetzt: Europa ist eine sterbende Zivilisation; in Europa herrscht Immoralität; die heilige Rus kämpft gegen Barbareuropa; die Perversen wollen Inzest, Zoophilie und Pädophilie legalisieren. „Gayrope“ beinhaltet auch gelegentlich die Behauptung, dass Europa zu 100 Prozent schwul sei.(…) Obwohl die meisten dieser Initiativen absurd und haltlos sind, werden sie von umfassenden Medienkampagnen begleitet. Die Folge: Alt und Jung fallen zum Thema Homosexualität nur Schimpfwörter ein. Im gesellschaftlichen Verständnis werden „Gay“, „Pädophile“ und „Verbrecher“ mehr oder weniger gleichgestellt.

via ejo online: Schwule in den Schlagzeilen

Stopfake.org: “Russische Propaganda setzt auf emotionale Storys”

Ukrainische Plattform versucht mittels Factchecking über die gezielte Streuung von Desinformationen aufzuklären. Mit dem Ukraine-Konflikt ist auch das Zeitalter der Hybridkriege angebrochen. Neben militärischen Mitteln wird auch mit gezielter Desinformation gekämpft. Die ukrainische Factchecking-Plattform stopfake.org hat es sich zur Aufgabe gemacht, falsche und verzerrende Medienberichterstattung aufzudecken. Die sei nicht nur in Russland zu finden, sagt Redakteurin Maria Kovalchuk. Insgesamt 49 Prozent aller Leserinnen und Leser surfen die Website aus Russland an. (…) STANDARD: Welche Instrumente hat stopfake.org, um Factchecking zu betreiben? Kovalchuk: Das sind ganz simple Instrumente. Es beginnt bei der Google-Bildersuche, mit der wir überprüfen, ob ein Foto schon früher verwendet wurde oder von anderen Teilen der Welt ist. Ansonsten wenden wir die grundlegenden journalistischen Recherchemethoden an. STANDARD: Welche Art von Falschinformation wird denn unter die Leute gebracht? Kovalchuk: Die russische Propaganda benützt viele emotionale Storys – mit Frauen und Kindern. Es wurde zum Beispiel erzählt, dass ein Bub in Donezk gekreuzigt wurde. Das ist jetzt schon zu einer Legende im ukrainischen Journalismus geworden. Das ukrainische Militär hätte diesen ukrainischen Jungen gekreuzigt. Zumindest wurde das von einer Frau im Fernsehen behauptet. Sie weinte vor der Kamera. Aber es gibt dafür keinen einzigen Augenzeugen, obwohl diese Frau behauptete, dass viele Leute bei dieser Aktion dabeigewesen wären. Wir haben niemanden gefunden. Russische Journalisten bezahlen Leute, damit sie ihnen gewisse Dinge erzählen oder eine Rolle spielen. Es gab eine Frau, die zunächst die Mutter eines Soldaten im Donbass und dann wiederum eine Aktivistin in Odessa war. Es gab viele ähnliche Videos mit ihr.

via standard: Stopfake.org: “Russische Propaganda setzt auf emotionale Storys”

