Category Archives: Gewalt

Landrat wirft NPD-Mitglieder raus

Der NPD-Kreistagsabgeordnete Daniel Lachmann und sein Parteifreund Stefan Jagsch haben am Freitag eine Flüchtlingskonferenz von Politikern, Behördenvertretern, Kirchen und Wohlfahrtsorganisationen gestört. Sie tauchten beim internen Treffen im Friedberger Kreishaus – Presse und Öffentlichkeit waren nicht eingeladen – in T-Shirts mit fremdenfeindlichen Parolen auf, berichtete Kreissprecher Michael Elsass. Während der Eröffnungsrede von Landrat Joachim Arnold (SPD) zogen Jagsch und Lachmann ihre Jacken aus und saßen dann mit T-Shirts im Publikum, auf denen „Asylbetrüger – nein danke“ stand. Daraufhin beschwerte sich der Niddataler Bürgermeister Bernhard Hertel, und Landrat Arnold forderte sie auf, den Saal zu verlassen. Als sie nicht gleich gingen, näherten sich ihnen einige im Saal sitzende Polizisten. Erst nach einem lauten „Raus!“ von Arnold hätten sich die NPD-Leute entfernt, so Elsaß.

via kreis-anzeiger: Landrat wirft NPD-Mitglieder raus

anm dokmz: Dick&Doof von der Hessen-NPD waren übrigens auch beim tätlichen Angiff von Udo Ulfkotte auf ein JuSo-Mitglied dabei:

“Die Aggression seitens der Veranstaltenden gipfelte darin, dass der Referent Udo Ulfkotte seinen Vortrag unterbrach, um auf einen 15-Jährigen loszustürmen und ihn unter dem Schutz der ebenfalls anwesenden Neonazis Stefan Jagsch und Daniel Lachmann (beide Landesvorstand der NPD Hessen, siehe Fotos im Anhang) zunächst an die Wand zu drücken und schließlich zu Boden zu reißen”

Lachmann, Ulfkotte, Jagsch (v.l.n.r.) – Aufnahme vom 27.03.2015 – Tätlicher Übergriff Ulfkotte bei AfD-Veranstaltung “unter dem Schutz der ebenfalls anwesenden Neonazis Stefan Jagsch und Daniel Lachmann (beide Landesvorstand der NPD Hessen”

“Wir machen euch alle kalt!” – Neonazi-Gewalt in Bautzen

Schon vor einem Jahr demonstrierten Linke in Bautzen unter dem Motto “Veto! Gegen jeden Rassismus” anlässlich erster flüchtlingsfeindlicher Proteste in der Kleinstadt, die bis heute anhalten. In den letzten Wochen nimmt die Militanz der rechtsextremen Proteste jedoch zu. Mitte März demonstrierten in Bautzen erneut 300 Neonazis gegen die Einrichtung von Flüchtlingsunterkünften. Vor, während und nach der Demonstration kam es zu Angriffen durch Neonazis auf GegendemonstrantInnen. Außerdem berichteten in den vergangenen Wochen KommunalpolitikerInnen mehrfach von Bedrohungen und tätlichen Angriffen auf sie. In der bundesweiten Presse findet sich darüber: nichts. Dabei spitzt sich die Lage in der sächsischen Kleinstadt immer weiter zu. In der sächsischen Kleinstadt Bautzen veranstaltete die Partei Die Rechte Mitte März eine Demonstration unter dem Motto “Volk steh´ auf”, etwa 300 Neonazis schlossen sich dieser an. Im Vorfeld fand eine  Gegendemonstration unter dem Motto “Bautzen geht bunt” statt, bei der sich 250 Menschen gegen die rechte Hetze wendeten. Kleine Gruppen von Neonazis begleiteten schon am Nachmittag das Geschehen und skandierten Parolen wie “Frei, sozial und national”. Während und nach der Gegendemonstration kam es zu wiederholten Angriffen durch Neonazis auf GegendemonstrantInnen, die die Polizei nicht verhinderte, obwohl sie mit 300 BeamtInnen vor Ort war und die Lage am Abend als “grundsätzlich friedlich” eingeschätzt hatte. Auf Nachfrage erklärte auch das das für den polizeilichen Staatsschutz zuständige Operative Abwehrzentrum (OAZ), das derzeit keine Erkenntnisse oder Ermittlungen zu den Fällen vorliegen. Dass die Polizei einem eklatanten Fehlurteil unterliegt, zeigen die Berichte des Bündnisses “Bautzen stellt sich quer” und einzelner Betroffener, mit denen Netz-gegen-Nazis.de Kontakt aufnehmen konnte. Inzwischen ist auch die Opferberatung der Regionalen Arbeitsstellen RAA eingeschaltet wurden, um Betroffene zu betreuen. “Bautzen stellt sich quer” und andere AugenzeugInnen sprachen unabhängig voneinander von zwei Überfällen, die von kleinen Nazigruppen ausgeführt wurden und dabei im Vorfeld organisiert scheinen. Mehrere Personen wurden dabei leicht verletzt.

