Zweifel an Melania Trumps Uni-Abschluss

“Ist Melania Trump eine Werbung für Slowenien?”, fragte kürzlich eine Zeitung. Immer mehr Slowenen zweifeln daran. Vielen ist Frau Trump, die als Melania Knavs (ausgesprochen Knaus) vor 46 Jahren im Ort Sevnica geboren wurde, mittlerweile peinlich. Zunächst schämte man sich, dass sie möglicherweise eine Rede von Michelle Obama abgekupfert hat, jetzt geht es um eine zweite Schwindelei. Wie die Delo-Journalistin Klara Skrinjar schreibt, könnten ihre Angaben zu ihrer Ausbildung nicht den Tatsachen entsprechen. Laut ihrer offiziellen Biografie hat Melania einen Abschluss an der Universität in Ljubljana in den Fächern Architektur und Design. Und da beginnt bereits das Problem. Denn in Ljubljana kann man nicht an ein- und derselben Universität Architektur und Design studieren. Für Architektur gibt es eine eigene Fakultät, Design kann man entweder an der Akademie für bildende Künste oder an der Fakultät für Naturwissenschaft studieren. Einer der Biografen von Melania Trump, Igor Omerza, behauptet, dass sie überhaupt kein Studium abgeschlossen hat. Er meint, dass sie nur ein Jahr Architektur studiert habe. Die Studienkollegen hätten sie danach nicht mehr wiedergesehen, sagte der Autor zu Balkaninsight. Omerza hat mit dem berühmten slowenischen Journalisten Bojan Pozar erst kürzlich Trumps Biografie mit dem Titel Aus einem slowenischen kommunistischen Dorf ins Weiße Haus veröffentlicht. Falsche Angaben zu Familie Die These, dass Frau Trump keinen Abschluss haben könnte, wird durch Recherchen in der virtuellen Bibliothek Cobiss gestützt, in der alle öffentlichen Datensätze, unter anderem die akademischen Abschlüsse, gespeichert sind. Unter Melania Knavs findet man dort nichts.

via standard: Zweifel an Melania Trumps Uni-Abschluss

Empörung über Aufhebung des Urteils gegen Kardinal Stepinac

Kardinal 1946 als Nazi-Kollaborateur verurteilt, 1998 seliggesprochen. Das Wiesenthal-Zentrum in Israel hat empört auf die Aufhebung des historischen Stepinac-Urteils durch ein kroatisches Gericht reagiert. 70 Jahre nach dem Schuldspruch durch ein kommunistisches jugoslawisches Gericht gegen den Kardinal Alojzije Stepinac (1898-1960) war das Urteil am Freitag annulliert worden. Der Kardinal sei “ein eifriger Unterstützer des genozidalen Regimes des Unabhängigen Staates Kroatien gewesen”, sagte der Leiter des Wiesenthal-Zentrums, Efraim Zuroff, am Sonntag in Jerusalem. “Gegen keinen Menschen, der dieses Regime unterstützt hat, sollte eine Verurteilung aufgehoben werden.”

