Category Archives: Revisionismus

Heikendorf bei Kiel : Nach Razzia: Waffennarr darf seine V1-Rakete behalten

Die Kreisbehörde wusste seit Jahren vom „Panther“-Panzer. Der Keller soll einer Ruhmeshalle gleichen. Der Panzer, die Flugabwehrkanone und der Torpedo sind weg, nur seine V1-Rakete darf Millionär und Weltkriegswaffensammler Klaus-Dieter F. (78) behalten. Da Flügel, Triebwerk und die Nase mit der Steuereinheit fehlen, ist die „Vergeltungswaffe“ der Nazis definitiv demilitarisiert. Sein Anwalt stuft auch das beschlagnahmte Kriegsgerät in diese Kategorie ein. „Die Aktion war daher unverhältnismäßig“, sagt Peter Gramsch. (…) Oberstaatsanwältin Birgit Heß: „Wir haben sehr sorgfältig abgewogen und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Abtransport notwendig war.“ Maßgeblich dafür dürfte die Einschätzung eines Sachverständigen gewesen sein. Er sah nach seiner Begutachtung vor Ort offenbar die Gefahr, das Kriegsgerät wieder nutzbar zu machen. (…) In der Verwaltung soll Zerknirschung über die freimütige Formulierung herrschen. „Aus heutiger Sicht darf man sicher fragen, ob wir nicht die zuständige Bundesbehörde über den Panzer hätten informieren sollen“, sagt der Kreissprecher. Passiert ist das nicht. Klaus-Dieter F. wurde lediglich darauf hingewiesen, dass der Erwerb von Kriegswaffen einer Genehmigung des Bundes bedürfe. Offenbar hat er dort aber nie etwas beantragt, was ihn während der Razzia entlastet hätte. Oberstaatsanwältin Heß: „Uns liegt keine Genehmigung vor, die zum Besitz der beschlagnahmten Objekte berechtigt.“ Für den Panzer und die Flak soll Klaus-Dieter F. im Keller eine regelrechte „Ruhmeshalle“ hergerichtet haben, vertäfelt mit rotem Marmor. Reichsadler aus Stein stehen in den Ecken, einer hält ein Hakenkreuz, umkränzt mit Eichenlaub.

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siehe auch: Pensionär hat Panzer im Keller [upd 03072015]. Die Nachbarn eines sammelwütigen Pensionärs wussten von dessen Faible für Militärgerät. Nun weiß auch die Staatsanwaltschaft davon und ermittelt wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Aus der Villa des Mannes barg die Polizei auch einen Panzer – mit Einsatz von 20 Soldaten. In Heikendorf, einem direkt an der Ostsee gelegenen Ort in der Nähe von Kiel, haben Polizisten in einer Villa Militärgut aus dem Zweiten Weltkrieg sichergestellt. Darunter befand sich auch ein Panzer, der am Donnerstag mit Hilfe schwerer Bundeswehr-Technik aus dem Haus geholt wurde; Schweres Geschütz: Behörden ermitteln.Rampen, Zugseile, zwei Bergepanzer vom Typ “Dachs”: Rund neun Stunden brauchten die Pioniere. In dieser Zeit bugsierten sie das knapp 40 Tonnen schwere Kriegsgerät erst um zwei Ecken und eine steile Auffahrt hoch. Erst dann konnten die zum Teil seit Stunden ausharrenden Schaulustigen den Weltkriegspanzer vom Typ “Panther” aus der Kellergarage einer Villa in Heikendorf (Kreis Plön) sehen. Doch damit nicht genug – am späten Donnerstagabend stellten sie auch noch ein 8,8-Zentimeter-Flakgeschütz des 78 Jahre alten Finanzmanagers sicher. Den Kampfpanzer transportierten die Einsatzkräfte noch am Abend per Tieflader zum Truppenübungsplatz Putlos im Kreis Ostholstein. Die Soldaten waren von Polizei und Staatsanwaltschaft angefordert worden. Die Kieler Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Heikendorfer wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. (….) Hortete der spleenige Militaria-Sammler tatsächlich gefährliche Kriegswaffen auf seinem Grundstück oder ist dem 78-Jährigen nichts vorzuwerfen? In Kommentaren werfen Leser immer wieder die Frage auf, ob die Behörden möglicherweise überreagiert haben. Die Kieler Oberstaatsanwältin Birgit Heß weist dies zurück. “Der Staatsanwaltschaft Kiel liegen keine Genehmigungen vor, die zum Besitz der beschlagnahmten Objekte berechtigen würden”, sagte sie am Freitag NDR 1 Welle Nord. Im Gegensatz zu den gefundenen Pistolen, Revolvern und Gewehren: Sie sind beim Kreis Plön ordnungsgemäß registriert. Kreis erfuhr 2005 von dem Panzer Wegen der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen will der Kreis Plön nun prüfen, ob der Heikendorfer noch zuverlässig genug ist, die Waffen zu besitzen. Deshalb seien diese auch erst einmal mitgenommen worden, sagte Kreissprecher Hendrik Schwinghammer.

Pensionär hat Panzer im Keller [upd 03072015]