via ngn: “Wir machen euch alle kalt!” – Neonazi-Gewalt in Bautzen

Bericht des Europarats zu Maidan-Opfern – Regierung behindert Aufklärung

Die ukrainische Regierung – die neue wie die alte – behindert laut einer Arbeitsgruppe des Europarats die Ermittlungen zu den Todesschüssen auf dem Maidan. Es gebe eine “unkooperative Haltung” vor allem, was die Rolle der Berkut-Einheiten angehe.
Der Europarat hat scharfe Kritik an den Ermittlungen der ukrainischen Justiz zu den gewaltsamen Zusammenstößen auf dem Maidan-Platz in Kiew und in anderen Städten der Ukraine geübt. Vor dem Sturz des ehemaligen Präsidenten Viktor Janukowitsch am 22. Februar 2014 habe es “keinen wirklichen Versuch” gegeben, die Vorfälle auf dem Kiewer Maidan mit etwa hundert Todesopfern aufzuklären, heißt es in einem Bericht, den drei vom Europarat beauftragte Experten in der ukrainischen Hauptstadt vorlegten. Aber auch die Ermittlungen unter der neuen Regierung seien lückenhaft und hätten bis heute “keinen wirklichen Fortschritt” gebracht, urteilten die Experten. (…) Der Bericht zeige, dass die Ermittlungen in vielen Punkten gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstießen, erklärte der Generalsekretär des Europarats, Thorbjörn Jagland. Der Norweger forderte die Regierung in Kiew auf, die Untersuchungen auf der Grundlage der Empfehlungen des Experten-Komitees voranzutreiben und Reformen einzuleiten.

via tagesschau: Bericht des Europarats zu Maidan-Opfern Regierung behindert Aufklärung

„Alle“ und niemand töteten Kirchweger

Mit dem österreichischen Gedächtnis ist das so eine Sache. Wenn etwas weit genug weg ist, beginnt das Gedenken – von 1914 über 1934, 1938 und 1945 bis 1955. Wenn die Erinnerung aber nur bis 1965 reichen müsste und so die Zweite Republik selbst betrifft, tun sich plötzlich beträchtliche Gedächtnislücken auf. Wie beim Fall Borodajkewycz, dessen Eskalation sich nun zum 50. Mal jährt. Zur Erinnerung: Noch im März 1965 musste man mit Prügeln rechnen, wenn man gegen NS-verherrlichende Vorlesungen des Wiener Uniprofessors Taras Borodajkewycz protestieren wollte. Prügel von rechten Studenten, die auch zu Stahlruten griffen und Tränengas einsetzten. Prügel, an denen der 67-jährige ehemalige KZ-Gefangene Ernst Kirchweger am 2. April verstarb. Selbst danach waren nennenswerte Konsequenzen aber rar. Dafür sorgten Politik und Justiz mit dem stillschweigenden Einverständnis der Bevölkerung.(…) Die zur besten Sendezeit ausgestrahlte Livesendung wurde zur Initialzündung: Borodajkewycz reagierte mit besagter Pressekonferenz, am folgenden Tag gab es erste Demonstrationen.
Die seither immer wieder nacherzählte Version der weiteren Geschehnisse: Rechte Studenten attackieren die Demonstranten bei ihren Kundgebungen, einer von ihnen den 67-jährigen ehemaligen KZ-Gefangenen Ernst Kirchweger am 31. März so schwer, dass dieser zwei Tage später seinen Verletzungen im Spital erliegt. Die Trauerkundgebung sechs Tage später mit 25.000 Teilnehmern wird zum eindrucksvollen Zeichen gegen Nazismus und Antisemitismus.

via orf.at: „Alle“ und niemand töteten Kirchweger

Ungereimtheiten im NSU-Prozess – Es ist was faul im Staate D

Mehrere Zeugen sterben während der Ermittlungen zum Terror-Netzwerk an scheinbar alltäglichen Unfällen. Sind ihre Tode nur Zufälle? Die 20-jährige Melissa M. ist vier Wochen nach ihrer Aussage im NSU-Untersuchungsausschuss von Baden-Württemberg plötzlich gestorben. Laut einem Obduktionsbericht erlag sie einer Lungenembolie. Sie ist nicht die erste Zeugin, die im Laufe der Ermittlungen tot aufgefunden wurde. Und dies sind nicht die einzigen Ungereimtheiten, die sich im NSU-Prozess ergeben: Ein Kollege des NSU-Opfers Michèle Kiesewetter hatte Beziehungen zum Ku-Klux-Klan, ein Verfassungsschützer befand sich während einer der NSU-Morde am Tatort. Die „Zufälle“ reißen nicht ab.

via taz: Ungereimtheiten im NSU-Prozess – Es ist was faul im Staate D

Ist dieses Logo rassistisch?