via standard: Empörung über Aufhebung des Urteils gegen Kardinal Stepinac

München: Amokschütze plante die Tat seit einem Jahr

Der 18-jährige David S., der in München neun Menschen erschoss, hatte die Tat ein Jahr lang vorbereitet. Laut Ermittlern soll er dazu ein eigenes Manifest geschrieben haben. Der Amokschütze von München hat seine Tat offenbar lange vorbereitet. Bereits seit einigen Jahren habe er sich mit dem Thema Amok befasst, sagte der Chef des Landeskriminalamtes, Robert Heimberger, bei einer Pressekonferenz in München. Seit vergangenem Sommer habe er die Tat geplant. Auf einem Computer in seinem Zimmer fanden die Ermittler demnach ein Manifest, in dem sich David. S. mit seinen Plänen befasst habe. Das Manifest des norwegischen Attentäters Anders Breivik habe man entgegen erster Verlautbarungen allerdings nicht auf dem Computer gefunden. Dennoch scheint klar, dass sich David S. stark an dem Attentat Breiviks und dem Amoklauf von Winnenden orientiert hat. In der baden-württembergischen Stadt hatte der 17-jährige Tim K. im Jahr 2009 15 Menschen umgebracht. David S. war laut Ermittlern im vergangenen Jahr sogar nach Winnenden gefahren, um sich dort an den Tatorten umzusehen. Entsprechende Fotos habe man auf seiner Digitalkamera gefunden.
David S. hatte am Freitag auf dem Gelände des Olympia-Einkaufszentrums in München neun Menschen erschossen. Die Tat geschah auf den Tag fünf Jahre nach dem Breivik-Attentat. (…) Die Ermittler gehen davon aus, dass sich der Täter seine Opfer nicht gezielt ausgesucht hat. Zwar habe es im Jahr 2012 ein Verfahren gegeben, in dem es darum ging, dass David S. auf dem Schulweg von drei anderen Jugendlichen gehänselt worden sein soll. Von den damals Beschuldigten sei aber keiner unter den Opfern gewesen. David S. hatte nach Erkenntnissen der Ermittler am Freitag über ein gefälschtes Facebook-Profil andere Jugendliche eingeladen, in die McDonald’s-Filiale am Olympia-Einkaufszentrum zu kommen. Mit Mitteilungen über den Facebook-Messenger habe er dem Nachdruck verliehen. Ob diese Einladungen angenommen wurden, ist unklar. Zwischen den Kommentaren auf dem Facebook-Profil und den Opfern gibt es laut LKA keine Namensübereinstimmungen. Das Facebook-Profil mit Namen und Foto eines türkischstämmigen Mädchens, habe er bereits im Mai eingerichtet. Bei der Tat am vergangenen Freitag wurden nach Angaben des LKAs vor allem Menschen mit Migrationshintergrund umgebracht. Unter den neun Toten sind zwei Deutsche, zwei Menschen mit deutschtürkischer Nationalität, jeweils eine Person aus Ungarn, der Türkei und Griechenland. Ein Toter stamme aus dem Kosovo, ein weiteres Todesopfer sei staatenlos gewesen. LKA-Chef Heimberger trat jedoch Spekulationen entgegen, wonach es der Amokschütze gezielt auf Jugendliche mit Migrationshintergrund abgesehen habe. Er sei selbst in der Gegend aufgewachsen und kenne die McDonald’s-Filiale, sagte Heimberger. Naturgemäß bestehe die Klientel dort eher aus Migrantenkindern. Pistole aus dem Darknet Die Tatwaffe war nach Angaben der Ermittler eine reaktivierte Theaterwaffe. Die Waffe trug ein Prüfzeichen aus der Slowakei. Der 18-Jährige verschaffte sich die Glock 17 offenbar im Darknet. Darauf deuten Chatprotokolle hin.

via spon: München: Amokschütze plante die Tat seit einem Jahr

siehe auch: Amokläufer David S.: Einsam, krank und fest entschlossen. Der Münchner David S. hat neun Menschen erschossen. Was trieb den 18-jährigen Jungen zu seinem blutigen Amoklauf? Eine Spurensuche im Leben eines Einzelgängers. Am Freitag, den 22. Juli 2016, sterben auf dem Gelände des Olympia-Einkaufszentrums in München neun Menschen – hingerichtet vom 18-jährigen Deutsch-Iraner David S.. Wer war der Mann, der sich noch gleichen Abend selbst umbrachte? Zwei Tage nach der Bluttat sind noch immer viele Fragen offen. Doch aus dem, was man bisher weiß, ergibt sich das Bild eines einsamen jungen Menschen mit schweren psychischen Problemen, dessen Leben schon seit langem auf die schreckliche Tat zusteuerte. (…) David flüchtet sich mehr und mehr in die Welt der Computerspiele. Vor allem der Ego-Shooter Counter-Strike hat es ihm angetan. Laut einem Mitspieler meldet er sich in Chats unter Namen wie “Amokläufer” und “Hass” an. Dort lebt er offenbar auch seine Wut auf die Türken aus. Er habe “Türkei =ISIS” gepostet und die rechtspopulistische AFD verehrt, berichtet der Mitspieler. Im vergangenen Winter sei der Kontakt abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt ist David längst in psychiatrischer Behandlung. Im Sommer 2015 verbringt er laut Staatsanwaltschaft zwei Monate in einer stationären Einrichtung. Auch danach wird er ambulant weiterbehandelt, bekommt Psychopharmaka verordnet. David leidet offenbar nicht nur unter Depressionen, sondern auch unter einer sozialen Phobie, Begegnungen mit Fremden versetzen ihn in Angstzustände. Noch im Juni 2016 sucht er offenbar einen Arzt auf. Sein Motiv: Der klassische Amokläufer Ein genaues Motiv für den Amoklauf lässt sich kaum erkennen. Doch David S. war, auch wenn es zynisch klingt, wohl so etwas wie ein Amokläufer aus dem Lehrbuch. “Er passt von Persönlichkeit und Verhaltensweisen”, sagt Forscherin Britta Bannenberg von der Universität Gießen; Täterprofil des Amokläufers – Inszenierter Selbstmord. Der Täter von München war nach bisheriger Erkenntnis ein klassischer Amokläufer. Der Deutsch-Iraner bereitete sich lange auf die Tat vor; München: Amokschütze plante die Tat seit einem Jahr. Der 18-jährige David S., der in München neun Menschen erschoss, hatte die Tat ein Jahr lang vorbereitet. Laut Ermittlern soll er dazu ein eigenes Manifest geschrieben haben. Der Amokschütze von München hat seine Tat offenbar lange vorbereitet. Bereits seit einigen Jahren habe er sich mit dem Thema Amok befasst, sagte der Chef des Landeskriminalamtes, Robert Heimberger, bei einer Pressekonferenz in München. Seit vergangenem Sommer habe er die Tat geplant. Auf einem Computer in seinem Zimmer fanden die Ermittler demnach ein Manifest, in dem sich David. S. mit seinen Plänen befasst habe. Das Manifest des norwegischen Attentäters Anders Breivik habe man entgegen erster Verlautbarungen allerdings nicht auf dem Computer gefunden.

