UK: antisemitic, white supremacist slogans at Warwick University party

972 has reported that antisemitic and white supremacist slogans were visible on students’ t-shirts at an off-campus event in Exeter, attended by University of Exeter students. The University of Exeter is one of the UK’s top institutions. A social event of the Snow Sports society at the Timepiece nightclub on Tuesday night saw various students with white t-shirts, which they and other students wrote on. One slogan written on a t-shirt read “The Holocaust was a good time”. Another read “Don’t speak to me if you’re not white”.
There were also two students with Swastikas on their t-shirts. Lauren Fry, head of the Snow Sports Society commented: “Comments like these are not tolerated within our club,” she said. “Unfortunately, as only eight committee members, we can not be responsible for everything written by other students, especially when there is over 1,000 people. Timepiece were asking people to leave or change if they were seen in the venue with any abusive slogans on their t- shirts. As far as I’m aware no complaints were made. We apologise if we offended any one and we feel appropriate action was taken on the night to deal with these type of slogans if they were seen on anyone at our social. Snowsports has a zero tolerance policy for these actions and we will be contacting our members in due course to express this”

via everydayantisemitism: UK: antisemitic, white supremacist slogans at Warwick University party

AfD-Spitzenkandidat verkauft Nazi-Orden im Saarland

Der saarländische AfD-Spitzenkandidat Rolf Müller verkauft in seinem Antiquitätengeschäft in Saarbrücken auch Orden mit Hakenkreuzen und Geldscheine aus der NS-Zeit. “Ich verkaufe die immer mal wieder”, sagte Müller am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken. Der Verkauf sei “nichts Illegales, mit der Einschränkung, dass man das Zeug mit Hakenkreuz nicht offen präsentieren darf. Das mache ich auch nicht”, sagte Müller, der für die AfD bei der Landtagswahl im März 2017 an der Saar als Spitzenkandidat antritt. Er klebe die Hakenkreuze immer ab. Der Handel mit sogenanntem Lagergeld, das aus Konzentrationslagern der Nationalsozialisten stammt, ist nicht strafbar. Das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen hingegen ist in Deutschland verboten. Darunter fallen auch Orden aus der NS-Zeit mit Hakenkreuzen.

via tageblatt.lu: AfD-Spitzenkandidat verkauft Nazi-Orden im Saarland

siehe auch: AfD-Spitzenkandidat im Saarland handelt mit NS-Orden und KZ-Geld. Der Spitzenkandidat der AfD Saar für die Landtagswahl 2017, Rudolf Müller, verkauft in seinem Antiquitätengeschäft in Saarbrücken auch Orden mit Hakenkreuzen aus der NS-Zeit und Geldscheine aus dem Konzentrationslager Theresienstadt. Müller bestätigte entsprechende Recherchen des „Stern“ und des ARD-Magazins „Panorama“. Er sehe darin „kein moralisches und erst recht kein strafrechtliches Problem“, sagte er der SZ. Diese Gegenstände hielten die Erinnerung wach und trügen zur Aufklärung bei.

