NPD-Vize war eng mit Terrorzelle vernetzt

Wie vernetzt waren die NPD und die Terrorzelle “Nationalsozialistischer Untergrund” (NSU)? Nach ARD-Recherchen waren die Kontakte enger als bisher bekannt. Demnach hat der stellvertretende NPD-Bundesvorsitzende und Thüringer Landeschef

Frank Schwerdt

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über Jahre enge Kontakte zu mehreren mutmaßlichen Mitgliedern und Helfern der NSU. In einem Interview mit der ARD räumte Schwerdt ein, dass Uwe Mundlos, eines der mutmaßlichen NSU-Mitglieder, Ende der neunziger Jahre mindestens ein Mal als Fahrer für ihn tätig war. Auf einem der ARD vorliegenden Foto vom 17. Januar 1998 ist er außerdem mit der mutmaßlichen NSU-Terroristin Beate Zschäpe bei einer Demonstration in Erfurt zu sehen. Nur zehn Tage später tauchten Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt in den Untergrund ab. Schwerdt gilt demnach zudem als politischer Ziehvater von Ralf Wohlleben, der in Untersuchungshaft sitzt und das Trio mit einer Waffe versorgt haben soll. Zugleich räumte Schwerdt ein, etwa drei Wochen nach dem Abtauchen der Zwickauer Zelle mit André K. in Berlin einen mutmaßlichen Helfer empfangen zu haben.

via tagesschau: NPD-Vize war eng mit Terrorzelle vernetzt

siehe auch: NPD-Funktionär soll Kontakt zu NSU-Terroristen gehabt haben. NPD-Funktionär soll Kontakt zu NSU-Terroristen gehabt haben
Der Vize-Vorsitzende der NPD, Frank Schwerdt (links im Bild) soll den NSU-Terroristen Uwe Mundlos als Fahrer beschäftigt haben. Wie stark ist die NPD mit der rechten Terrorzelle “Nationalsozialistischer Untergrund” (NSU) verbunden? Ein Medienbericht legt nun die Vermutung nahe, dass die Bande enger ist als bislang bekannt. Demnach arbeitete einer der mutmaßlichen NSU-Mörder als Fahrer für den Vize-Bundesvorsitzenden der NPD. Der stellvertretende NPD-Bundesvorsitzende Frank Schwerdt hat einem Medienbericht zufolge jahrelang Kontakte zu mehreren mutmaßlichen Mitgliedern und Helfern der Terrororganisation Nationalsozialistischer Untergrund unterhalten. In einem am Montagabend in den ARD-“tagesthemen” ausgestrahlten Interview räumte Schwerdt ein, dass Uwe Mundlos, einer der mutmaßlichen NSU-Mörder, Ende der 90er-Jahre mindestens ein Mal als Fahrer für ihn tätig gewesen sei. Auf einem der ARD vorliegenden Foto vom 17. Januar 1998 ist der langjährige NPD-Bundesgeschäftsführer zudem mit der mutmaßlichen NSU-Terroristin Beate Zschäpe bei einer Demonstration in Erfurt zu sehen. Nur zehn Tage später tauchten Zschäpe und Mundlos ab.

Dossier Rechtsterrorismus / articles about right-wing terrorism: Nationalsozialistischer Untergrund – Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Beate Zschäpe. Polizistinnenmord, Dönermord, Rohrbombe, Thüringer Heimatschutz (THS) – Dossier: Kategorie NSU – http://bit.ly/ths-nsu

Freund mordender Nazis lebte in Regensburg

Tino Brandt aus Thüringen ist ein unbelehrbarer Faschist. Auch in der Oberpfalz versuchte er, braune Propaganda zu verbreiten. (…) Die Legasthenie, die massiven Probleme mit der Rechtschreibung sind direkt ein menschlicher Zug an diesem Tino Brandt. Alles andere, was man von ihm weiß, ist, dass er sein ganzes bisheriges Leben damit verbracht hat, für den Nationalsozialismus zu werben und gegen alles zu hetzen, was nicht in dieses mörderische Schema passt. Nach seinem Gastspiel in Bayern avanciert er zum Anführer des „Thüringer Heimatschutzes“. Völlig unbehindert von staatlichen Verfolgungsbehörden baut Tino Brandt eine Nazitruppe auf – maßgeblich mit von der Partie: Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe. Dem Zwickauer Mördertrio werden zwischen 2000 und 2007 zehn Morde und zwei Sprengstoffanschläge mit dutzenden Verletzten zugerechnet.

