Hintergrund: Verbindungen der AfD zur extremen Rechten in Thüringen – 13 Beispiele

Am 11. Juli 2016 titelte die Thüringer Allgemeine „Verfassungsschutz: Keine Kontakte der AfD zu rechten Szene“ und bezog sich auf die Thüringer Landesverband der AfD. Beobachter dürften sich verwundert die Augen gerieben haben: Wie kann eine Behörde, die die AfD gar nicht beobachtet, beurteilen, zu welchen Personen oder Organisationen diese eben keinen Kontakt hat und gibt es nicht gerade bei der AfD in Thüringen auffällig viele Verbindungen nach Rechtsaußen? Wir stellen hier nochmal 13 Beispiele vor, um die Existenz solcher Verbindungen zu untermauern. Enger Austausch mit der Identitären Bewegung Thüringen. Stellvertretender Vorsitzender der AfD Südthüringen ein Neonazi. AfD-Mitarbeiter bei extrem rechten Burschenschaften. Abgeordnete Corinna Herold mit Verbindungen zu rechter Bürgerwehr und Neonazis. Nordthüringer AfD-Unterstützer bei Razzia wegen Hasskommentaren durchsucht. Fraktionsvorsitzender Höcke als Kulminationspunkt völkischen Denkens. AfD-Aufmärsche in Erfurt mit NPD, Die Rechte, Europäischer Aktion und rechten Hooligans. Verbindungen zu „EinProzent“. Weitere Verbindungen früherer AfD-Aktivisten: Abneigung gegen Ausländer „biologisch normal“ und die „Ausschwitzlüge“. Unterstützung aus AfD-Kreisen bei Neonazis in Thüringen. „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ – Funktionär der AfD-Jugendorganisation veranstaltet regelmäßig Kundgebungen mit der NPD. Thomas Rudy – probt mit Neonazis den „Sturm auf Berlin“. „Altenburger Bürgerforum“ und „Bürgerforum Ostthüringen“ – Militante Neonazis, AfD-Abgeordnete und Mitarbeiter geben sich die Klinke in die Hand

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Islamischer Staat: Wir scheißen auf euch!

Für diesen symbolischen Protest riskieren sie ihr Leben: Eine Ägypterin und eine Schwedin menstruieren und „scheißen“ auf die Flagge der IS-Terroristen. Die Akteurin ist Aliaa Magda Elmahdy, die 2012 zu den Femen stieß und die arabische Welt mit ihren Nacktfotos erregte. Sie lebt heute im Exil in Schweden. Die Provokation könnte größer nicht sein. Der Mut auch nicht. Aliaa kennt ihre Brüder. Sie weiß, dass die nichts mehr demütigen kann als diese Inszenierung, die sie mit Hilfe ihrer Mit-Femen im Netz verbreitete: Sie menstruiert (scheinbar) mit gespreizten Beinen auf die Flagge der Islamisten – denn nichts ist für die unreiner als das Menstruationsblut. Und die halbverschleierte Frau neben ihr „scheißt“ im Wortsinn und real auf die Flagge. Und sie hält auch noch den Stinkefinger hoch (allein darauf steht für eine Frau quasi die Todesstrafe in den Augen dieser Islamisten). Auf ihr nacktes Hinterteil hat sie das Symbol der Femen gemalt: die beiden Brüste. Rechts und links liegen die Kalaschnikows griffbereit. (…) „Der IS terrorisiert die ganze Welt mit seinen Fotos und Videos von Hinrichtungen“, sagt Inna. „Wir aber töten nicht real. Wir töten nur durch Lächerlichkeit. Wir zeigen: Wir scheißen auf eure Ideen!“

via emma: Islamischer Staat: Wir scheißen auf euch!

Auf öffentlicher Toilette bedroht – Homophober Übergriff in München: Täter gab sich als Polizist aus