Lazio-Legende verliert Job wegen faschistischem Tattoo

Der Grund für den TV-Rauswurf: Di Canios „DUX“-Tattoo, das an den faschistischen Führer Benito Mussolini erinnert Ex-Fußballprofi Paolo Di Canio wird nicht länger als Experte für das englische TV arbeiten. Grund ist ein Auftritt im T-Shirt. Es zeigte die Arm-Tätowierungen des Italieners, auch die faschistischen. Paolo Di Canio, früherer Kapitän des italienischen Erstligisten Lazio Rom, sorgt wegen seiner rechtsextremen Sympathien wieder einmal für Aufsehen. Der TV-Kanal Sky Sport hat beschlossen, den Vertrag mit Di Canio als Fußballkommentator aufzulösen, nachdem im Internet Bilder des Ex-Stürmers mit der Tätowierung „DUX“ auf dem Arm veröffentlicht wurden. Der Italiener hatte bewusst ein kurzärmeliges T-Shirt gewählt und so sein Tattoo auf dem Innenarm freigelegt. Die drei lateinischen Buchstaben stehen für den Begriff „Führer“ sowie für „Duce“, den Beinamen Benito Mussolinis. Damit stellte Di Canio erneut seine Bewunderung für den faschistischen Diktator zur Schau. „Obwohl wir Di Canios Kompetenz schätzen, haben wir uns einvernehmlich zur Aussetzung der Zusammenarbeit entschieden“, sagte Jacques Raynaud, Vizepräsident von Sky Sport, am Mittwoch. Di Canio ist seit Jahren wegen seiner rechten Gesinnung bekannt. Im Jahr 2005 hatte er für einen Skandal gesorgt, als er nach dem Stadtderby gegen den AS Rom den Arm zum faschistischen Gruß hob und damit die rechtsgerichteten Fans Lazio Roms grüßte.

via welt: Lazio-Legende verliert Job wegen faschistischem Tattoo

DR-Kurzschulung mit „Mein Kampf“

Das von der Neonazi-Partei „Die Rechte“ (DR) angekündigte „1. Seminar-Wochenende“ fand nur in abgespeckter Version statt – und auch nicht „im Großraum Coburg“, wie eigentlich geplant, sondern in Dortmund. Mit zweieinhalb Tagen brauner Schulung (bnr.de berichtete) waren Partei und/oder Anhänger offenbar überfordert. Das Programm wurde auf einen Tag eingedampft und ins Ruhrgebiet verlegt. Parteioffiziell hieß es, das ursprüngliche Konzept habe sich „für die meisten Interessenten als zeitlich und finanziell zu aufwendig“ erwiesen. (…) Auftreten konnte als bekanntester Gast hingegen der US-kroatische Rechtsextremist Tomislav Sunic mit gleich zwei Vorträgen. Mit von der Partie war auch Ex-NPD-Vordenker Jürgen Schwab (…) Trotz des zusammengestrichenen Programms blieb ein Beitrag auf der Tagesordnung, der beim Publikum auf „reges Interesse“ stieß, wie „Die Rechte“ in ihrem Veranstaltungsbericht hervorhob: „,Mein Kampf’ – neu gelesen“

via bnr: DR-Kurzschulung mit „Mein Kampf“

Mein Vater, der bekannte Verschwörungstheoretiker

Unter dem Pseudonym „Freeman“ stieg ein Schweizer mit seinem Blog „Alles Schall und Rauch“ schnell zu einer Instanz unter deutschsprachigen Truthern auf. Seine Tochter hat hinter die Kulissen der Szene geblickt. Mein Vater betreibt seit zehn Jahren einen der größten Verschwörungstheorie-Blogs im deutschsprachigen Raum. Mit durchschnittlich fünfzigtausend Zugriffen jeden Tag (gemäß Klickstatistik auf ASR über hundertachtzig Millionen Zugriffe seit 2007) ist „Alles Schall und Rauch” eine einflussreiche Plattform und gilt als Einsteigerforum in die Truther-Szene. Es erscheinen täglich Artikel zu verschiedenen aktuellen Ereignissen wie den Absturz des EgyptAir Flugzeugs und der Verdacht, dass das Israelische Militär die Maschine abgeschossen hat. Für Neulinge gibt es eine eigene Seite, wo sie sich zuerst das Truther-ABC (False Flag Operation um 9/11, Klimalüge, NWO, Chemtrails usw.) aneignen können; sich also quasi erleuchten lassen, bevor sie im Forum mitdiskutieren können. Als „Freeman” hat sich mein Vater zum Ziel gesetzt, die nichtwissenden Schlafschafe unserer, von einer angeblich geheimen Elite unterjochten Gesellschaft ins Licht zu führen und füttert seine hörigen Wahrheitsjünger täglich mit seinem Allwissen. (…) Gerade weil Verschwörungstheoretiker immun gegen jedes noch so vernünftige Argument aus der „Mainstream-Welt” sind, sehe ich diese Bewegung als äußerst gefährlich an. Wie viele subversive Gruppen aus dem rechten Lager, holen sich die Truther meistens Leute aus schwierigen sozialen Verhältnissen ins Boot. Menschen, die froh über Sündenböcke sind und in eloquenten Persönlichkeiten Führung suchen. Die Truther bestreiten eine Zugehörigkeit zum rechten Lager zwar vehement, jedoch sprechen meine persönlichen Erfahrungen für sich. Sexismus, Homophobie und Rassismus sind genauso verbreitet, wie eine fehlgeleitete Vorstellung von Kultur und Heimatliebe.