via mittelbayerische: Freund mordender Nazis lebte in Regensburg

siehe auch: Bereits in 90-er Jahren wurde gegen Tino Brandt ermittelt. Bereits während seiner Lehrausbildung in Regensburg wurde Tino Brandt vom Verfassungsschutz überwacht. Ein Informationsaustausch mit den Thüringer Kollegen wurde bestätigt. Der Thüringer Neonazi Tino Brandt wurde schon frühzeitig vom bayrischen Verfassungsschutz überwacht. Dies geht aus einer Anfrage hervor, die die Grünen-Landtagsabgeordnete Maria Scharfenberg an das Innenministerium stellte.

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Ab in den Süden – zum Terror-Drill?

Wo lernten die Nazi-Terroristen ihr Handwerk? Wer suchte ihre Opfer aus? Wer hat endlich Antworten? Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) hat einen Brief vom Chef der Landstag-Linksfraktion bekommen. In ihrer Regierungserklärung und auch bei diversen persönlichen Unterredungen, so lobt Bodo Ramelow, habe Lieberknecht versprochen, die Aufklärung der grausamen Verbrechen des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU) mit Nachdruck und ohne Ansehen der Person voranzutreiben. Doch dieses Bestreben könnte scheitern, fürchtet der von Geheimdienstschnüffelei selbst betroffene Oppositionsführer. Aufklärung fordernde Politiker in Bund und Ländern werden »föderal« gegeneinander ausgespielt. Nicht nur gegenüber dem Abgeordneten Bodo Ramelow beklagten sich Thüringer Polizisten, die mit den Untersuchungen zu der sogenannten Zwickauer Zelle betraut sind, dass ihnen Leute aus den »Diensten« auf »den Füßen herumstehen«. Klar, dass der Landes- wie der Bundesverfassungsschutz ein gesteigertes Interesse haben, als erste zu wissen, was die Kriminalisten über Verwicklungen des Inlandgeheimdienstes in die rechtsextremistische Terrorzelle ermitteln. Dass der Militärische Abschirmdienst (MAD) in Erfahrung bringen möchte, ob die Terroristen über Sprengstoff aus Bundeswehr-Depots verfügen und wer sich als Reservist »fit« hält, macht auch noch Sinn. Was aber interessiert den Bundesnachrichtendienst (BND)?