Die Nachbarn eines sammelwütigen Pensionärs wussten von dessen Faible für Militärgerät. Nun weiß auch die Staatsanwaltschaft davon und ermittelt wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Aus der Villa des Mannes barg die Polizei auch einen Panzer – mit Einsatz von 20 Soldaten. In Heikendorf, einem direkt an der Ostsee gelegenen Ort in der Nähe von Kiel, haben Polizisten in einer Villa Militärgut aus dem Zweiten Weltkrieg sichergestellt. Darunter befand sich auch ein Panzer, der am Donnerstag mit Hilfe schwerer Bundeswehr-Technik aus dem Haus geholt wurde. (…) Bei dem Panzer, den Ermittler am Vortag bei einer Durchsuchung in der Kellergarage des Sammlers entdeckt hatten, handelt es sich um ein Fahrzeug des Typs Panther – zwei Meter breit, fünf Meter lang, 43 Tonnen schwer. Dass der Hausbesitzer, ein 78 Jahre alter früherer Finanzmakler, in seinem Haus Kunst aus der Zeit des Nationalsozialismus und Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg sammelte, war zumindest den Nachbarn bekannt. Seine Villa hatte der Mann mit hohen Zäunen und Stacheldraht gesichert. Er soll sogar mit einem alten Kettenfahrzeug aus seiner Sammlung im Ort unterwegs gewesen sein, etwa im Schneewinter 1978 und um für einen Bekannten Baumstümpfe aus der Erde zu ziehen. Sogar auf der Förde soll er damit gesichtet worden sein. Die Spur der Thorak-Pferde Jetzt ermittelt die Kieler Staatsanwaltschaft wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Zu den Ermittlungen war es gekommen, nachdem Ende Mai bei einer Razzia in Bad Dürkheim die sogenannten Hitler-Pferde des Bildhauers Josef Thorak in einer Halle gefunden worden waren. Thorak soll der Lieblingsbildhauer Hitlers gewesen sein. Die „Schreitenden Pferde“ galten seit 1989 als verschollen und erlebten offenbar eine Odyssee, die auf einem von der russischen Armee genutzten Sportplatz in Eberswalde begann und bei dem Hehlerring in Bad Dürkheim endete. Die Bronzeplastiken sollen aber von 1998 bis 2000 im Garten des Finanzmaklers gestanden haben. Wegen dieses Falls waren die Ermittler bei dem Mann erschienen. Sie fanden nicht nur eine Skulptur von Arno Breker, die einst an der Reichskanzlei stand. Sie fanden neben dem Panzer auch Torpedos, eine Panzerabwehrkanone und vieles mehr. Am Donnerstag gab es noch keine genaue Übersicht über die Funde. Alle Waffen seien jedoch nicht mehr einsetzbar, sagte der Anwalt des Manns.

via faz:Pensionär hat Panzer im Keller

siehe auch: Waffennarr versteckt Weltkriegspanzer im Keller. Ungewöhnlicher Einsatz in einem Nobelviertel in Heikendorf bei Kiel: Bei der Durchsuchung einer Villa stießen Ermittler im Keller auf einen Weltkriegs-Panzer – Modell Panther.(…) Der Verteidiger des Mannes wies die Vorwürfe zurück. Im Keller seines Mandanten stehe zwar ein Panzer aus dem Zweiten Weltkrieg vom Typ Panther, sagte Rechtsanwalt Peter Gramsch der Deutschen Presse-Agentur. «Der ist aber demilitarisiert.» Auf gut Deutsch: Er schießt nicht mehr. Damit falle der Panzer auch nicht unter das Kriegswaffenkontrollgesetz, sagte der Anwalt. Gleiches gelte für anderes militärisches Gerät in dem Haus. Der Panzer sei in dem Ort bekannt gewesen, sagt Orth; Komplizierte Panzerbergung: Eigentümer will vor Gericht ziehen. Ein Bundeswehrpanzer zieht einen Wehrmachtspanzer durch ein Nobelviertel: Im Ostseeort Heikendorf bei Kiel haben sich bizarre Szenen abgespielt. (….) Der Panzer sei auch nicht der einzige Grund für den Einsatz. Bereits am Mittwoch hatten Ermittler Waffen und auch einen Torpedo sichergestellt. Der Heikendorfer soll in seinem Garten auch Kunst aus der NS-Zeit ausgestellt haben. In diesem Zusammenhang war er im Zuge von Ermittlungen nach wieder aufgetauchter Nazi-Kunst ins Visier der Beamten geraten. Es ging um eine Statue mit dem Titel “Die Wehrmacht” von Arno Breker, die im Garten des Mannes steht. “Das ist aber eine Kopie”, sagte Rechtsanwalt Gramsch. Der Mann hatte dem Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” bereits im Mai berichtet, er habe eine große Sammlung (“aber keine Kunst”) in einem unterirdischen Bunker auf seinem Grundstück. Dort stehe der Wehrmachtspanzer (“aber kein kompletter”), den er irgendwann einmal als Schrott in England gekauft habe.

upd03072015: Panzer und Flakgeschütz aus Villa geborgen. Erfolgreiche Panzerbergung: Pioniere der Bundeswehr haben am Donnerstagnachmittag aus dem Keller eines Privatmannes in Heikendorf (Kreis Plön) einen alten Kampfpanzer vom Typ “Panther” aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs geholt und anschließend Richtung Truppenübungsplatz Putlos abtransportiert. Am späten Abend stellten die Einsatzkräfte dann auch noch ein 8,8-Zentimeter-Flakgeschütz sicher. Die Soldaten waren von Polizei und Staatsanwaltschaft angefordert worden. Die Kieler Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Heikendorfer wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. (…) Mehr als 50 Einsatzkräfte von Polizei, Staatsanwaltschaft und Bundeswehr durchsuchten bereits am Mittwoch die Villa des Mannes und transportierten einen Torpedo ab. Der Panzer ist den Anwohnern offenbar bekannt. Nachbarn berichten davon, dass der Hausherr schon vor 30 Jahren mit dem Panzer durch die Straße gefahren sei. Außerdem erzählen sie, dass sich unter der Villa ein Bunker befindet. (…) Schon im Mai waren Ermittler des Landeskriminalamtes Berlin auf dem Anwesen an der Kieler Förde zu Besuch. Damals vermuteten die Beamten, dass der Mann – ein Sammler historischer Militärgegenstände – möglicherweise auch Nazi-Kunst auf seinem Anwesen stehen hat. Wie ein Polizeisprecher sagte, seien den Ermittlern auch zahlreiche Waffen aufgefallen, die möglicherweise unter das Kriegswaffenkontrollgesetz fallen; Bundeswehr zieht Kriegsgerät aus Privatkeller. In einer Villa in Schleswig-Holstein haben Polizei und Staatsanwaltschaft eine Sammlung von Waffen und Kriegsgerät aus dem Zweiten Weltkrieg sichergestellt und abtransportiert. Besonders kompliziert war die Bergung eines Panzers und eines Flakgeschützes, die in einer unterirdischen Halle aufgestellt waren. Gegen den 78-jährigen Besitzer des Hauses wird jetzt wegen des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt. (…) Besitzer der Villa ist ein 78 Jahre alter Mann, der bisher sehr zurückgezogen gelebt hat und wie der örtliche Bürgermeister Alexander Orth es ausdrückt, “ein gewisses Faible für bestimmte Dinge” hat. Die Kieler Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz gegen ihn. Auf die Spur des Mannes waren Polizei und Staatsanwaltschaft im Zuge von Ermittlungen um wiederaufgetauchte Kunst aus der Nazi-Zeit gekommen. Bereits am Mittwoch stellten sie mehrere Waffen und einen Torpedo in dem Haus sicher. (…) Bürgermeister Orth, der bei der Panzerbergung anwesend war, zeigte sich überrascht, wie viel Kriegsgerät sich im Keller des 78-Jährigen fand: “Ich habe dieses für einen Spleen eines älteren Herrn gehalten. Es sieht so aus, als ob es deutlich mehr ist.”