Über das Wort “Negerlein” in Kinderbüchern hat Deutschland schon debattiert. Und der Mohrenkopf heißt längst Schokokuss. Nun steht das Logo der Dachdeckerfirma Neger im Fokus neuer Diskussionen. Ist das Logo der Dachdeckerfirma rassistisch? Es zeigt einen glatzköpfigen Mann mit dicken Lippen, großen Ohrringen und einem Hammer in der Hand. Er heißt Neger, Thomas Neger, und dafür kann er nichts. Soweit sind sich alle Beteiligten noch einig. Deutlich auseinander gehen die Meinungen beim Logo der Firma, deren Chef Thomas Neger ist. Denn die “Thomas Neger Metallsystem und -bedachungen GmbH” in Mainz wirbt mit einem dunklen Männchen mit dicken Lippen und Handteller großen Ringen in den Ohren. Dagegen formiert sich Widerstand im gelegentlich als betulich beschriebenen Mainz in Rheinland-Pfalz. (…) Thomas Neger sagt, die Diskussion habe das Maß verloren. Er spricht von Anfeindungen im Netz. In der Stadt haben Unbekannte auch schon Aufkleber verteilt, auf denen er und der Schriftzug “Rassismus ein Gesicht geben” zu sehen war. “Ich wünsche mir, dass die Diskussion wieder in der Sachlichkeit geführt wird, die ihr gebührt”, sagt Neger. Mehr mag er dazu auch gar nicht mehr sagen. Nur so viel: “Das Logo gibt es seit Jahrzehnten. Unserer Auffassung nach ist es nicht rassistisch!” Kein Ende in Sicht Tahir Della von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland entgegnet: “Er sagt, dass es nicht rassistisch sei. Es ist zweifelhaft, ob er das aus seiner Perspektive einschätzen kann. Als Mensch, der höchstwahrscheinlich nicht über Rassismuserfahrung verfügt, fehlt ihm hier schlichtweg die Kompetenz.”

via stern: Ist dieses Logo rassistisch?

Screenshot Thomas Neger GmbH (https://archive.today/rMPrt)

siehe auch: bisherige Artikel zu Thomas Neger und dem rassistischen Firmenlogo; Das Logo der Firma Neger sorgt für hitzigen Streit. In Mainz schwelt seit Jahren ein Streit über das Firmenlogo von Dachdecker Thomas Neger. Kritiker finden es rassistisch. Der Unternehmer sagt: “Totaler Quatsch.” Jetzt eskaliert der Konflikt. (…) Beständigkeit und Tradition sind eben ganz das Ding von Thomas Neger. Und deshalb will er auch nicht auf sein mehr als 70 Jahre altes Firmenlogo verzichten. Entworfen hat es sein Opa Ernst Neger, der Schöpfer von “Humba Täterä” und anderen Stimmungshits.Das Emblem zeigt in Anlehnung an den Familiennamen einen hammerschwingenden Schwarzen mit dicken Lippen, mächtigen Creolen in einem … Bastrock? Hier fängt der Streit schon an. Neger sagt: “Das ist kein Bastrock, es ist ein Dach. Das Logo ist ironisch gemeint.” Kritiker sehen darin stilisierten Rassismus. Seit Jahren schwelt der Konflikt in der Stadt. Er eskalierte, als der Fachschaftsrat Ethnologie und Afrikastudien der Uni Mainz im Februar seine Haltung kundtat: Problematisch sei, “dass der Nachname des Unternehmensgründers in Verbindung mit dem kolonialistisch geprägten Image afrikanischer Menschen auftaucht”. Eine “Weg-Seh-Kultur” ignoriere diese “bewusst angestrebte Assoziation, ob nun rassistisch gemeint oder nicht”; #wegmitdemlogo. Die Mainzer Firma Thomas Neger GmbH wirbt mit einer stilisierten Karikatur eines Schwarzen abgebildet ist. Seit Jahren verschließt sich der Inhaber der Firma der Kritik an dem rassistischen Werbelogo. Doch der Druck steigt. Unter dem Hashtag #wegmitdemlogo positionieren sich Betroffene gegen das Logo. Da unsere facebook-Seite vergangenen Dienstag für ein paar Stunden gesperrt wurde, haben wir unsere Inhalte auch auf diesen Blog verlagert. Dienstag, 24. März 2015 Unsere Antwort auf Thomas Negers Stellungnahme vom 24.03.2015 Hallo Herr Neger, Sie haben heute einen emotionalen Text auf Ihrer Facebook-Seite veröffentlicht, in dem alle, die Kritik an dem Logo äußern, beschimpft werden (https://www.facebook.com/ThomasNegerGmbh/posts/777227119022118?fref=nf). Das ist schade, Sie bezeichnen darin uns und all die Leute, die der Meinung sind, dass spätestens im Jahre 2015 so ein rassistisches Logo nicht sein muss (in den 50er Jahren war es auch schon rassistisch) als dumme “Spinner”, die “die Menschen” “bevormunden” wollen.(…) Sie brauchen sich auch nicht auf “Tradition” herausreden, denn in diesem Land war es vor 80 Jahren auch “Tradition”, Juden umzubringen. Homosexualität war in Deutschland einmal illegal, es ist dennoch menschenverachtend, Homosexuelle, Transsexuelle oder andere von der “Norm” abweichende Menschen abzuwerten, auszugrenzen oder in den Selbstmord zu treiben; Stellungnahme des Fachschaftsrats Ethnologie &Afrikastudien, Mainz zur neu aufgebrannten Debatte um das Logo der Firma Neger: Als wir im letzten Jahr unsere Pressemitteilung veröffentlichten, haben wir nicht mit einer derart starken Gegenreaktion gerechnet. In unseren Augen zog die Presse größtenteils unser Anliegen ins Lächerliche und gab es verzerrt oder zumindest verkürzt wider. Dementsprechend reagierten viele der Leser mit Unverständnis und Ablehnung. Es erreichten uns zahlreiche E-Mails und Briefe, die unsere Kritik als Angriff auf die Person Thomas Neger und als Versuch der Rufschädigung werteten. Es lag uns jedoch fern, Herrn Neger persönlich zu belangen, unser Ziel war es lediglich über den rassistischen Hintergrund des Logos aufzuklären. Wir als Fachschaftsrat der Ethnologie hatten das Bedürfnis uns in die Debatte einzubringen, da wir uns in unserem Studium intensiv mit den Hintergründen für die Entstehung von Rassismen beschäftigen. Die Auseinandersetzung der Ethnologie mit der Kolonialgeschichte ist eine wichtige Basis zur Aufarbeitung des rassistischen Gedankenguts in unserer Gesellschaft. Wir vom Fachschaftsrat Ethnologie & Afrikastudien solidarisieren uns mit der Photoaktion unter dem Hashtag #wegmitdemLogo. Diese macht es Schwarzen möglich, ihre Kritik des Logos in die Öffentlichkeit zu tragen. In der allgemeinen Debatte zu dem Thema wurde bis dato wenig Raum für die Meinung Schwarzer Menschen in Deutschland geboten. Die Initiative Schwarzer in Deutschland e.V. hat sich wiederholt öffentlich gegen das Logo ausgesprochen, dies hat nicht genug Beachtung gefunden.