Offiziell hat der Auslandsgeheimdienst bislang nichts zu tun mit Neonazi-Terroristen, die in Deutschland Banken überfallen und zehn Menschen ermordet haben sollen. Wofür es übrigens bislang keinen gerichtsfesten Beweis gibt. Die Ceska-Pistole, die bei den in Eisenach angeblich durch eigene Hand zu Tode gekommenen Rechtsterroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos gefunden wurde, kann nur als Indiz gewertet werden. Sie ist bei acht Morden benutzt worden. Von wem? Die Untersuchungsgefangene Beate Zschäpe, Dritte im Terror-Bund, schweigt. Eine Bekenner-DVD, gleichfalls nur Indiz, verweist auf die beiden Toten. Doch an den Tatorten gibt es keine Spuren, die diese These stützen. Verschwommen ist das Motiv der Morde. Das Bundeskriminalamt (BKA) verweist auf rassistischen Wahn und Ausländerfeindlichkeit. Das klingt wahrscheinlich, erklärt aber nicht den gewaltigen Aufwand, den die mutmaßlichen Mörder jedes Mal betrieben haben. Sie fuhren für die Hinrichtungen Hunderte Kilometer, scheuten kaum Kosten, überließen nichts dem Zufall. So verhalten sich für gewöhnlich Auftragskiller, die für das Organisierte Verbrechen arbeiten oder die Drecksarbeit von Geheimdiensten erledigen. Wie man unter anderem aus Erinnerungen des Top-Terroristen Carlos weiß, ist das ein einträglicher Job. Die Aufklärung solcher Netzwerke ist nicht nur eine Nummer zu groß für Thüringer Verfassungsschützer oder Ermittler des Erfurter Landeskriminalamtes. (…) Nachdem der Generalbundesanwalt die Ermittlungen – sehr zu Recht – an sich gezogen hat, obliegt ihm die Deutungshoheit. Nur er und das BKA können Spekulationen beenden. Durch Fakten. Dazu gehört eine schlüssige Antwort auf die Frage, wie und wo sich die Täter die für derartige »Morde im Nahbereich« notwendige Kaltblütigkeit antrainiert haben. Der BND könnte einen Beitrag zur Aufklärung leisten. In Südafrika lebt ein Dr. Claus Nordbruch. Er ist Jahrgang 1961, stammt aus Deutschland, war Leutnant bei der Bundeswehr, wanderte 1986 aus und ist nach seinem Selbstverständnis »Referent, freier Journalist und vor allem Autor von Fach- und Sachbüchern«. Nordbruch unterstützt die rassistische Vereinigung »Hilfskomitee Südliches Afrika«, ist ein Waffenfanatiker, kann Fallschirm springen und tauchen. Ab und an hält er Vorträge in Deutschland, erhält einen Preis vom rechten Rand und lädt »Freie Kameraden« in seine neue Heimat ein – zu Feldarbeit und militärischem Drill. Es gibt ein Foto, das zeigt ihn 2001 mit Tino Brandt, dem Verfassungsschutzspitzel, der den Thüringer Heimatschutz (THS) aufgebaut hat, in Rudolstadt. Zwei Jahre zuvor waren Andreas Kapke, ein THS-Hauptakteur und sein Kumpan Mario Brehme in ein Flugzeug gestiegen. In Sofia war ein Treff mit den international gesuchten Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt geplant. Gemeinsam wollte man mit Bulgarian Airlines nach Kapstadt fliegen.

via nd: Ab in den Süden – zum Terror-Drill?

siehe auch: Geheimdienst dementiert Vorwürfe zu Fahndungspannen. Der Thüringer Verfassungsschutz will von Banküberfällen des rechtsextremen Terror-Trios nichts gewusst haben. In der Erfurter Staatskanzlei wird sich am Dienstag mit diesem Fall genauer auseinandergesetzt. Die Erklärung ist kurz und eindeutig. „Das Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz hatte vor November 2011 zu keinem Zeitpunkt Kenntnis von den Banküberfällen der Zwickauer Terrorzelle.“ Damit reagierte das Landesamt auf Berichte, wonach es informiert gewesen sei, dass das rechtsextreme Terrortrio auch Banküberfälle begangen hat

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Verfassungsschutz war detailliert über Zwickauer Zelle informiert

Deutsch: Logo des deutschen "Bundesamtes ...Hinweise auf Verstecke, Berichte von geplanten bewaffneten Überfällen: Verfassungsschützer wussten bis 2001 genau über die Aktivitäten der untergetauchten Neonazis Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt Bescheid. Das geht aus einem Geheimbericht hervor, der dem SPIEGEL vorliegt. Der Verfassungsschutz war wesentlich besser über die Aktivitäten von Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt im Untergrund informiert als bislang bekannt. So hatten die Beamten schon im Frühjahr 1999 verlässliche Hinweise, dass sich das Trio in Chemnitz versteckt hielt. Sie wussten auch, dass es bewaffnete Überfälle plante. Das räumt das Bundesamt für Verfassungsschutz in einem amtlich geheimgehaltenen Untersuchungsbericht ein, der dem SPIEGEL vorliegt. (…) Dem Geheimbericht zufolge war der Verfassungsschutz den Neonazis mehrmals auf der Spur, versäumte es aber zuzugreifen. Bei den Ermittlern “verdichteten sich spätestens seit Mitte März 1999 die Informationen, dass sich die Gesuchten im Raum Chemnitz aufhalten sollen”, heißt es in dem Untersuchungsbericht. Die im Frühjahr 2000 gestartete “Operation Terzett” der Verfassungsschützer aus Thüringen und Sachsen führte die Fahnder sogar bis zu einer Wohnung in der Bernhardstraße in Chemnitz, in der zwei mutmaßliche Unterstützer wohnten und die Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe besuchten. Bericht belastet früheren NPD-Politiker Ralf Wohlleben Aus dem Untersuchungsbericht geht auch hervor, dass die Verfassungsschützer schon früh Hinweise darauf hatten, dass das Trio im Untergrund kriminell aktiv war. Dabei belastet der Bericht den derzeit in Untersuchungshaft sitzenden Rechtsextremisten Ralf Wohlleben schwer.