Bilder auch der beschlagnahmten Waffen in der BILD – daher archie.is: https://archive.is/xYrsC

Sommerfest mit Udo Voigt

Der NPD-Europaabgeordnete Voigt lädt für den 18. Juli zu einer geschlossenen Feier in die Gedächtnisstätte Guthmannshausen in Thüringen ein. Der „stimmungsvolle Tag unter Deutschen“ soll in der Gedächtnisstätte Guthmannshausen, einem ehemaligen Rittergut, in der gleichnamigen Gemeinde (Landkreis Sömmerda) in Thüringen stattfinden. Der geschichtsrevisionistische Verein Gedächtnisstätte hatte zuvor im sächsischen Borna seinen Sitz. Hauptredner der geschlossenen Veranstaltung sind neben dem langjährigen früheren NPD-Vorsitzenden Voigt (1996 bis 2011) die einschlägig bekannten Rechtsextremisten Rigolf Hennig (Jg. 1935) und Pierre Krebs (Jg. 1946).
Der Europa-Parlamentarier Voigt, der 1968 der NPD beitrat, ist rechtskräftig wegen Volksverhetzung verurteilt. Im Mai führte Voigt in einem Interview mit dem österreichischen Nachrichtenmagazin „profil“ aus: „Um heute ein souveräner Staat zu sein, braucht Deutschland die Verfügungsgewalt über eigene Atomwaffen.“ Auch der knasterfahrene Hennig, NPD-Kommunalmandatsträger in Niedersachsen bis 2012, ist wegen Volksverhetzung verurteilt. Der Landesleiter Deutschland der antisemitischen und fremdenfeindlichen „Europäischen Aktion“ gehörte dem 2008 verbotenen „Verein zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten“ (VRBHV) an, der revisionistische Positionen vertrat und den historischen Nationalsozialismus glorifizierte. Am 23. März hetzte Rigolf bei einer Demonstration in Erfurt: „Früher wurden beim drohenden Ansturm raumfremder Menschenmassen die Streitkräfte mobilisiert und die Grenzen dicht gemacht. Jetzt gibt es Verbrecher, die diesen Vorgang fördern und es finden sich Hirngeschädigte, die eine ‘Empfangskultur‘ pflegen.“

via bnr: Sommerfest mit Udo Voigt

Stillgestanden beim Faschistenführer

Kroatiens Fußballpräsident Davor Śuker werden nicht nur Kontakte zur Wettmafia vorgeworfen. Schon vor fast zwanzig Jahren huldigte der WM-Torschützenkönig von 1998 dem Nazi-Vasallen Pavelić an dessen Grab. Wie konnte so jemand hoher Uefa-Funktionär werden? Im Fall des ehemaligen Weltklassespielers und heutigen Spitzenfunktionärs Davor Śuker aus Kroatien gerät der Europäische Fußball-Verband (Uefa) von einer Erklärungsnot in die nächste. Nach den schwerwiegenden Vorwürfen gegen den WM-Torschützenkönig von 1998, er sei in Wettbetrügereien verwickelt, müssen sich die Uefa und ihr Präsident Michel Platini nun fragen lassen, weshalb Śuker als Präsident des kroatischen Fußballverbandes Hrvatski nogometni savez (HNS) in diesem Frühjahr in den Vorstand der europäischen Organisation aufgenommen wurde, obwohl er rechtskräftig verurteilt wurde und auf Fotos am Grab des Nazi-Vasallen Ante Pavelić fotografiert wurde. Seit Jahren initiiert die Uefa teure Kampagnen, um Rassismus in Stadien zu begegnen. Śuker hatte als Spieler von Real Madrid 1996 das Grab des kroatischen Kriegsverbrechers und Hitler-Freundes Pavelić in Spanien besucht und dort mit einem Lächeln im Gesicht vor einer Kamera posiert. Die Bilder kamen im Jahr 2010 an die Öffentlichkeit, sie zeigen ihn in Begleitung zweier damals bekannter Schurken aus dem kroatischen Halbweltmilieu, in Madrid, am Grab des Faschistenführers Pavelic. „Ich habe immer für Kroatien gekämpft“ Vierzehn Jahre später sagte Śuker der kroatischen Presse zu den Motiven: „Es ist allgemein bekannt, für was Davor Śuker steht. Ich habe immer für Kroatien gekämpft. Ich bin dort hingefahren wie andere Menschen nach Berlin oder Auschwitz fahren.“ Pavelić war als Kollaborateur und Vasall der Nazis Führer des faschistischen „Unabhängigen Staates Kroatien“ im Zweiten Weltkrieg. Die von Pavelić geführten Ustascha-Einheiten ermordeten Hunderttausende Menschen auf dem Balkan, auch in Vernichtungslagern.