Am Montag vergangener Woche soll am Münchner U-Bahnhof Fraunhoferstraße ein Mann homophob beleidigt und geschlagen worden sein. Dies berichtet münchen.tv. Das Opfer habe nach eigenen Angaben in einer Kabine der öffentlichen Toilette im U-Bahnhof seine Notdurft verrichtet, als ein Mann an die Türen gehämmert und geschrien habe: “Hier ist die Kriminalpolizei, kommt raus ihr schwulen Dreckschweine, ich warte draußen auf euch”. Beim Verlassen des Klos habe sich der angebliche Polizist dem Mann in den Weg gestellt und nach dem Ausweis verlangt. Als er die Aufforderung ignorierte, sei er verfolgt, weiter beschimpft, bespuckt und mit einem unbekannten Gegenstand geschlagen worden. Schließlich habe er fliehen können. Die Polizei ermittelt nach Angaben von münchen.tv wegen Beleidigung, Nötigung und Amtsanmaßung

via queer: Auf öffentlicher Toilette bedroht – Homophober Übergriff in München: Täter gab sich als Polizist aus

Betrunkene Männer schießen auf Frau mit Kind

Als eine muslimisch anmutende Frau mit ihrem Kind am Haus der rechten Freunde vorbeispaziert, zücken die Männer eine Pistole und drücken ab. Unfassbares ereignete sich am Mittwochabend in einer Plattenbausiedlung im Stadtteil Bieblach! Während eines wilden Trinkgelages auf dem Balkon schossen zwei Männer plötzlich auf eine Spaziergängerin mit Kind – vermutlich weil sie ein Kopftuch trug. Sie hatten sich allmählich hochgeschaukelt – mit viel Alkohol, dummen Sprüchen und rechtsradikalen Parolen. Gegen 19 Uhr zückt einer der beiden einen pistolenähnlichen Gegenstand, fuchtelt damit herum. Ein Nachbar aus der Schwarzburgstraße im thüringischen Gera hatte die beiden ins Auge gefasst. Er griff zum Hörer und informierte die Polizei, denn was sich dann abspielte abspielt, ist beschämend. Als eine vermeintliche Muslima mit ihrem Kind am Haus der Schreihälse vorbeispazierte, richteten die zwei Männer plötzlich die Waffe auf die Frau mit Kopftuch und drückten mehrmals ab. Wie die Thüringer Allgemeine in Berufung auf die örtliche Polizei berichtet, wurde die ausländische Familie glücklicherweise nicht getroffen.

via mopo24: Betrunkene Männer schießen auf Frau mit Kind

Amoklauf von München Todesschütze war offenbar rechtsextrem

Der Todesschütze von München soll Medienberichten zufolge rechtsextrem gewesen sein. Er habe Türken und Araber gehasst. Demnach prüfen die Ermittler, ob er seine Opfer gezielt auswählte. Alle Getöteten hatten einen Migrationshintergrund. Der Münchner Amokläufer war laut Medienberichten ein Rassist. Nach Angaben der der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (FAZ) hatte er eine rechtsextremistische Weltsicht. Türken und Araber habe er gehasst. Vor allem bei Onlinespielen habe der 18-Jährige Mitspielern gegenüber unverhohlen Beleidigungen geäußert, wie die “Abendzeitung” schreibt. In einem Chat soll er demnach zudem “Scheiß Deutschland wird überfüllt von Muslimen” geschrieben haben. Die Ermittler prüfen, ob der 18-Jährige bei seiner Tat gezielt Menschen ausländischer Herkunft tötete, heißt es bei der “FAZ” unter Berufung auf Sicherheitskreise. Die Opfer hatten alle einen Migrationshintergrund, viele waren muslimischen Glaubens mit Wurzeln in der Türkei oder im Kosovo. Stolz auf denselben Geburtstag wie Hitler Der 18-Jährige habe es zudem als “Auszeichnung” verstanden, dass sein Geburtstag, der 20. April, auf den Geburtstag von Adolf Hitler fiel. Zudem habe er den norwegischen und nationalistischen Massenmörder Andres Breivik und seine Taten gelobt. Der Amoklauf in München ereignete sich genau fünf Jahre nach dem Blutbad, bei dem Breivik in Oslo und auf der Insel Utøya 77 Menschen umbrachte.