via spon: Verfassungsschutz war detailliert über Zwickauer Zelle informiert

siehe auch: Anwalt erreicht offenbar Hafterleichterung für Zschäpe. Der Verteidiger der mutmaßlichen Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe hat offenbar Hafterleichterungen für ihre Mandantin durchsetzen können. Laut einem Bericht des MDR soll in Tschäpes Zelle künftig das Licht nicht mehr dauernd brennen; Die Fahnder griffen nicht zu. Ein Untersuchungsbericht zeigt, dass die Sicherheitsbehörden den Terroristen des “Nationalsozialistischen Untergrunds” früh auf den Fersen waren. Die Sicherheitsbehörden haben bei den Ermittlungen gegen das Neonazi-Trio offenbar stärker versagt als bislang bekannt. Laut Spiegel war der Thüringer Verfassungsschutz (VS) bis 2001 gut über Machenschaften und Pläne von Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe informiert, sorgte aber nicht dafür, dass sie festgenommen wurden. (…) Im Frühjahr 2000 führte laut Spiegel die “Operation Terzett” des VS aus Thüringen und Sachsen zu einem Haus in der Chemnitzer Bernhardstraße, in dem zwei mutmaßliche Unterstützer wohnten. Auch an anderen Orten sollen die Untergetauchten um die Jahrtausendwende laut Bericht gesichtet worden sein – ohne dass Ermittler zugriffen. Von den kriminellen Machenschaften des Trios soll der VS auch früh gewusst haben. Mit Geld aus Banküberfällen organisierte es das Leben im Untergrund und plante seine Morde. Im April 2001 soll der Neonazi und V-Mann Tino Brandt dem VS berichtetet haben, dass der NPD-Funktionär Ralf Wohlleben Geldspenden aus der Szene für die drei ablehnte, weil sie “schon so viele Sachen/Aktionen gemacht hätten”. Zu der Zeit hatte das Trio mit seiner Mordserie schon begonnen. Insgesamt fielen ihm zehn Menschen zum Opfer; Bei Neonazi-Fahndung völlig versagt. Deutsche Verfassungsschützer wussten angeblich bis 2001 ganz genau über die Aktivitäten des Zwickauer Terror-Trios Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt Bescheid. Dies geht aus einem Geheimbericht hervor.

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Anwalt erreicht offenbar Hafterleichterung für Zschäpe

Der Verteidiger der mutmaßlichen Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe hat offenbar Hafterleichterungen für ihre Mandantin durchsetzen können. Laut einem Bericht des MDR soll in Tschäpes Zelle künftig das Licht nicht mehr dauernd brennen. (…) Bisher sei das Licht angeschaltet geblieben, da Zschäpe als selbstmordgefährdet gegolten habe. Diese Gefahr sehe er nicht, sagte Heer dem Sender. Zschäpe habe zuletzt mit der Dauerbeleuchtung “zu kämpfen” gehabt. Außerdem sei sie “massiv in ihrer Intimsphäre betroffen”, da sie sich nicht unbeobachtet habe waschen oder zur Toilette gehen können. “Kein faires und rechtstaatliches Verfahren” Zschäpe sitzt seit dem 13. November in Untersuchungshaft. Sie soll zusammen mit ihren Zwickauer Mitbewohnern Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos die Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund gegründet haben