viA faz: Stillgestanden beim Faschistenführer

Waffennarr versteckt Weltkriegspanzer im Keller

Ungewöhnlicher Einsatz in einem Nobelviertel in Heikendorf bei Kiel: Bei der Durchsuchung einer Villa stießen Ermittler im Keller auf einen Weltkriegs-Panzer – Modell Panther.(…) Der Verteidiger des Mannes wies die Vorwürfe zurück. Im Keller seines Mandanten stehe zwar ein Panzer aus dem Zweiten Weltkrieg vom Typ Panther, sagte Rechtsanwalt Peter Gramsch der Deutschen Presse-Agentur. «Der ist aber demilitarisiert.» Auf gut Deutsch: Er schießt nicht mehr. Damit falle der Panzer auch nicht unter das Kriegswaffenkontrollgesetz, sagte der Anwalt. Gleiches gelte für anderes militärisches Gerät in dem Haus. Der Panzer sei in dem Ort bekannt gewesen, sagt Orth. «Damit ist der Mann schon bei der Schneekatastrophe 1978 durch Kitzeberg gejuckelt.» Über den Besitzer könne er aber nicht viel sagen – nur: «Er hat ein gewisses Faible für bestimmte Dinge. Darüber kann man verschiedener Meinung sein.» Ob das illegal sei, könne er nicht sagen. «Der eine liebt Dampfeisenbahnen, der andere alte Panzer.» Für die Ermittler und Kampfmittel-Spezialisten gibt es an diesem Mittwoch reichlich Arbeit. Mach Informationen der Deutschen Presse-Agentur entdeckten sie in dem Haus an einem kleinen Privatweg umfangreiches militärisches Gerät, das sie nun näher untersuchen müssen. Die Kieler Oberstaatsanwältin Birgit Heß bestätigte am Mittwoch lediglich, dass gegen den Besitzer wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt wird.

auch: Ein Schild “Deutsches Schutzgebiet” ist in Heikendorf (Schleswig-Holstein) am Tor zu dem Villengrundstück zu sehen. / Die Flagge des Deutschen Reiches weht auf dem Villengrundstück.

via augsbirger allgemeine: Waffennarr versteckt Weltkriegspanzer im Keller

siehe auch: Video: Razzia in Heikendorf – Panzer und Torpedos in Villa bei Kiel. Ungewöhnlicher Einsatz bei Kiel: Mit zwei Bergungspanzern der Bundeswehr rücken Ermittler zur Durchsuchung einer Villa an. Im Keller des Hauses stoßen sie auch auf einen Weltkriegs-Panzer – Modell Panther. Seine Schätze schützte er mit Mauern und Zäunen, bewehrt mit Stacheldraht. Doch im Villen-Viertel von Heikendorf, unweit der Kieler Förde, war es kein Geheimnis, dass der „ältere, kleine Mann mit seinen drei Hunden“ einen Weltkriegspanzer besitzt und auch schon mal alte Torpedos verhökert. Jetzt rückte die Polizei zu einer Razzia an, unterstützt von der Bundeswehr, die das schwere Kriegsgerät abtransportieren soll. Nach Informationen unserer Zeitung handelt es sich um einen Panzerkampfwagen vom Typ „Panther“, eine V1-Rakete, eine Panzerabwehrkanone und Torpedos. (…) Der Verdächtige ist Finanzmakler Klaus-Dieter F. (78), Sammler von Nazi-Kunstwerken und offenbar auch Weltkriegswaffen. „Ich gebe keine Auskunft“, sagte er unserer Zeitung am Mittwoch. Sachverständige überprüften am Vormittag, ob der Panzer und das übrige Kriegsgerät noch nutzbar sind – oder leicht wieder nutzbar gemacht werden könnten; Weltkriegs-Panzer wird aus Keller bei Kiel geborgen. Polizei und Bundeswehr haben begonnen, den beschlagnahmten Panzer aus einer Villa in Heikendorf bei Kiel zu holen. Auch weiteres Gerät wurde gefunden – unter anderem ein Flakgeschütz. Mit zwei Bergungspanzern der Bundeswehr versuchen die Behörden seit Donnerstagvormittag, einen Weltkriegspanzer vom Typ Panther aus der Kellergarage einer Villa in Heikendorf nahe Kiel zu holen. “Das ist ein ausgewachsener Panzer”, sagt Heikendorfs Bürgermeister Alexander Orth nach einer Besichtigung. “Der Einsatz erscheint in vollem Umfang angemessen.” Die Bergungsarbeiten der Bundeswehr gestalteten sich schwierig. “Das ist zum Teil Millimeterarbeit”, sagte Bundeswehrsprecher Ulrich Burchardi. Der Panzer sei auch nicht der einzige Grund für den Einsatz, sagte der Bürgermeister. Nach Informationen der dpa befindet sich in dem Gebäude auch ein Flakgeschütz. Bereits am Mittwoch hatten Ermittler Waffen und auch einen Torpedo sichergestellt (…) Der Heikendorfer selbst berichtete dem Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” bereits im Mai, er habe eine große Sammlung (“aber keine Kunst”) in einem unterirdischen Bunker auf seinem Grundstück. Dort stehe der Wehrmachtpanzer (“aber kein kompletter”), den er irgendwann einmal als Schrott in England gekauft habe, sagte er dem Magazin seinerzeit. Alle Waffen hätte er ordnungsgemäß angemeldet.
Kieler Bucht: Polizei findet Weltkriegspanzer in Keller von Villa. Die Kieler Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Mann aus Heikendorf. Im Keller seines Hauses stellte die Polizei einen Panzer aus dem Zweiten Weltkrieg und weiteres militärisches Gerät sicher. Ungewöhnlicher Einsatz in einem noblen Viertel direkt an der Ostsee bei Kiel: Mit zwei Bergungspanzern der Bundeswehr sind Ermittler zur Durchsuchung einer Villa in Heikendorf angerückt. Im Keller des Hauses stießen sie auch auf einen Weltkriegspanzer – Modell Panther.