Trojaner auf Merkel-PC war bekanntes Phishing-Schadprogramm

Bei dem angeblich auf einem Computer im Abgeordnetenbüro der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel im Bundestag aktiven Schadprogramm handelt es sich einem Bericht zufolge nicht um den für den Cyber-Angriff auf das Parlament verantwortlichen Trojaner. Das meldete die Zeitung “Handelsblatt” am Montag unter Berufung auf Sicherheitskreise. Demnach handelt es sich bei dem Trojaner auf Merkels PC um die Schadsoftware Geodo, die bereits seit Monaten kursiert und vor allem auf Online-Bankkunden zielt. Geodo ist nach Angaben von IT-Experten eine typischer Phishing-Trojaner. Er verbreitet sich per Botnet über gefälschte Anschreiben, etwa angebliche Rechnungen von Telekom-Firmen oder falsche Paketbenachrichtigungen. Folgen Nutzer dem darin hinterlegten Link, installiert sich das Programm und sucht nach Zugangsdaten etwa für Online-Konten. Zugleich nutzt er E-Mail-Kontakte auf dem neuen Rechner, um sich noch weiter zu verbreiten. Sowohl die CDU/CSU-Bundestags-Fraktion als auch das den Bundestag beratende Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) äußerten sich auf Nachfrage nicht zu dem Bericht. Auch eine Stellungnahme des Bundestages lag am Montag zunächst nicht vor. Bericht über Mails in Merkels Namen Am Wochenende hatte die Zeitung “Bild am Sonntag” gemeldet, dass von einem Rechner in Merkels Bundestagsbüro ein Trojaner per E-Mail verschickt worden sei und dies als Beleg dafür gewertet, dass die Regierungschefin vom aktuellen Cyber-Angriff auf den Bundestag betroffen ist. Bei Bundestagsabgeordneten sei kürzlich eine Mail mit dem Absender “Angela Merkel” eingegangen. Der Link in der Mail sei infiziert. Der Bundestagsverwaltung warnte die Parlamentarier im Intranet vor den Mails.

via standard: Trojaner auf Merkel-PC war bekanntes Phishing-Schadprogramm

Kharkiv attack on foreign students was no ‘mass brawl’

Ukraine’s Security Service head has claimed Russia was behind a brutal attack on June 11 in Kharkiv which other officials keep referring to, with equally unclear grounds, as a “mass brawl’. With four Jordanian students the most gravely injured and other students telling journalists that the assailants obviously targeted foreign students, a thorough and transparent investigation is needed, not immediate shouts of ‘provocation’. Nine people needed to be hospitalized after around 30 young men in black, most wearing balaclavas, rampaged through an area in Kharkiv where there are several student hostels, mainly accommodating students from other countries. According to the police none of the nine people injured has life-threatening injuries. Radio Svoboda, however, reports that six people – four Jordanian students and two Ukrainian nationals – remain in hospital with two of the Jordanian students in a grave state. The assailants inflicted head and skull injuries and knife wounds. There is no indication of the nationality of the four people now discharged. This information would be helpful in understanding why the police keep asserting that “as a result of the attack Ukrainian nationals were hurt, among them there were also several foreign students” Jordanian Aburub Khusam told Radio Svoboda that the assailants attacked only foreigners, and that one Ukrainian was knifed because he “looked like a foreigner, and had black hair”.  There is also no clarity as to why the term ‘mass brawl’ keeps being used, since it is clear that this was an unprovoked attack by young men of athletic build and using weapons. Those who couldn’t flee in time bore the brunt of the attack. The description ‘athletic build’ during the presidency of Viktor Yanukovych frequently referred to ‘titushki’ or paid thugs widely used in various attacks. (…) Their suggestion was basically reiterated by Valentin Nalyvaichenko, Head of the SBU [Security Service] who asserted on the Shuster Live talk show that although local gangs were involved, the attack was instigated by the Russian security service”. Social networks are not necessarily the most reliable sources of information, but it is worth noting a ‘Voice of the Nation. Ultra-right Radical’ VKontakte entry.  It is dated June 12, 15.55 (and provides a TV report that is totally out of date), but suggests that the attack was carried out by “patriots in Kharkiv”.  Banderivets.org.ua, the website of the far-right organization Tryzub, does not date its primitive hate speech, but claims that “instead of checking out cases of illegal activities by migrants, the people arrested Kharkiv residents. Unfortunately the criminal policy of multiculturalism in Ukraine is only intensifying and they’re preparing a future for us no better than in countries of modern Western Europe.  These criminal plans can only be stopped by revolution which will remove the regime of internal occupation. Ukrainian ways must prevail on Ukrainian soil!”.

via khpg: Kharkiv attack on foreign students was no ‘mass brawl’