via vice; Mein Vater, der bekannte Verschwörungstheoretiker

Auschwitz-Posting – Bahn zieht Kündigung gegen einen Mitarbeiter zurück

Ein Bahn-Angestellter postet auf Facebook ein Bild des KZ Auschwitz mit der Unterschrift, Polen sei bereit für die Flüchtlingsaufnahme. Die Bahn kündigt dem Mann daraufhin – der zieht vors Arbeitsgericht und betont, es habe sich um Satire gehandelt. Nun hat die Bahn ihre Entscheidung revidiert.Im Streit um die Kündigung eines Mitarbeiters, der auf Facebook ein Auschwitz-Foto gepostet hatte, hat die Deutsche Bahn ihre Berufung zurückgezogen. Damit akzeptierte sie nachträglich ein Urteil des Amtsgerichts Heidelberg, das die Kündigung im Februar für unwirksam erklärt hatte (Az. 19 Sa 3/16). Pikante Bildunterschrift Der 38-Jährige hatte dem Foto des deutschen Vernichtungslagers die Unterschrift hinzugefügt, Polen sei bereit für die Flüchtlingsaufnahme. Die Bahn hielt den Post für untragbar, da auch in ihren Zügen Flüchtlinge führen. Sie hatte bei der Verhandlung im Februar betont, dass es im Unternehmen klare Regeln gegen Rassismus gebe. Der Mitarbeiter hatte sich noch vor der Kündigung für die “unüberlegte dumme Tat” entschuldigt. Als gebürtiger Pole habe er einen anderen Bezug zum Thema Auschwitz.

via deutschlandfunk: Auschwitz-Posting – Bahn zieht Kündigung gegen einen Mitarbeiter zurück

Der Zug der Erinnerung – bei der Bahn noch immer nicht angekommen…

“Keine Gaskammern”: Anzeige nach Briefen an Mauthausens Gemeinderäte

Mutmaßlicher Absender war bereits im Vorjahr wegen ähnlicher Schreiben verurteilt worden. Ein im Vorjahr verurteilter Arzt, der in Briefen an die Gemeinde und an die Gedenkstätte Mauthausen die Existenz von Gaskammern im ehemaligen KZ und den Holocaust an sich geleugnet hat, soll nun erneut Schreiben ähnlichen Inhalts an Gemeindepolitiker verschickt haben. Gemeindevorstand Walter Hofstätter bestätigte der APA am Donnerstag entsprechende Medienberichte. Es sei Anzeige erstattet worden. Der 72-jährige Arzt hatte im März 2015 ein Jahr bedingt ausgefasst. Damals hatte er geschrieben, er habe sich mit eigenen Augen davon überzeugt, dass es in Mauthausen keine Gaskammern gegeben habe. Hitler und Deutschland seien nicht am Krieg schuld und der Holocaust sei eine Lüge. “Sieger-Lügen” Diese Woche soll der Mann erneut Briefe ähnlichen Inhalts an Gemeindepolitiker von Mauthausen geschickt haben.

via derstandard: “Keine Gaskammern”: Anzeige nach Briefen an Mauthausens Gemeinderäte