siehe dazu auch (2014): Ethnologen: Neger-Logo ist rassistisch. Neger-Logo und kein Ende: In die Diskussion um die Werbe-Ikone des Dachdeckerunternehmes Ernst Neger hat sich jetzt auch die Fachschaft Ethnologie und Afrikastudien der Universität eingeschaltet, die in der Verbindung der Reklamefigur mit dem Firmennamen durchaus eine Ausprägung von Alltags-Rassismus sieht. Problematisch sei, dass der Nachname des Unternehmensgründers in Verbindung mit dem kolonialistisch geprägten Image afrikanischer Menschen auftauche, erklärt der Fachschaftsrat. Es gehöre schon eine gewisse Ignoranz, eine „Weg-Seh-Kultur“ dazu, diese bewusst angestrebte Assoziation abzustreiten

Momentaufnahme Mainz - Aufkleber im öffentlichen Raum

Momentaufnahme Mainz – Aufkleber im öffentlichen Raum

Flüchtlings-Kunstprojekt “Das Haus der 28 Türen” niedergebrannt

Nur noch das Gerippe ist geblieben von der Kunstinstallation “Das Haus der 28 Türen” auf dem Oranienplatz – einem Werk zum Schicksal von Flüchtlingen. In der Nacht ist die Konstruktion vollständig abgebrannt. Verletzt wurde niemand. Die Polizei geht davon aus, dass das Feuer mutwillig gelegt worden ist. Die Kunstinstallation “Das Haus der 28 Türen”, die sich mit dem Schicksal von Flüchtlingen beschäftigt, ist in der Nacht bis auf die Trägerkonstruktion niedergebrannt. Bei dem Feuer wurde nach ersten Erkenntnissen niemand verletzt. Die Berliner Polizei geht am Morgen danach von Brandstiftung aus und ermittelt. Erinnerung an Flüchtlingsschicksale Das “Haus der 28 Türen” diente als selbstsprechendes Mahnmal und als Veranstaltungsort.

via rbb: Flüchtlings-Kunstprojekt “Das Haus der 28 Türen” niedergebrannt

siehe auch: Flüchtlings-Kunstprojekt niedergebrannt. Offenbar Brandstiftung in Kreuzberg: »Das Haus der 28 Türen« auf dem oranienplatz komplett zerstört Nach einer Brandstiftung am Kunstprojekt »Das Haus der 28 Türen« in Berlin-Kreuzberg ist vorübergehend ein mutmaßlicher Täter festgenommen worden. Der 25-Jährige wurde aber wieder freigelassen, weil sich der Tatvorwurf nicht bestätigte, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Die Kunstinstallation ist in der Nacht zum Dienstag niedergebrannt.