Fotostrecke: Panzer in Keller: Polizei durchsucht Villa in Heikendorf

Verfassungsschutzbericht vorgestellt: Massiver Anstieg rechtsextremer Gewalt

Am Dienstag wurde der Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2014 vorgestellt. Aufsehenerregend ist ein dramatischer Anstieg rechtsextremer Gewalttaten um fast ein Viertel. Vor allem fremdenfeindliche Straftaten stiegen drastisch an, gegenüber dem Vorjahr verdreifachten sich die Vorfälle an Asylbewerberheimen. Nachdem bereits einige Länderberichte erschienen waren, stellten am Dienstag Bundesinnenminister Thomas de Maiziére (CDU) und Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen den Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2014 vor. Für den Bereich des Rechtsextremismus geht daraus hervor, dass die Anzahl der Anhänger der rechtsextremen Szene weiter zurückgegangen ist. So ließen sich 2014 insgesamt 22.150 Personen der Szene zurechnen (2013: 22.700). Zudem wurde erstmals erfasst, dass 10.500 Personen als gewaltorientiert gelten, also fast jeder Zweite. Zuvor erhob die Behörde nur die Anzahl der gewaltbereiten Personen (2013: 9.600), die nun als Teilmenge des gewaltorientierten Personenpotenzials enthalten sei. Anstieg rechtsextremer Gewalttaten auf 990 Delikte Im Jahr 2014 wurden insgesamt 23.909 extremistische Straftaten registriert, von denen 16.559 auf das Konto von Neonazis gingen. Weitaus brisanter ist der verzeichnete Anstieg rechtsextremistischer Gewalttaten von 801 im Jahr 2013 auf 990 im Jahr 2014. Dies entspricht einem Zuwachs von 24 Prozent und einer Höchstzahl an Delikten seit 2008. Damals wurden 1.042 Gewalttaten begangen. Mit 512 Delikten bilden die fremdenfeindlichen Straftaten den größten Anteil der Gewalttaten und erreichten den „höchsten Stand seit der Einführung des geltenden Definitionssystems im Jahr 2001 (374)“.

via endstation rechts: Verfassungsschutzbericht vorgestellt: Massiver Anstieg rechtsextremer Gewalt

White supremacist calls Charleston ‘a preview of coming attractions’

Dylann Roof refers to Harold Covington’s white separatist group, the Northwest Front, in his alleged manifesto. The rightwing sci-fi writer distances himself from the shooting, but his followers speculate if his work influenced Roof’s actions. One of the shadowy figures who appears to have influenced alleged Charleston killer Dylann Roof is Harold Covington, the founder of a white separatist movement and, within supremacist circles, an influential sci-fi author. Covington, the latest in a long line of rightwing sci-fi writers, has been linked to racist crimes in the past and this week called the massacre “a preview of coming attractions”. The racist manifesto and photos apparently posted by Roof makes mention of the Northwest Front, created by Covington, a former member of the American Nazi party who traveled to South Africa and Rhodesia in order to agitate for white power. In the accompanying photos, Roof wore patches with Rhodesian and apartheid-era South African flags on them. Covington, if you believe his website, runs a growing enclave of white supremacists near Seattle called the Northwest Front. The non-profit group is reflected in a series of sci-fi novels, authored by Covington, about a dystopian future in which a white nation is the only answer to US economic and racial woes. (…) The Roof killings are not the first time Covington’s name has come up in connection with an allegedly racist murder. Covington was part of a group of white supremacists in the 1970s who massacred black people at a rally in Greensboro (Covington didn’t kill anyone and wasn’t in attendance on the day of the violence). He was also at one time close with Frazier Glenn Miller, who is charged with killing a one woman, a 69-year-old Jewish man and that man’s 14-year-old grandson in front of their temple last year. Elizabeth Wheaton wrote about Covington in her book Codename Greenkil: The 1979 Greensboro Killings. “Covington was pretty much a minor player,” she told The Guardian. “He liked the Nazi image on the white power kinds of things, but he was kind of nerdy. Most of [the others] were country people or ex-military.”

via guardan: White supremacist calls Charleston ‘a preview of coming attractions’

Ken Burns: Confederate flag isn’t about heritage. It’s about resistance to civil rights.

Ken Burns, the documentarian behind PBS’s acclaimed The Civil War series, blasted the myth that the Confederate flag isn’t a symbol of racism and white supremacy during a Thursday appearance on MSNBC’s Morning Joe. “I think what happens is that we build up over time the sense of an excuse about why it came,” Burns said. “If you read … South Carolina’s articles of secession in November — after [Abraham] Lincoln’s election of 1860 — they don’t mention states’ rights, they don’t mention nullification. They mention slavery over and over again.” He later added, “Those [Confederate] flags came in after Brown v. Board of Education. This is not about heritage. This is about resistance to civil rights.”

via vox: Ken Burns: Confederate flag isn’t about heritage. It’s about resistance to civil rights.

Neo-Nazis gave Hitler salute on my doorstep, says Golders Green resident

Neo-Nazis have been distributing antisemitic propaganda to Jews near the site of the planned July 4 protest in Golders Green, according to one resident. The 88-year-old Holocaust survivor, who did not wish to be named, said a group of far-right extremists had come to his house on Rotherwick Road and told him that London would soon be “Jew-free”.

via thejc: Neo-Nazis gave Hitler salute on my doorstep, says Golders Green resident