“Wir rotten Euch aus, verbrennen Euch”

Auch in Deutschland attackieren Erdogans Anhänger Andersdenkende – Kurden, Aleviten, Gülen-Leute und Säkulare. Vor allem ein Verein, der der türkischen Regierung untersteht, macht gegen sie Stimmung. Wenige Tage nach dem Putschversuch in der Türkei preisen die Besucher einer kleinen Moschee in Berlin-Schöneberg ihren “büyük lider”, den großen Führer Recep Tayyip Erdogan. Vor dem Gebetsraum hängt die türkische Flagge. “Ich finde es absurd, dass der Zustand in der Türkei nun mit einer Diktatur gleichgesetzt wird”, beschwert sich Yussuf, ein junger Mann. “Hunderte Menschen haben die Putschisten brutal ermordet. Und wer wird nun als großer Übeltäter dargestellt? Erdogan! Dabei hat er die Demokratie gerettet!” Die Frage nach der Säuberungswelle des AKP-Regimes wird seither mit einer abwinkenden Handbewegung beantwortet. Besondere Zeiten, heißt es, erforderten eben besondere Maßnahmen. Die Hinterhof-Moschee gehört zur Türkisch-Islamischen Union (Ditib), in der 900 Moscheevereine zusammengeschlossen sind. Ditib ist eigentlich ein deutscher islamischer Verein – der aber dem Religionsministerium in der Türkei unterstellt ist. Die großen deutschen Islamverbände haben den Putschversuch in der Türkei scharf verurteilt und ihre “Solidarität mit den Menschen in der Türkei und der Demokratie” bekundet. Doch seit der Niederschlagung des Putsches und Erdogans Säuberungswelle hüllen sich die Verbände in Schweigen. Und äußern sie sich doch, dann rabiat. Ein Aushang einer Ditib-Moschee etwa in Hagen forderte “Vaterlandsverräter” auf, draußen zu bleiben. In Gelsenkirchen belagerten am vorigen Wochenende rund 150 Erdogan-Anhänger über Stunden einen Jugendtreff der Gülen-Bewegung und warfen Fensterscheiben ein. Tausende gingen auf die Straßen und riefen “Allahu akbar”. “Die Konflikte in der Türkei zeichnen sich sehr deutlich auch in Deutschland ab”, sagt Susanne Schröter, Direktorin des Forschungszentrums Globaler Islam der Goethe-Universität in Frankfurt. “Kurden, Aleviten und Gülen-Anhänger werden beschuldigt, Jugendliche haben randaliert.” (…) “Seit dem Putschversuch bekommen wir täglich Drohnachrichten und Hassbotschaften”, sagt Velican Dogan, Vorsitzender des Bundes Alevitischer Jugendlicher in NRW. “Was für perfide Dreckschweine die Aleviten in Deutschland doch sind”; “Ihr kommt auch noch dran” oder “Wir rotten Euch aus, verbrennen Euch wie 1993” posten User, deren Profilbilder oft die türkische Fahne zeigen. 1993 zündete eine aufgepeitschte Menge in der türkischen Stadt Sivas ein Hotel an, in dem sich die Besucher eines alevitischen Festivals befanden. 35 Menschen starben.