Dritte NSU-Zeugin tot

Exfreundin des angeblichen Selbstmörders Heilig stirbt nach Aussage in Untersuchungsausschuss. Todesursache soll Lungenembolie sein. Weitere Untersuchungen angeordnet.Melisa Marijanovic ist bereits die dritte Person, die nach Aussagen oder kurz vor geplanten Vernehmungen zum NSU-Komplex ihr Leben verloren hat. Am Samstag abend wurde die 20-jährige Zeugin aus dem Stuttgarter Untersuchungsausschuss zum Nationalsozialistischen Untergrund tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Nach Polizeiangaben war sie von ihrem Lebensgefährten mit Krampfanfällen angetroffen worden. Die herbeigerufenen Ärzte konnten ihr Leben nicht retten. Einem vorläufigen Obduktionsbericht zufolge sei sie an einer Lungenembolie gestorben, die auf ein Hämatom im Knie zurückgehe, das zu einer Thrombose geführt habe. Der Untersuchungsausschuss »Rechtsterrorismus/NSU BW« hatte die Zeugin am 13. März gehört, weil sie die Exfreundin von Florian Heilig war, dessen Feuertod im Herbst 2013 jetzt neu untersucht werden soll. Weil sich Melisa Marijanovic bedroht fühlte, was auch der Polizei bekannt war, hatte sie der Ausschuss in nichtöffentlicher Sitzung vernommen. Für das neue Todesermittlungsverfahren im Fall Heilig spielte sie eine wesentliche Rolle: Ihretwegen, so die bisherige Version, soll sich Florian Heilig selbst getötet haben. Laut Ermittlungsakten hatten Polizeibeamte Melisa Marijanovic aufgesucht, sie aber nicht angetroffen. Ohne sie jemals befragt zu haben, blieb man bei dem Motiv »Liebeskummer«. Offenbar wollte man ihre Aussagen gar nicht hören. Im April 2014 war das Verfahren eingestellt worden.

via jw: Dritte NSU-Zeugin tot

Rechtsextreme verüben die meisten politischen Straftaten in Thüringen

Innenminister Poppenhäger sieht keine Anzeichen für verstärkte Kriminalität im Umfeld von Asylbewerberheimen. ie Anzahl politisch motivierter Straftaten ist in Thüringen im Vorjahr deutlich um 14,1 Prozent gestiegen. Als Grund dafür sieht Werner Jakstat, Präsident des Landeskriminalamtes (LKA), die erfolgten Wahlkämpfe. Bereits 2009, also im Zeitraum der vorletzten Landtagswahl, sei ein ähnliches Phänomen zu beobachten gewesen, betonte er gestern beim Vorstellen der Kriminalstatistik für das Vorjahr. Das Gros der politischen Straftaten wurde mit rechtsextremem Hintergrund begangen. Das waren mehr als dreimal so viele Delikte aus diesem Bereich als Straftaten von Linksextremisten. Nur in zwölf Fällen waren Straftaten von Ausländern politisch motiviert. Allerdings ermittelt die Polizei dabei einmal auch wegen Terrorismusverdachts. Details wollte Jakstat wegen der andauernden Ermittlungen nicht preisgeben. Als “besorgniserregend” bezeichnete der CDU-Politiker Wolfgang Fiedler den Anstieg linksmotivierter Kriminalität”. Die Anzahl dieser Straftaten hatte sich im Vorjahr deutlich erhöht, bleibt aber immer noch weit unter der Zahl rechtsextremer Delikte. Neonazis begingen in Thüringen fast doppelt so viele Gewalttaten, wie Täter aus dem linken Lager.

via ta: Rechtsextreme verüben die meisten politischen Straftaten in Thüringen

Pegida-Anhänger_innen bewerfen Gegendemo mit toten Küken

Manchmal drückt sich Menschenverachtung auch durch Tierverachtung aus. Am vergangenen Montag hatte “Dresden für alle” als Gegenaktion zu den allmontäglichen Pegida-Demonstration zu einer “Angsthasen-Prozession” aufgerufen. Die Antwort von Pegida-Teilnehmern: Sie bewarfen die Gegendemo mit Bruteiern. Das heißt, mit Eiern, die bereits Küken enthielten, die hinterher tot auf dem Pflaster lagen. (…) Da nützen alle Verniedlichunsformen wenig: Das Posting klingt nicht nur homophob, sondern auch wie ein Aufruf, die Gegendemonstrant_innen auch körperlich anzugehen. Und es gab unter den Pegida-Teilnehmer_innen auch solche, die das offenbar so verstanden haben, berichtet “Dresden für alle” auf ihrer Facebook-Seite:  “Am Rande des Postplatzes standen sich der Pegida-Zug und Gegendemonstrant*innen dicht gegenüber und waren nur durch eine Kette von Polizist*innen und Polizeifahrzeugen getrennt. In der Folge kam es am Postplatz zu massiven Attacken von Pegida-Anhänger*innen auf Gegendemonstrant*innen. Geworfen wurden nach übereinstimmenden Augenzeugenberichten Eier, Karotten, Flaschen (vereinzelt) und Bruteier. Nach übereinstimmenden Augenzeugenberichten wurde dabei eine Vielzahl von Personen in unterschiedlichem Grad verletzt. Zu einer weiteren Attacke kam es durch ca. zehn Nazis/Pegidaanhänger*innen am Neumarkt auf das Ende der Angsthasenprozession. Dabei wurden erneut Bruteier geworfen. Auch einer der Moderator*innen dieser Facebook-Seite wurde dabei getroffen. Besonders widerlich finden wir, dass Bruteier geworfen worden. Menschen, die so etwas tun, fehlt unserer Meinung nach jegliche Empathie. Hier zeigt sich, das Pegida-Anhänger*innen nicht nur billigend in Kauf nehmen, dass Menschen aus dem Pegida Protestzug heraus verletzt werden, sondern das ihnen scheinbar jegliches Einfühlungsvermögen oder jegliche (Mit)-Menschlichkeit verloren gegangen ist.” Belegt werden die Aussagen von expliziten Bildern, auf denen man die toten Küken auf dem Platz liegen sehen kann. Wehrlose Baby-Küken auf Gegendemonstrant_innen zu werfen und sie dabei sterben zu lassen spricht von einer Verrohung und Verachtung allen Lebens, die mit Bösartigkeit gepaart wird, wenn man die Intention dazunimmt, dass man dies absichtlich tut, um weniger verrohte Menschen, die für Demokratie und Gleichwertigkeit demonstrieren, besonders zu schockieren. Die rechtsextreme Ideologie befürwortet Gewalt gegen alle, die man als feindlich ansieht, und rechtsfertigt jedes Mittel. Dies zeigt sich an den Würfen toter Küken ebenso wie am Quälen behinderter Kinder, wie es ein Gerichturteil aus dem sächsischen Freiberg diese Woche offenbarte (siehe Artikel in der “Freien Presse”.