Zentrum der Revisionisten

Die rechtsextreme „Gedächtnisstätte“ im thüringischen Guthmannshausen hat sich als zentraler Veranstaltungsort für Treffen von Geschichtsfälschern etabliert. Nachdem im vergangenen Jahr über 200 Rechtsextremisten in Guthmannshausen die offizielle Einweihung eines „Denkmals“ für die „deutschen Opfer“ des Zweiten Weltkriegs gefeiert hatten, standen und stehen in diesem Jahr wieder zahlreiche Veranstaltungen mit mehr und minder bekannten Geschichtsrevisionisten auf dem Programm des Vereins „Gedächtnisstätte“. Auch eine „Jubiläumsfeier“ der rechtsextremen Monatszeitschrift „Zuerst!“ soll bereits in der dem Verein seit 2011 zur Verfügung stehenden Immobilie über die Bühne gegangen sein, zudem ein Treffen der „Gesellschaft für freie Publizistik“. In der ersten Jahrshälfte war bereits ein Vortrag des österreichischen Geschichtsfälschers Walter Marinovic, der in der Ankündigung als stellvertretender Chef des „Kulturwerks Österreich“ vorgestellt wird, vorgesehen. Ebenfalls für Veranstaltungen angekündigt waren Alfred E. Zips, Oberstleutnant a.D. und in rechtsextremen Kreisen als Referent umtriebig, Rolf Sauerzapf, Vorsitzender des „Allgemeinen Deutschen Kulturverbandes“ und Aktivist im „Verein für deutsche Kulturbeziehungen im Ausland“ (VDA), Roland Wuttke, Schriftleiter der Neonazi-Zeitschrift „Volk in Bewegung“, sowie der thüringische „Gebietsleiter“ des Holocaust-Leugner-Netzwerks „Europäische Aktion“ (EA), Axel Schlimper. (…) Nach einem „Trainings-Seminar Kommunikation“ von Wolfgang R. Grunwald im Juli soll dann am ersten Augustwochenende ein Sommerfest in Guthmannshausen stattfinden, zu dem ein „Liederabend“ mit NPD-Barde Frank Rennicke und ein Vortrag zur „Lage in Deutschland“ von „Gedächtnisstätte“-Vorstand Paul Latussek gehören. Parallel zu einem Referat von EA-Mann Schlimper sollen „Spiele für die Kleinen“ und „Wettkämpfe für die Jugendlichen“ angeboten werden.

via bnr: Zentrum der Revisionisten

Rechter #Lehrer an #Waldorfschule – Der „völkische #Aktivist “ darf bleiben

Ein Lehrer steht im Zusammenhang mit #Rassismus und NS-Akklamation. Die Freie Waldorfschule #Minden will sich trotzdem nicht von ihm trennen. In Minden muss der Lehrer für Werken und Kunstgeschichte an der Freien Waldorfschule vorerst nicht gehen. Am späten Mittwochnachmittag sprach sich auf einer Schulversammlung die Mehrheit für den Verbleib von Wolf-Dieter Schröppe aus – trotz seiner engen rechten Verstrickungen. „Er hat uns versichert kein Rechtsextremer zu sein und wir glauben ihm“, sagte ein Sprecher der Schule, der nicht namentlich genannt werden möchte. Im April diesen Jahres begann der Konflikt, nachdem zwei Schülerinnen Berichte über die Ahnenstätte Conneforde aufgefallen waren: Der Vorsitzende des Trägervereines des Friedhofes bei Oldenburg, auf dem sich gerne Altnazis beerdigen lassen, ist Schröppe. Das Amt übernahm er 2008 von dem Rechtsextremen Alfred Mahnke, der 1972 für die NPD bei der Bundestagswahl kandidierte. (…) Auf der Schulversammlung wurde die ausführliche Studie zu Schröppes Kontakten und Texten, die er bei verschiedenen extrem rechten Weltanschauungsgemeinschaften veröffentlicht hat, vorgestellt. Das schriftliche Fazit von Frederic Clasmeier und Karsten Wilke von der Mobile Beratung ist eindeutig: „In den von Schröppes verfassten Texten finden sich wesentliche Denk- und Argumentationsmuster der ‚völkischen Ideologie‘“. Hierzu gehörten „Dichotomien wie Ursprung/Zivilisation oder Gemüt/Intellekt“, damit einher gehen würden Rekurse auf Volk, Natur, Ursprünglichkeit und Kraft. „Einer ihrer besten Lehrer“ Zudem stünden die Organisationen und Publikationszusammenhänge in denen Schröppe bewege, ganz eindeutig für Rassismus, Antisemitismus, Demokratiefeindlichkeit und NS-Akklamation. Es sei höchst ungewöhnlich, wenn ein „erwachsener Mann ‚zufällig‘ oder ‚unbewusst‘ in derartige Kreise“ gerate. Der 53-Jährige müsste als „Aktivist innerhalb eines extrem rechten ‚völkischen Netzwerks‘ gesehen werden“, so Clasmeier und Wilke.
Bei der Schulveranstaltung stimmten von 189 Anwesenden 78 für einen Verbleib an der Schule, 50 forderten eine Entlassung und 61 wollte ihn beurlauben und die Entscheidung verschieben. In der offenen Diskussion spiegelte sich die Zerrissenheit der Schule mit 250 Mädchen und Jungen wider: Die, die ihn seit Jahren kennen, traten vehement für ihn ein – er sei einer ihrer besten Lehrer. Andere warfen ihm vor, er strapaziere den Sympathiefaktor seit langem über. Zudem nun auch noch kurz vor der Versammlung öffentlich geworden sei, dass Schröppe auch bei der rechtsextremen Arier-Sekte „Artgemeinschaft“ involviert ist.

via taz: Rechter Lehrer an Waldorfschule – Der „völkische Aktivist“ darf bleiben

Greek Holocaust Memorial Vandalized Two Weeks After Unveiling

Blue paint attack follows abortive attempt to prevent monument from being displayed. When we last left the Greek town of Kavala, its mayor had just attempted to blackball a monument to the town’s 1,434 Jews who were murdered in the Holocaust. Mayor Dimitra Tsanaka initially objected to the presence of a Star of David on the memorial and postponed its dedication, but she relented after international outcry. And when the monument was unveiled on June 7—several weeks after originally scheduled—it looked as though Kavala’s victims would finally receive their recognition. Unfortunately, that isn’t quite how things have turned out. At the unveiling ceremony, Greek deputy minister Panagiotis Sgouridis likened “the atrocities of World War II” to “the blockade of Gaza” in his speech, listing the Holocaust alongside “the continuation of the extermination of the Assyrians by the jihadists, the invasion and occupation in northern Cyprus, the Kurdish issue, the blockade of Gaza, the genocidal dismemberment of Yugoslavia.” (Sgouridis did not address how his claim squared with the fact that more Jews were killed in a single day during the Holocaust than all Israeli and Palestinian casualties in Gaza’s wars combined.) If these accusations of genocide suggested that the town of Kavala had not quite exorcised the demons of its anti-Semitic past, then Sunday’s events confirmed it. Yesterday morning, the Holocaust memorial monument was found vandalized, just two weeks after its unveiling. Photos from the Greek outlet Proini News captured the memorial covered in blue paint.

via tablemag: Greek Holocaust Memorial Vandalized Two Weeks After Unveiling

siehe auch: Breaking: Desecration of the Holocaust Memorial of Kavala. Unknown persons desecrated with paint the Holocaust Memorial of Kavala early this morning (see the photos below), reported the website proininews.gr. The inauguration of the Holocaust Memorial took place on Sunday June 7, 2015. The Monument dedicated to the 1,484 Jews of the town who perished in the Nazi camp of Treblinka, was unveiled following a controversy of many weeks caused by the decision of the Mayor of Kavala to postpone the unveiling ceremony on the grounds that members of the city council objected to the monument’s “Star of David” engraving.