Cyber-Angriff: Hacker stehlen offenbar Daten von Militärs und CIA-Agenten

Die Spur führt angeblich nach China – und es geht um einen gigantischen Datensatz. Hacker haben bei einem erneuten Cyberangriff womöglich persönliche Details von US-Beamten abgeschöpft. Darunter sollen auch CIA-Leute sein. Nicht nur das deutsche Parlament muss sich derzeit Gedanken über die Sicherheit seiner Computernetzwerke machen. Auch in den USA gibt es nun einen neuen Fall von Cyberkriminalität. Das Ausmaß ist enorm: Bei der Hackerattacke auf die Personalverwaltung der US-Regierung haben Angreifer einem Zeitungsbericht zufolge möglicherweise hochsensible Daten abgegriffen. Wie die “Washington Post” berichtete, laufen Ermittlungen zu zwei verschiedenen Angriffen auf die Datenbank der Personalverwaltung, die “sehr sensible” Informationen enthalte. Eine mit der Untersuchung vertraute Person sagte, die Ermittler vermuteten auch diesmal eine Verbindung nach China. Die Regierung in Peking wies die Vorwürfe zurück.
Die Nachrichtenagentur Associated Press meldete, die Hacker hätten Zugang zu Informationen erlangt, die von US-Geheimdienst- und Militärangehörigen zur Sicherheitsüberprüfung eingereicht worden seien. Der Regierungsvertreter konnte den Bericht nicht bestätigen. Werden Beamte nun erpressbar? Gespeichert sind dort demnach Informationen über das Privatleben und die Finanzlage von Regierungsmitarbeitern, ihre Familie, Freunde, Nachbarn und Auslandskontakte. Aber auch persönliche Details, wie etwa Drogenkonsum, sollen festgehalten worden sein. Da die Datenbank möglicherweise auch Angaben über CIA-Agenten enthalte, könnten diese von den Hackern enttarnt werden. Zudem, so die Befürchtung in Regierungskreisen, könnte das Datenleck dafür sorgen, dass betroffene Personen erpressbar würden.

via spon: Cyber-Angriff: Hacker stehlen offenbar Daten von Militärs und CIA-Agenten

#Bewährungsstrafen für Betreiber des rechtsextremischen #Thiazi -Forums

Im Prozess gegen Betreiber des rechtsextremen Thiazi-Forums sind die ersten drei Urteile verkündet worden. Das Verfahren gegen den Hauptangeklagten soll noch mindestens bis September dauern. Drei Betreiber der früheren rechtsextremistischen Internetplattform Thiazi-Forum sind am Freitag vom Rostocker Landgericht zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Die Frau und die zwei Männer hatten sich nach Überzeugung der Richter der Bildung einer kriminellen Vereinigung und gemeinschaftlich begangener Volksverhetzung in mehreren Hundert Fällen schuldig gemacht. Die Frau wurde zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt, die beiden Männer zu einem Jahr und acht Monaten sowie zu einem Jahr und drei Monaten auf Bewährung. Der Prozess gegen einen weiteren Mann, den Hauptangeklagten, soll nach Angaben des Landgerichts noch bis mindestens September 2015 dauern. Nach Ansicht des Gerichts war die Angeklagte aus Hessen die Rädelsführerin des Forums. Denn sie habe über Administratorenrechte sowie Daten verfügt, auf die kein anderer Zugriff hatte, hieß es in der Urteilsbegründung. Dadurch wäre sie jederzeit in der Lage gewesen, das Forum komplett zu löschen. “In ihrer Rolle als Programmiererin wäre sie nicht ersetzbar gewesen”, betonte der Richter. Rechtsextremistische Liedtexte Auch die beiden angeklagten Männer aus Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg hätten zu jedem Zeitpunkt Beiträge aus dem Forum löschen können, hieß es. Sie hätten zwar im Vergleich zur Angeklagten eine untergeordnete Position gehabt – aber dennoch aktiv dafür sorgen können, dass Inhalte nicht veröffentlicht werden.