via ngn: Pegida-Anhänger_innen bewerfen Gegendemo mit toten Küken

Wurde NSU-Zeugin womöglich vergiftet?

Der plötzliche Tod der 20-jährigen Zeugin im NSU-Prozess wirft Fragen auf. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe schließt auch eine Vergiftung nicht mehr aus. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe hat nach dem vorläufigen Obduktionsergebnis weitere Analysen der Leiche einer Zeugin im Stuttgarter NSU-Untersuchungsausschuss angeordnet. Zwar hatten die Behörden am Montag mitgeteilt, die Frau sei an einer Lungenembolie gestorben. Dennoch wird nun noch untersucht, ob die Frau womöglich vergiftet wurde.

via StZ: Wurde NSU-Zeugin womöglich vergiftet?

sieeh auch: Zeugin starb an Lungenembolie. Eine 20-Jährige, die als Zeugin im NSU-Ausschuss ausgesagt hat, ist tot. Nach gemeinsamen Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei am Montag starb sie an einer Lungenembolie. Das hat die Obduktion am Sonntagabend ergeben. Die Frau war vor einer Woche mit einem Motorrad verunglückt und hatte sich dabei eine Prellung am Knie zugezogen. Die Rechtsmediziner gehen davon aus, dass sich aus dem unfallbedingten Hämatom – trotz Thrombosevorsorge – ein Thrombus gelöst hat, der die Embolie verursacht hat. Anzeichen für eine wie auch immer geartete Fremdeinwirkung hätten sich bei der Obduktion nicht ergeben, hieß es in der Presseerklärung von Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium Karlsruhe; Obduktionsergebnisse der toten NSU-Zeugin bekannt gegeben. Woran starb eine 20 Jahre alte Frau, die als Zeugin im Stuttgarter NSU-Untersuchungsausschuss angehört wurde? Eine Obduktion soll Klarheit bringen. Der überraschende Tod einer Zeugin, die kürzlich im NSU-Untersuchungsausschuss des Stuttgarter Landtages ausgesagt hatte, ist laut Obduktion nicht auf Fremdverschulden zurückzuführen. Die 20 Jahre alte Frau aus Kraichtal (Kreis Karlsruhe) sei an den Folgen einer Lungenembolie gestorben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag in Karlsruhe mit. Das sei das vorläufige Ergebnis der Leichenschau in der Universität Heidelberg.(…) Nach Angaben der Behörden hatte die Frau am vergangenen Dienstag einen leichten Motorradunfall gehabt und sich eine Prellung im Knie zugezogen. Zwar sei die 20-Jährige mehrfach ärztlich behandelt worden, trotzdem habe diese Verletzung letztlich eine Verstopfung eines Blutgefäßes der Lunge ausgelöst. „Anzeichen für eine wie auch immer geartete Fremdeinwirkung haben sich bei der Obduktion nicht ergeben“, hieß es in der Mitteilung. Eine Lungenembolie wird manchmal auch als Lungeninfarkt bezeichnet. Auslöser sind zumeist Blutgerinnsel (Thrombus). Eine Lungenembolie gehört zu den häufigsten nicht oder falsch diagnostizierten Krankheiten. (…) Die 20-Jährige war Anfang März vom NSU-Ausschuss in nicht-öffentlicher Sitzung vernommen worden, weil sie zuvor erklärt hatte, sie fühle sich bedroht. Ein Sprecher der Polizei Karlsruhe sagte am Sonntagabend, bislang gebe es keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden. Der Vorsitzende Drexle, sagte der Deutschen Presse-Agentur, es wäre fahrlässig, über die Todesursache zu spekulieren. „Wir warten das Ergebnis ab.“