Sonnenwende mit NS-Liedgut

Kleine und größere Kinder hielten ihre brennenden Fackeln an den Feuerstoß, um ihn zu entzünden. Dies war der Höhepunkt des „11. Nationalen Kinderfestes“ mit anschließender Sonnenwendfeier in Jamel. Es war gegen 19.30 Uhr in dem kleinen Dorf bei Grevesmühlen, als die Kleinen vortraten und ihren Beitrag zum völkischen Sommer-Ritual leisteten. Mindestens 150 Gäste des  Neonazis Sven Krüger waren zuvor in einem langen Zug vom Haus zur Feuerstelle gezogen. Dort stellten  sie sich in einem Kreis auf, Fanfaren erklangen. Der ehemalige Aktivist der „Heimattreuen Deutschen Jugend“ (HDJ), Alf Börm, dessen Eltern bereits in der ebenfalls verbotenen „Wiking Jugend“ (WJ) waren, leitete die Zeremonie. In der Hand trug er ein Klemmbrett mit Notizen, breitbeinig baute er sich neben Sven und Janette Krüger auf. Die ehemalige RNF-Anführerin schaukelte nebenher einen Kinderwagen. Obwohl viele der Anwesenden bunt gekleidet waren, vielleicht die Hälfte nur dem altmodischen Ideal der völkischen Gemeinschaft entsprach, wurde der NS-Bezug dieser „Feierstunde“ doch deutlich, denn es sollte ein Propagandalied der „Hitlerjugend“ angestimmt werden. Zuvor allerdings trug Börm Verse vor und bot den Anwesenden anschließend an, Feuersprüche zu entbieten. Der Schweriner NPD-Fraktionschef Udo Pastörs rief etwa: „Feuer bringt Licht ins Dunkel, Feuer verzehre das Böse, verzehre unsere Feinde, gibt Raum für das Leben unseres Volkes.“ Eine Frau trat vor und als letzter gedachte der glatzköpfige Sven Krüger seines Vaters. Er warf einen Eichenstrauch in Feuer. Im „Blitzkrieg“-Shirt beim Kinderfest Dann wurde ein beliebtes Lied aus dem Repertoire der „Hitlerjugend“ angestimmt: „Nur der Freiheit gehört unser Leben“. Mit dabei die NPD-Landtagsabgeordneten Stefan Köster und David Petereit sowie deren Kinder. Die meisten lasen von Zetteln ab, laut sangen viele den Refrain „Freiheit ist das Feuer“ des Liedes mit, welches der Nazi-Dichter Hans Baumann 1935 im Auftrag der Reichsjugendführung geschrieben haben soll. Kräftig stimmte auch Sven Krüger mit ein, den halbwüchsigen Sohn im „5 Jahre Thinghaus“-Shirt an seiner Seite. Aus Saarbrücken war eigens der NPD-Anwalt Peter Richter angereist, aus Lübeck kam NPD-Mann Jörn Lemke. (…) Im Nachbarort Gressow kontrollierte die Polizei mit Sperren die Zufahrt. Unter den  Anreisenden waren die regionale Vorsitzende des „Rings Nationaler Frauen“ Antje Menzel aus Stralsund, ehemalige Rädelsführerin einer verbotenen Kameradschaft, oder Benjamin Köpcke aus Rostock, der der Bruderschaft „Brigade 8“ zugerechnet wird. Krügers „Kameradschaft Wismar“ war ebenso mit ihren Familien vertreten wie auch die „Dreiländer“-Kameradschaft mit auffälligen Runenzeichen, Rostocker Neonazis um Marcel Prätorius,  sowie die NPD-Anhänger wie Stefan Zahradnik, Alexander Barten und Friedrich Tinz. Einer der anreisenden Rostocker Neonazis wurde gerade aus dem Gefängnis entlassen. Auch Krügers „Brüder“ aus der als militant geltenden Kameradschaft „Hammerskin Nation“ waren aus der Prignitz und Berlin angereist. Kinder liefen in Shirt mit der Aufschrift „Kleiner Heide“ herum, junge Nachwuchsrechte trugen ihre Gesinnung zur Schau, ein junger Mann zeigte das Konterfei von Ian Stuart Donaldson, dem Gründer von „Blood&Honour“. Ein Fahrzeug  aus Ratzeburg trug den beliebten Szenecode „1488“ im Kennzeichen.

