Pegida: Erneut Angriff auf Journalisten

Fotograf in Dresden attackiert: Wird »immer gefährlicher über rechte Bewegung zu berichten« / Knapp 200 Menschen gehen gegen Pegida auf die Straße Am Rande des Aufmarsches der rechten Pegida-Bewegung in Dresden hat es offenbar erneut eine Attacke auf einen Journalisten gegeben. Wie die Plattform »Straßengezwitscher« meldete, sei der Kollege bei der Berichterstattung rund um das Demonstrationsgeschehen angegriffen worden. »Unbekannte Person besprüht mich aus dem Nichts mit Pfeffer und flüchtet. Beschimpft mich als ›widerliches Stück Scheiße‹«, hatte der angegriffene freie Fotoreporter im Kurznachrichtendienst Twitter den Vorfall geschildert. Es werde »immer gefährlicher über Pegida zu berichten«.

via nd: Pegida: Erneut Angriff auf Journalisten

Sicilian gang beats up Egyptian boys

A still from a video of the attack on three migrants in Sicily. Police have arrested three men aged 18, 23 and 32 in connection with the incident A 16-year-old Egyptian boy was critically ill in hospital last night after he and two other migrants were attacked by three men with baseball bats outside an immigration reception centre in Sicily. The unnamed teenager was in a coma after he was hit in the head by the local men, who lay in ambush following an argument in a street market in the village of San Cono. The three attackers, one carrying a compressed-air pistol, set on the trio, all of whom were injured, while two other Italians waited in cars near by.

via thetimes.co.uk: Sicilian gang beats up Egyptian boys

Studie: Jeder vierte Chemnitzer sympathisiert mit Pegida oder AfD

Politische Entfremdung sowie das kollektive Gefühl der „Wendeverlierer“ sind Ursachen dafür, dass 20 bis 30 Prozent der Chemnitzer Bürger mit Pegida und der AfD sympathisieren. Dies ergab eine Studie der TU Chemnitz, in der Einwohner der Stadt nach ihrer Einstellung zu Pegida, der AfD, dem Islam sowie dem demokratischen System der Bundesrepublik befragt wurden. Eine Forschergruppe des Instituts für Soziologie der TU Chemnitz befragte in ihrer Studie von Januar bis März dieses Jahres insgesamt 208 Personen in einem Telefoninterview, deren Nummern per Zufall ermittelt wurden. Ziel der Untersuchung sei es weniger gewesen, die Motivation der Demonstrationsteilnehmer des Chemnitzer Pegida-Ablegers zu erforschen, sondern vielmehr die „Stimmung der Chemnitzer Bevölkerung – das rechtspopulistische Potenzial“ einzufangen. Fast 20 Prozent der Befragten befürworten Unterscheidung in wertes und unwertes Leben
Die Gespräche ergaben eine zumindest teilweise Sympathie von 20-30 Prozent der Befragten gegenüber Pegida und der AfD. Über 30 Prozent der Teilnehmer stimmten der Aussage zu, „Pegida benennt wichtige Probleme, die von der Politik vertuscht werden.“ Knapp 14 Prozent schreiben der AfD zu, Themen aufzugreifen, die der befragten Person wichtig sind. Dem entgegen steht die Aussage von fast 64 Prozent der Befragten, dass Pegida dem Ruf der gesamten Region schade. „Dieser Hintergrund legt die These eines Potentials von Protestwählern nahe, die sich nicht mit der Partei AfD an sich identifizieren, wohl aber mit deren Themen anderswo nicht vertreten sehen.“

via endstation rechts: Studie: Jeder vierte Chemnitzer sympathisiert mit Pegida oder AfD