Intoxicated rage: UK police detain white pride activists amid clashes (VIDEO)

British police restrained and arrested several protesters during the ‘White Pride Worldwide Day’ rally in central Manchester on Saturday, as clashes erupted between participants and rival demonstrators. White pride activists carried ‘white power’ flags and chanted slogans which celebrated being white – such as “White Pride Worldwide.” Meanwhile, their opponents referred to the group as “racist scum” and chanted “Immigrants are welcomed here.” The rally soon turned violent as scuffles erupted between the two groups. Footage from Ruptly shows a white pride activist chasing a black man before being punched in the head and thrown on the ground by an opposition protester. In the video, far-right supporters also swear at the press and fight with police and counter-demonstrators.(…) Meanwhile, the group’s opponents described the white pride participants as being drunk after gathering in a pub before the march. “They’ve been in the pub and it’s clear they are all now intoxicated,” Nomo said. “We’ve come here to show these racist scum that they are not welcome on our streets…all they want to do is come out and intimidate people and cause trouble.”

via rt: Intoxicated rage: UK police detain white pride activists amid clashes (VIDEO)

siehe auch: Arrests at White Pride rally in Manchester city centre’s Piccadilly Gardens. Dubbed a ‘celebration’ by White Pride organisers, more than 100 people met at the Piccadilly Tavern pub before marching with National Front flags (…) While the right wing group were penned in by a wall of police officers, left wing supporters chanted in retaliation, with some screaming in anger at the National Front supporters. Nomo, 24, from Rossendale, said: “We’ve come here to show these racist scum that they are not welcome on our streets. “All they want to do is come out and intimidate people and cause trouble. “They’ve been in the pub and it’s clear they are all now intoxicated.”; Pictured: Protesters restrained at White Power Worldwide rally in Piccadilly Gardens. Fresh images of police restraining protesters during the Neo-Nazi rally in Piccadilly Gardens have emerged. The rally was held to mark White Pride Worldwide with up to 100 protesters at the event on Saturday. The protesters marched from a nearby pub to Piccadilly Gardens parading National Front and White Pride flags.
Although the main protest began at about 12.30pm, one far right protester had already been arrested by noon, after being bundled to the ground and carried into a police van by three officers. Police confirmed six arrests at the rally, all believed to be men. Two were held for failing to comply with police orders to leave the areas. Three were arrested for breach of the peace, although two were later de-arrested. One man was held for assault but he too was de-arrested later.

Erneut ungeklärter Zeugen-Tod im NSU-Fall [update!]

Zusammenhang zu Mordfall Kiesewetter? / Ex-Freundin von Florian H. – der war im Herbst 2013 in einem Auto verbrannt / Frau hatte im Stuttgarter Ausschuss ausgesagt. Eine 20-jährige Frau, die Anfang des Monats als Zeugin im NSU-Untersuchungsausschuss des Stuttgarter Landtags ausgesagt hatte, ist aus zunächst ungeklärter Ursache gestorben. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Karlsruhe am Sonntag mitteilten, fand sie der Lebensgefährte am Samstagabend mit einem Krampfanfall in ihrer Wohnung. Die Ärzte hätten das Leben der jungen Frau nicht mehr retten können. Bislang gebe es keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden, sagte ein Polizeisprecher. Die Todesursache sei noch unklar, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Daher seien gemeinsame Ermittlungen eingeleitet sowie eine Obduktion angeordnet worden. Diese sollte noch am Sonntagabend an der Universität Heidelberg vorgenommen werden. Die 20-Jährige lebte den Angaben zufolge im Landkreis Karlsruhe. Wegen des brisanten Hintergrundes würden die Ermittlungen aber mit Nachdruck betrieben. Bei der Toten soll es sich um eine Ex-Freundin von Florian H. handeln, einem ehemaligen Neonazi, der im Herbst 2013 in einem Wagen in Stuttgart verbrannt war. Florian H. soll angeblich gewusst haben, wer die Polizistin Michèle Kiesewetter 2007 in Heilbronn getötet hat.

via nd: Erneut ungeklärter Zeugen-Tod im NSU-Fall

siehe auch: Ermittlungen nach Tod einer 20 Jahre alten Frau. Gemeinsame Presseerklärung von Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium Karlsruhe: Nach dem Tod einer 20 Jahre alten Frau, die als Zeugin vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des baden-württembergischen Landtages ausgesagt hatte, ermitteln die Staatsanwaltschaft Karlsruhe wie auch Beamte der Kriminalpolizeidirektion des Polizeipräsidiums Karlsruhe; Zeugin im NSU-Aus­schuss stirbt vor Aussage. Eine Zeugin starb jetzt wenige Tage vor einer Aussage im Stuttgarter NSU-Untersuchungsausschuß auf mysteriöse Weise. Schon ihr Ex-Freund verbrannte 2013 kurz vor einer Zeugenaussage im Auto. Eine Zeugin im NSU-Untersuchungsausschuss des baden-württembergischen Landtags verstarb am Sonnabend aus bisher ungeklärter Ursache. Die 20-jährige Frau wurde am Abend vom Lebensgefährten in ihrer Wohnung mit einem Krampfanfall gefunden. Ärzten gelang es nicht mehr das Leben der jungen Frau zu retten. Es soll sich bei der toten Zeugin um eine Ex-Freundin des ehemaligen Neonazi Florian H. handeln. Auch dieser starb kurz vor seiner Zeugenaussage, als er Herbst 2013 in Stuttgart in einem Wagen verbrannte. Florian H. wollte dazu aussagen, wer 2007 in Heilbronn die Polizistin Michèle Kiesewetter  getötet hat. (…) Die 20-jährige sollte diese Woche in Stuttgart im NSU-Untersuchungsausschuß aussagen, was sie zu dem Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter weiß. Wie ihr Ex-Freund starb auch sie wenige Tage vorher auf mysteriöse Weise.