via bnr: Sonnenwende mit NS-Liedgut

#Ukraine – Das Aus für Hammer und Sichel

Mit einem neuen Gesetz will die Ukraine kommunistische Propaganda unterbinden. Darauf, den “kriminellen Charakter” des kommunistischen Regimes der Sowjetunion zwischen 1917 und 1991 zu leugnen, drohen harte Strafen. Und auch eine Partei wird verboten. Schon seit über einem Jahr geht die ukrainische Regierung gegen die Kommunistische Partei im Land vor. Das Justizministerium sammelte Beweise dafür, dass die Partei die Separatisten im Osten unterstütze. So auch bei der sogenannten Volksabstimmung in den Bezirken Donezk und Luhansk im Mai 2014: Die Kommunistische Partei habe sie mitorganisiert – und damit gegen ukrainisches Recht verstoßen, so die Regierung. Aber das Verbotsverfahren kommt nicht voran. Die Kiewer Gerichte schieben sich die Angelegenheit zu wie ein heißes Eisen. Gerade nahm das Bezirks-Verwaltungsgericht wieder eine Sitzung von der Tagesordnung – mit der Begründung, zuständig sei die höhere Instanz. Justizminister Pawlo Petrenko kommentierte: Das ukrainische Justizsystem sei eben korrupt, außerdem wolle kein Richter Verantwortung übernehmen. Doch seit heute sei das Gerichtsverfahren auch gar nicht mehr entscheidend, meint Petrenko. “Das Parlament hat eine historische Entscheidung gefällt: Es hat einen Schlussstrich unter die kommunistische Vergangenheit der Ukraine gezogen. Das Gesetz über die Entkommunisierung verbietet auch die Kommunistische Partei. Sie verwendet ja die gleichen Symbole wie das totalitäre Sowjet-Regime, das einst in der Ukraine geherrscht hat. Das Verbotsverfahren, das ich als Justizminister angestoßen habe, ist damit hinfällig.” Das von Petrenko erwähnte Gesetz ist seit genau einem Monat in Kraft. So lange gab es den Parteien Zeit, sich umzubenennen, Symbole anzupassen und das politische Programm zu ändern. Die Kommunistische Partei der Ukraine jedoch tat nichts. Damit ist sie seit heute tatsächlich illegal. (…) Gegen das sogenannte Entkommunisierungsgesetz wandten sich nicht nur Sympathisanten der Kommunisten. Auch 70 internationale Wissenschaftler kritisierten es. Das Gesetz widerspreche der Meinungsfreiheit, schrieben sie in einem offenen Brief. Es spiele denjenigen in die Hände, die die Ukraine spalten und schwächen wollen.

via deutschlandfunk: Ukraine – Das Aus für Hammer und Sichel

Kirchenobere zweifeln an deutscher Alleinschuld am Krieg

Der Friede von Versailles war ungerecht und es sei ebenfalls zu einfach, Deutschland die Alleinschuld am Zweiten Weltkrieg zu geben – solche und andere Äußerungen machten Brandenburger Kirchenobere öffentlich in Interviews. Hintergund ist die Millionenspende an mehrere Brandenburger Gemeinden der rechtslastigen “Stiftung Preußisches Kulturerbe” des Mäzen Max Klaar. Brandenburger Kirchenobere zweifeln öffentlich an Deutschlands Alleinschuld am Zweiten Weltkrieg. Der katholische Potsdamer Pfarrer Klaus-Günter Müller sagte im rbb: “Der Friede von Versailles, der war so ungerecht, dass die Leute sagen, das ist Unrecht. Und wenn man einen ungerechten Frieden macht: dass das nach Revanche schreit, ist doch klar.” Die evangelische Generalsuperintendentin Heilgard Asmus sagte: “Ich vermute, es ist zu einfach zu sagen, am 1. September ’39 hat der Zweite Weltkrieg durch Deutschland begonnen und Deutschland war ganz allein Schuld und alle anderen wollten gar keinen Krieg, die Großmächte.” Die Äußerungen fielen in Interviews über die Millionenförderung von mindestens 17 Brandenburger Kirchgemeinden durch die rechtslastige “Stiftung Preußisches Kulturerbe”, vertreten durch den pensionierten Oberst der Bundeswehr Max Klaar. Bereits zwei Millionen Euro hat Klaar unter anderem an Kirchgemeinden Brandenburgs verteilt. Klaars Stiftung hatte ursprünglich mehr als sechs Millionen Euro Spenden für den Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche eingesammelt. Weil er dort kein Versöhnungszentrum zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit wollte, zog er sich 2014 zurück. Die Spendengelder verteilt seine Stiftung nun an Kirchgemeinden, zum Beispiel bislang rund 200.000 Euro an katholische Gemeinden in Potsdam, rund 600.000 an die evangelische Nikolai-Kirchengemeinde und vor wenigen Tagen erst 700.000 Euro für die Dorfkirche Bornim. “Das kennen wir aus der Propaganda der Nationalsozialisten” Das Geschichtsbild Klaars hinderte die Gemeinden bislang nicht daran, die Großspenden anzunehmen. Klaar, zugleich langjähriger Vorsitzender des Verbandes Deutscher Soldaten schrieb 2011: “Beide Weltkriege wurden von Großbritannien und seinen Verbündeten als zweiter 30-jähriger Krieg geführt, um Deutschland als Wirtschaftsmacht auszuschalten.” Der Berliner Rechtsextremismus-Forscher Hajo Funke sagte zu Klaars These, diese entspreche der “Propaganda der Nationalsozialisten”. Zu Klaars Zitat befragt, war der katholische Pfarrer Müller nicht zu einer Distanzierung bereit. Der Wissenschaftler Funke kritisiert die Haltung Müllers zu Versailles als Begründung des Zweiten Weltkriegs scharf: Wenn Müller hier Verständnis äußere, müsse er wissen, dass “dieses Denken in Rache” das “Denken der Nationalsozialisten und mancher Deutschnationaler” gewesen sei. Das gilt auch für ein weiteres Zitat des Ex-Bundeswehroberst Max Klaar: “Deutsche haben allen Grund, den 8. Mai 1945 als den Tag anzusehen, an dem die Ausschlachtung des völlig entrechteten Deutschlands begann! Das sollten wir jedem entgegnen, der uns mit der ‘Befreiungs-Lüge’ kommen will.” Pfarrer Müller sagte, für viele Ostdeutsche sei der 8. Mai kein Tag der Befreiung, weil sich dann die “rote Diktatur” angeschlossen habe. Dagegen widersprach die Generalsuperintendentin Heilgard Asmus in diesem Punkt Max Klaar: Das sei eine “unverschämte Geschichtsverfälschung”, weil hier Ursache und Wirkung verwechselt würden, “was Deutschland über andere Völker an Leid gebracht hat, an Ausrottung, an Großmachtstreben. Das musste bestraft werden, also für mich ist der 8. Mai ganz klar ein Tag der Befreiung von vielem.”

via rbb: Kirchenobere zweifeln an deutscher Alleinschuld am Krieg

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