via welt: “Wir rotten Euch aus, verbrennen Euch”

Moscow Police Report 86% Rise in Online Hate Crime

The Moscow police have recorded an 86 percent rise in online extremism in the first half of 2016, compared to the same period last year, the Interfax news agency reported. Anatoly Yakunin, the head of Moscow’s Interior Ministry announced that all forms of extremist crimes had risen 25 percent in the first half of the year but that the 86 percent rise in online extremism caused particular concern. Yakunin told journalists in March that combating extremism would be the Moscow police’s highest priority in 2016. Deputy head of Russia’s Interior Ministry, Vladimir Markov in March explained that nationwide rises in extremist crime do not represent a worsening in the situation, the RIA Novosti news agency reported.

via themoscowtimes: Moscow Police Report 86% Rise in Online Hate Crime

Trump-Berater ruft zu Erschießung Clintons auf

Al Baldasaro hat Donald Trump in Fragen zur US-Armee beraten und ist bei mehreren seiner Veranstaltungen aufgetreten. Nun ermittelt der Geheimdienst gegen ihn, weil er dazu aufgerufen hat, Hillary Clinton zu ermorden. Baldasaro hatte am Dienstag im Radio gesagt mit Bezug auf einen tödlichen Anschlag, der während Clintons Zeit als Außenministerin im libyschen Bengasi 2012 verübt wurde, die derzeitige Präsidentschaftsbewerberin gehöre “in die Schusslinie” und sollte “wegen Verrats erschossen werden”.

via ntv: Trump-Berater ruft zu Erschießung Clintons auf

Can Dündar zur Lage in der Türkei – “Die zivile Diktatur hat bereits begonnen”

Can Dündar ist untergetaucht. Bei einer Rückkehr in die Türkei droht dem Chefredakteur der regierungskritischen Zeitung “Cumhuriyet” Haft. Auch mit dem Tode wird er bedroht. Cornelia Kolden hat Dündar getroffen und mit ihm über die Entwicklung in der Türkei gesprochen. Wir treffen uns in einem Hotelzimmer irgendwo in Europa. Eigentlich wollte er nur Urlaub machen, der Chefredakteur der regierungskritischen Zeitung “Cumhuriyet”. Jetzt hängt er am Internet, schaut fassungslos auf die Ereignisse in seiner Heimat. “Es herrscht eine Atmosphäre der Angst im Land. Alle fürchten sich, zu sprechen, zu schreiben. Weil nicht nur die Regierungskräfte drohen, sondern auch einige militante AKP-Anhänger. Sie brüllen herum und schüchtern Menschen ein”, sagt Dündar. “Und es kursieren viele Listen in den sozialen Netzwerken. Eine Liste der Journalisten, die verhaftet werden sollen. Eine Liste für Akademiker, für Bürokraten, … . Das zeigt, dass sie schon auf so einen Putschversuch vorbereitet waren.” “Sind Sie auf einer Liste?”, frage ich. “Ich stehe ganz oben”, sagt Dündar. Das hat ihn schon im Mai fast das Leben gekostet. Mit Erfolg ging Dündar vor Gericht gegen sechs Jahre Haft wegen Spionage vor. Und dann das: Vor dem Gerichtsgebäude in Istanbul wird auf ihn geschossen, er bleibt aber unverletzt. Der Angreifer ist AKP-Mitglied. Erdogan selbst hat Dündars Freilassung durch die Verfassungsrichter nie akzeptiert. (…) “Es gibt eine andere Türkei, viel näher an europäischen Werten wie Demokratie, Menschenrechte, Trennung von Religion und Staat, Gleichberechtigung zwischen Mann und Frauen, Rechtstaatlichkeit. Wir repräsentieren die westlichen Werte in der Türkei. Nicht Erdogan und seine Gefolgschaft. Wir brauchen die Unterstützung und Solidarität unserer europäischen Freunde. Kanzlerin Angela Merkel ist eine der wenigen Staatschefs, die mit Erdogan reden können, ihm etwas abverlangen könnten”, sagt er. Aber das habe sie bis jetzt nicht getan.

via tagesschau: Can Dündar zur Lage in der Türkei – “Die zivile Diktatur hat bereits begonnen”