Ein Tag „National befreite Zone“

900 Anwohner, 450 feiernde Neonazis. Die Bürger im Thüringischen Kirchheim mussten am vergangenen Wochenende mit ansehen, wie hunderte Rechtsextreme aus ganz Deutschland ihren Ort für einen Tag zur „National befreiten Zone“ machten. Zu einem Rechtsrockkonzert reisten Neonazis aus ganz Deutschland an. Zivilgesellschaft und Politik kritisieren jetzt Polizei und Verwaltung, die das Openair bis zuletzt geheim hielten. Es war in Thüringen bereits das fünfte rechtextreme Openair in diesem Jahr. Durch die Polizei gut geschützt vor den wenigen Gegendemonstranten, feierten die Rechtsextremen zu Bands wie Tätervolk, Frontfeuer und Lunikoff Verschwörung. Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in Thüringen (Mobit) berichtet, dass sich die Zahl rechtsextremer Konzerte von 2014 auf 2015 fast verdoppelt habe. Waren es 2014 noch 27 Konzerte, konnten im Jahr darauf 47 neonazistische Events stattfinden. 2016 wird diese Zahl möglicherweise noch übertroffen. In kaum einem anderen Bundesland fühlt sich die Rechtsrockszene so sicher. Eine Einschränkung oder Verhinderung der Veranstaltungen durch die Polizei findet kaum noch statt. „Die Praxis Thüringer Behörden, solche großen und für die neonazistische Szene bedeutenden Events zu verschweigen, konterkariert die Bemühungen um eine demokratische und zum Widerspruch fähige Gesellschaft“, sagt Sandro Witt, Vorsitzender von Mobit. (…) Die Behörden hatten offenbar nicht einmal eine Beschränkung der Lautstärke eingefordert. Wie die Thüringer Allgemeine berichtet, war die Veranstaltung als politische Demonstration angemeldet worden, obwohl die Organisatoren von den Teilnehmern 25 Euro Eintritt verlangten. Das Konzert wurde seit Wochen in der Szene beworben, jedoch ohne den genauen Veranstaltungsort zu nennen.

via störungsmelder: Ein Tag „National befreite Zone“

siehe auch: „Rock gegen Überfremdung“: Saalfelder Messerstecher organisiert Openair-Konzert mit kriminellen Neonazis. Ein weiteres Freiluftkonzert der Neonazi-Szene wird zur Zeit für den 20. August 2016 in Thüringen vorbereitet. Neben einem parteiübergreifenden Rednerprogramm werden fünf Bands angekündigt. Einer der Veranstalter ist ein Messerstecher, welcher der neugegründeten „Anti-Antifa Ostthüringen“ zugehörig ist, Redner kommen aus einer verbotenen militanten Nazi-Gruppe und einem Netzwerk von Holocaust-Leugnern, als Headliner soll ein Sänger auftreten dessen vorherige Band gerichtlich zur kriminellen Vereinigung erklärt wurde, Verbindungen gibt es auch zum Ballstädt-Verfahren. „Rock gegen Überfremdung – Openair“ lautet der Titel des geplanten Konzerts. Die Flyer dazu weisen Ähnlichkeiten zur Veranstaltungsreihe „Rock am Kreuz“ auf, mit der seit 2014 durch mehrere Konzerte in der Erlebnisscheune in Kirchheim Gelder für die Ballstädter Neonazi-Schläger gesammelt wurden, die sich derzeit vor dem Landgericht Erfurt verantworten müssen. Die Schweizer Band „Treueorden“ wurde dazu immer wieder eingeladen und spielte auch mehrfach mit der Band „SKD“ des Hauptangeklagten Thomas Fotos der Schweizer Band „Treueorden“ vom Versand „Ansgar Aryan”, bei dem Gitarristen mit gelben „Hatecrew”-Aufdruck handelt es sich um einen Schläger aus dem Ballstädt-Verfahren Fotos der Schweizer Band „Treueorden“ vom Versand „Ansgar Aryan“, bei dem Gitarristen mit gelben  „Hatecrew“-Aufdruck handelt es sich um einen Schläger aus dem Ballstädt-Verfahren
Wagner im Ballstädtverfahren, so auch in der alten Immobilie der „Kameradschaft Jonastal“ in Crawinkel. Am 9. September 2015 hatte der Neonazi Versand „Ansgar Aryan“, für den der Ballstädt-Angeklagte Marcus Russwurm arbeitet, verpixelte Bilder eines Konzertes veröffentlicht,  Titel „Gut gekleidet ist halb gewonnen: TREUEORDEN – Live on Stage. Die Band weiß eben, wo’s langgeht“. Zu sehen war die Schweizer Band in Klamotten aus der „Hatecrew“ Kollektion des aus Oberhof stammenden Versandes.