via tagesschau: Amoklauf von München Todesschütze war offenbar rechtsextrem

siehe auch: Amokläufer von München war Rechtsextremist. Er war stolz darauf, wie Hitler am 20. April geboren zu sein: Der Münchner Amokläufer war zwar nicht in die rechtsextreme Szene eingebunden, trotzdem war er eindeutig rassistisch. Das hat die F.A.Z. erfahren. Der Deutsch-Iraner hasste Türken und Araber.  (…) Die Ermittler gehen daher auch der Hypothese nach, ob S. bei seiner Tat gezielt Menschen mit ausländischer Herkunft getötet hat. Alle seine neun Opfer hatten einen Migrationshintergrund, sechs waren Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren, zwei waren junge Erwachsene im Alter von 19 und 20 Jahren. Drei Jugendliche waren türkischstämmig, zudem wurde eine 45 Jahre alte türkische Frau getötet. Drei andere Jugendliche – ein Junge und zwei Mädchen – waren Kosovo-Albaner.Für die Annahme, dass S. aus rassistischen Motiven heraus tötete, spricht, dass er mehr Menschen hätte umbringen können – er führte 300 Schuss Munition bei sich. Bisher war seine Tat als Amoklauf beschrieben worden, der sich aus einer psychischen Erkrankung und der Erfahrung des Mobbings durch Gleichaltrige gespeist habe. In Strukturen der rechtsextremistischen Szene in München war S. nicht eingebunden.

Festnahmen nach Übergriff

Die Polizei vermeldet einen Ermittlungserfolg nach einem versuchtem Totschlag in Zerbst. Am 30. Juni kam es auf dem Zerbster Bahnhof zu einem vermutlich fremdenfeindlichen Übergriff, bei dem ein 34-jähriger, aus Pakistan stammender Mann verletzt worden war. Eine Gruppe von vier Personen, drei Männer und eine jüngere Frau mit Hund, hatten den Mann beschimpft, geschlagen und schließlich auf die Gleise gedrängt. Dabei wurde er durch den Triebwagen eines Zuges erfasst und verletzt (die Volksstimme berichtete). Zwei Dessauer ermittelt Die Polizei geht aufgrund der Schilderung des Geschädigten und der Ermittlungen von einem versuchten Totschlag aus. Bei den Ermittlungen wurde die Bevölkerung um Mithilfe gebeten. Durch die Öffentlichkeitsfahndung konnten drei der vier beteiligten Personen nun ermittelt werden. Ein erster Hinweis führte zu der jungen Frau mit dem Hund. Dadurch konnten schließlich auch die beiden handelnden männlichen Täter ermittelt werden, heißt es in einer Mitteilung der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost. Dabei handelt es sich um einen 20-jährigen und einen 22-jährigen Dessauer. (…) Beide Personen sind durch zahlreiche Delikte bereits polizeilich bekannt. Der 22-Jährige ist neben Gewalttaten zudem wegen politisch motivierter Kriminalität polizeilich aufgefallen. Seiner geplanten Verhaftung kam er aber zuvor. Am Montagabend meldeten Zeugen, dass in der Dessauer Rabestraße eine aggressive männliche Person mehrere Passanten anpöbeln soll. Vor Ort trafen die Beamten auf den stark alkoholisierten 22-Jährigen und nahmen ihn fest.

via volksstimme: Festnahmen nach Übergriff

Mann zielt mit Pistole auf Passanten – Zeugen beruhigen ihn mit einem Bier

In einer S-Bahn zieht der 49-Jährige plötzlich eine Waffe und lädt durch. Fahrgäste versuchen ihn zu überwältigen – doch der Mann kann entkommen und taucht erneut in der Lindwurmstraße auf. Nerven wie Drahtseile haben offenbar zwei 35 und 22 Jahre alte Münchner: Als sie am Sonntag kurz vor Mitternacht in der Lindwurmstraße beobachteten, wie ein Mann mit einer Pistole herumfuchtelte und einen Passanten bedrohte, griffen sie ein. Sie suchten jedoch nicht die körperliche Auseinandersetzung – sondern sie luden den Unbekannten auf ein Bier in die nächste Kneipe ein. Offenbar hatten sie schnell erkannt, dass der Pistolenmann für diese Art der Ansprache empfänglich war. Die Polizei, die den Täter nach dem Anruf der couragierten Passanten nur noch in der Kneipe einsammeln musste, stellte fest, dass dieser mehr als drei Promille Alkohol im Blut hatte.  (…) Um 23.15 Uhr tauchte der 49-jährige dann in der Lindwurmstraße auf. Mehrere Zeugen beobachteten, wie ein Mann plötzlich eine Pistole aus seinem Hosenbund zog und sie einem gerade neben ihm gehenden Passanten unvermittelt an den Kopf hielt. Dann steckte der Mann die Pistole wieder weg und trat nach dem Passanten.

siehe auch: Mann zielt mit Pistole auf Passanten – Zeugen beruhigen ihn mit einem Bier