UPDATE – POL-KA: Vorläufiges Obduktionsergebnis liegt vor – 20 Jahre alte Frau verstarb an Folgen einer Lungenembolie. Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe
(KA / HD) Nach dem vorläufigen Ergebnis der am Sonntagabend am Institut für Rechts- und Verkehrsmedizin der Universität Heidelberg durchgeführten Obduktion ist die 20 Jahre alte Frau aus Kraichtal an den Folgen einer Lungenembolie verstorben. Den Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei zufolge hatte die junge Frau am Dienstag, dem 24. März, in den Nachmittagsstunden auf dem Vereinsgelände eines Motocross-Sportvereins in Odenheim beim Training mit einer 250-ccm-Maschine einen leichten Unfall. Offenbar nach einem Fahrfehler war sie bei geringer Geschwindigkeit mit dem Geländemotorrad ihres Lebensgefährten zu Fall gekommen und hatte sich eine Prellung im Knie zugezogen. (…) Dennoch dürfte sich aus dem unfallbedingten Hämatom im Knie ein Thrombus gelöst und letztlich die Embolie verursacht haben.

Ultra-nationalist Ukrainian battalion gears up for more fighting

Ukraine’s voluntary militia called the Azov Battalion holds artillery training in east Ukraine’s village of Urzuf that sits west of the port city of Mariupol on the Azov Sea, March 19, 2015. The far-right Azov battalion, whose symbol resembles a black swastika on a yellow background, is preparing to defend the port city of Mariupol in southeastern Ukraine against a widely expected attack by pro-Russian separatists. The 1,000 strong ultra-nationalist militia has a reputation as a fierce pro-government fighting force in the almost year-old conflict with the Russia-backed rebels in east Ukraine, and is disdainful of peace efforts.
But the radical views of the commanders of a group affiliated to Ukraine’s national guard which works alongside the army, and the use of symbols echoing Nazi emblems have caused alarm in the West and Russia, and could return to haunt Kiev’s pro-Western leadership when fighting eventually ends. “We don’t like the ceasefire at all. As with the previous ones, it’ll only lead to another offensive by the enemy,” Azov commander Andriy Biletsky told Reuters while watching artillery drills at Urzuf, on the shores of the Sea of Azov, about 40 km south-west of Mariupol. (…) The Azov battalion originated from Biletsky’s paramilitary national socialist group called “Patriot of Ukraine”, which propagated slogans of white supremacy, racial purity, the need for authoritarian power and a centralized national economy. “Patriot of Ukraine” opposed giving up Ukraine’s sovereignty by joining international blocs, called for rolling back of liberal economy and political democracy, including free media. In 2008, Biletsky urged “thousands of young fanatic apostles” to advance its ideas. Local media have reported on several violent incidents in which the group was involved. Since Azov was officially created last May, it has been involved in fighting on the outskirts of the rebel stronghold of Donetsk, a battle for the town of Illovaysk which Ukrainian forces lost last summer and across the coast of the Sea of Azov. (…) Biletsky did not say whether and how his views have changed since he wrote the “Patriot of Ukraine” program but said his priority now was extinguishing the pro-Russian rebellion. “We have only one goal right now – fighting for the homeland until all of it is freed. And then we will try to build a new Ukraine that we could all be proud of. We are patriots. We believe in our nation, nationalism is our ideology,” he said.

via reuters: Ultra-nationalist Ukrainian battalion gears up for more fighting

Thugs target Muslim graveyard in act of hatred

Vile thugs have angered mourners and members of the Muslim community after writing hate-filled phrases at a graveyard. One visitor spotted the graffiti, claiming to be by Britain First, sprayed over the Muslim graveyard sign at Cathcart Cemetery on Tuesday. They returned yesterday to find the vile slogans still there. Amjid Bashir, an entrepreneur from East Kilbride, is one of the organisers of Islam Awareness Week and has been sickened by the act of hatred. He tweeted The Evening Times about it. Mr Bashir said: “Someone saw it on Tuesday and went back on Wednesday and took a picture of it. “Myself and most other people see this as hate crime. “It is no different to desecrating graves of the Jewish or Christian Community.

via eveningtimes: Thugs target Muslim graveyard in act of hatred

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