Bocholt – Volksverhetzung am Aasee

Am Samstag kam es gegen 18.00 Uhr nach einem Streit und einer Körperverletzung zwischen Jugendlichen arabischer und deutsch-russischer Herkunft am Aasee zu einem Polizeieinsatz. Während die Polizeibeamten den Sachverhalt für das Strafverfahren aufnahmen, rief ein 22-jähriger Mann aus Hamminkeln, der mit dem Streit nichts zu tun hatte, lautstark und für viele Passanten hörbar, eine fremdenfeindliche Parole. Die Polizeibeamten stellten die Personalien des 22-jährigen Deutschen fest und leiteten ein Strafverfahren wegen Volksverhetzung ein

via presseportal: Bocholt – Volksverhetzung am Aasee

Nazi-Schmierereien in Burg

Die Polizei sucht Hinweise und Zeugen zu einer Reihe von politisch motivierten Schmierereien, die bislang Unbekannte in der Nacht zum Sonntag an mehreren Tatorten im Stadtgebiet hinterlassen. Der Staatsschutz ermittelt. So wurde an einem orientalischen Lebensmittelladen in der Brüderstraße ein etwa 30×30 cm großes Hakenkreuze mit schwarzer Farbe an den Schaufensterscheiben aufgebracht. Das gleiche Symbol wure auf die Heckscheibe eines VW in der Straße In der Alten Kaserne aufgebracht. Zudem wurde ein Verlagsgebäude in der Magdeburger Straße mit dem Schriftzug „Lügenpresse“ und „FCM“ beschmiert.

via volksstimme: Nazi-Schmierereien in Burg

Brome in Niedersachsen – Heimbetreiber zeigt Flüchtlingen IS-Propagandavideo

“Er betrachtete uns als Insekten”: Nach Beschwerden von Flüchtlingen hat der Kreis Gifhorn einem Heimbetreiber gekündigt. Dieser hatte einen Sanktionskatalog für seine Schützlinge aufgestellt. Flüchtlinge sollen in einer Unterkunft im niedersächsischen Brome mit einem Sanktionskatalog willkürlich bestraft worden sein. Zudem wird dem Betreiber vorgeworfen, ein IS-Propagandavideo gezeigt zu haben. Der Landkreis Gifthorn hat die Zusammenarbeit mit der zuständigen Sicherheitsfirma Protector Security nach dem Erhärten der Vorwürfe zum 31. August gekündigt. Das gab die Kreisrätin Evelin Wißmann nach einem Gespräch mit dem Unternehmen bekannt. (…) Die Bewohner des Heims in Brome hatten von einem rauen Umgangston berichtet sowie dass sie sich bedroht fühlten. Der Betreiber sei laut und aggressiv in seiner Art, so einer der Bewohner im Interview, er habe Angst. Ein anderer sagte: “Ich glaube, er betrachtet uns als Insekten. Am liebsten würde er uns zertreten. Er sieht sich als etwas Besonderes, etwas Großes.” Zudem war die Rede von Strafzahlungen, die bei Verstößen gegen teils willkürlich festgelegte Regeln fällig gewesen wären. Außerdem sei ein Propagandavideo der IS-Terrormiliz gezeigt worden, in dem einem Jungen der Kopf abgeschlagen wird. Über die Anschuldigungen hatte der Sender am Sonntag berichtet. Flüchtlingsrat erhebt Vorwürfe gegen den Kreis Der Betreiber erklärte sich zu einen Teil der Vorwürfe in einer E-Mail an den Sender. “Ich habe das Video aus dem Anlass heraus gezeigt, weil in einer Diskussion mal wieder Thema war, zu Hause sei alles besser. Ich wollte damit mal veranschaulichen, was da so zu Hause los ist und dass das doch wohl der Grund sei, warum sie hier sind.” Er würde immer wieder “die gleiche Leier von den Schutzbefohlenen zu hören bekommen”.

via n24: Brome in Niedersachsen Heimbetreiber zeigt Flüchtlingen IS-Propagandavideo