via heise: Bewährungsstrafen für Betreiber des rechtsextremischen Thiazi-Forums

siehe auch: Bewährungsstrafen für Betreiber von rechtem Internet-Forum. Vor dem Landgericht Rostock sind eine Frau und zwei Männer verurteilt worden. Das Verfahren gegen den Hauptangeklagten geht weiter. (…) Die Frau und die zwei Männer hatten sich nach Überzeugung der Richter der Bildung einer kriminellen Vereinigung und gemeinschaftlich begangener Volksverhetzung in mehreren Hundert Fällen schuldig gemacht; Betreiber von Neonazi-Internetseite verurteilt. Drei Nazis erhielten Haftstrafe auf Bewährung. Volksverhetzung, Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und Rädelsführerschaft: Drei Betreiber der ehemals größten Neonazi-Internetplattform »Thiazi« wurden zu Haftstrafen auf Bewährung verurteilt. (…) Die Verurteilten hatten zwischen 2009 und 2012 unter der Internetadresse www. thiazi.net das sogenannte Thiazi-Forum betrieben, das über 30.000 registrierte Nutzer und fast 1,5 Million Beiträge zählte. Das Forum zählte zu den populärsten Internetauftritten der deutschen Naziszene; Thiazi-Forum eine kriminelle Vereinigung: Drei Angeklagte zu Bewährungsstrafen verurteilt. Vor dem Rostocker Landgericht fielen heute die Urteile gegen drei Angeklagte im sogenannten Thiazi-Prozess. Das Forum galt bis zu seiner Abschaltung 2012 als eines der wichtigsten Kommunikationsmittel der Neonazi-Szene. Eine der Hauptfiguren, die Administratorin W., und zwei „Betreuer“ wurden als Rädelsführerin bzw. wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung zu Bewährungsstrafen verurteilt. Der Schuldspruch kam keinesfalls überraschend. In den vorausgegangen 15 Verhandlungstagen vor dem Rostocker Landgericht hatten sich Daniela W., Denny S. und Dominik S. umfassend zu den gegen sie erhobenen Vorwürfe eingelassen und darüber hinaus beteuert, sich von der Szene losgesagt zu haben. Der jüngere der beiden Männer engagiert sich mittlerweile in einem Verein, der sich gegen rassistisches und antisemitisches Gedankengut einsetzt. Der 33-jährige S. beendete seine Tätigkeit im Thiazi-Forum, dem er wie die beiden anderen Angeklagten mehrere Stunden täglich widmete, wenige Monate bevor das BKA die Struktur mit einer großangelegten Razzia zerschlug. Einzig der Hauptangeklagte, der aus Barth in Mecklenburg-Vorpommern stammende Klaus R., schweigt weiterhin beharrlich. Sein Prozess wurde mittlerweile abgetrennt, ein Urteil gegen den mutmaßlichen Kopf des Thiazi-Forums, in dem gut 30.000 Nutzer unterwegs waren, wird für diesen September erwartet. (…) W., Mutter einer siebenjährigen Tochter, wurde als Rädelsführerin einer kriminellen Vereinigung in Tateinheit mit Volksverhetzung zu zwei Jahren Haft, ausgesetzt auf drei Jahre zur Bewährung, verurteilt. Ohne sie als Administratorin wäre R. nicht in der Lage gewesen, das Forum zu betreiben. S. und R. standen in der internen Hierarchie ganz oben, Betreuer und Nutzer nannten sie „die Regierung“. Außerdem waren beide bereits bei einem Vorläufer-Projekt an Bord und zählen nach Auffassung des Gerichts zu den Gründern von Thiazi. Die beiden 29 und 33 Jahre alten Männer erhielten wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung in Tateinheit mit Volksverhetzung Bewährungsstrafen von 20 bzw. 15 Monaten. Bevor sich der jüngere der Beiden von Thiazi lossagte, wirkte er an der Erstellung einer „Werbe-CD“ mit teilweise volksverhetzenden Songs mit, was nun in das Urteil einfloss. Allen drei Angeklagten hielt das Gericht ihre Geständnisse, ihre „aufrichtige Reue“ sowie ihr bisheriges blütenweißen Vorstrafenregister genauso zugute, wie den glaubhaften Bruch mit der Neonazi-Szene. Zu den Bewährungsstrafen kommen 200 (W. und S.) bzw. 150 Stunden gemeinnützige Arbeit. Außerdem müssen die Verurteilten die „enormen Kosten“, so Richter Goebels, des dreijährigen Verfahrens tragen.

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