via stern: Anwalt erreicht offenbar Hafterleichterung für Zschäpe

siehe auch: Musik des Hasses. Bereits 2010 tauchte die Mordserie des Zwickauer Terrortrios in Liedtexten auf, in Chemnitz wurde der „Dönerkiller“-Song produziert und ein verdächtiger Freund organisierte Treffen europäischer Neonazis wie das „Fest der Völker“: Das Umfeld von Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe war gut vernetzt mit Skinhead-Bands. Der damalige NPD-Chef Udo Voigt war da und auch Holger Apfel, der mittlerweile sein Nachfolger ist. Zum „Pressefest“ der NPD-Zeitung Deutsche Stimme kamen im August 2006 etwa 7000 Rechtsextremisten nach Dresden – wohl vor allem, weil die NPD szenebekannte Bands auftreten ließ; Anwalt erreicht Hafterleichterung für Beate Zschäpe. Teilerfolg für die Verteidigung: Die Haftbedingungen von Beate Zschäpe werden gelockert, das berichtet der Mitteldeutsche Rundfunk. Das Licht in der Zelle der mutmaßlichen Terroristin müsse nicht mehr 24 Stunden am Tag brennen. Ihre Anwälte fordern weiterhin das Ende der Untersuchungshaft.

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Selbstmord der Rechtsterroristen Mundlos und Böhnhardt – Rätselhafte letzte Sekunden im Wohnmobil

Als sich die Polizisten dem Caravan der Zwickauer Terrorzelle näherten, soll der Neonazi Uwe Mundlos zuerst seinen Komplizen Uwe Böhnhardt und dann sich selbst erschossen haben. Doch nun prüfen die Ermittler eine andere Variante. Neue Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Mundlos seinen Komplizen versehentlich erschossen hat. Im Fall der Zwickauer Terrorzelle gab es schon einige Wendungen und auch Irrungen, aber zumindest das Ende schien bislang klar zu sein. Die Geschichte ging so: Am Mittag des 4. November näherten sich zwei Polizisten in Eisenach einem Wohnmobil, in dem sich Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt versteckt hielten. Dann fielen Schüsse. Erst soll Mundlos seinen Komplizen Böhnhardt, dann sich selbst erschossen haben. Nach Feststellungen der Sonderkommission “Trio” kann es so gewesen sein, aber vielleicht war es auch anders. Kriminaltechniker haben die Schusswinkel bestimmt, die Lage der Waffen und der Hülsen im Wohnmobil analysiert, um den Handlungsablauf in dem Caravan zu rekonstruieren. Jetzt wollen die Ermittler nicht mehr ausschließen, dass Böhnhardt versehentlich von Mundlos erschossen wurde und dass dieser nach seinem Fehlschuss das Wohnmobil angezündet und dann sich selbst erschossen hat. Anders als es in frühen amtlichen Papieren steht, wurde Böhnhardt nicht durch einen aufgesetzten Schuss in die Schläfe getötet, sondern durch einen Schuss aus kurzer Entfernung, einem “relativen Nahschuss”.

via sz: Selbstmord der Rechtsterroristen Mundlos und Böhnhardt – Rätselhafte letzte Sekunden im Wohnmobil

siehe auch: Die Doppelgängerin der Nazi-Terroristin packt aus. Beate Zschäpe benutzte die Identität von Mandy Struck, die deshalb ins Visier der Fahnder geriet. Jetzt berichtet sie erstmals – und weiß von einer folgenschweren Panne. Vier Tage, nachdem die beiden Rechtsextremisten Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos tot in einem gemieteten Wohnmobil aufgefunden worden waren, tauchte der Name zum ersten Mal in den Medien auf: „Mandy Struck“. Fast alle Zeitungen druckten den Namen, der von Beate Zschäpe, dem dritten Mitglied des Terrortrios, als Deckname im Untergrund benutzt worden war.

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Neonazi-Terror – Verdächtiger im Erzgebirge gefasst

Garagenkomplex in Johanngeorgenstadt mit der “Brigade Ost”: Bei dem festgenommenen Matthias D. soll es sich um einen der mutmaßlichen örtlichen Führer dieser Neonazi-Gruppe handeln. Ein weiterer mutmaßlicher Unterstützer der Zwickauer Terrorzelle ist in Sachsen festgenommen worden. Unterdessen geht die Diskussion über ein NPD-Verbot weiter. Doch das Verfahren könnte an der Zahl der V-Leuten scheitern: Nach einem Medienbericht sollen es 130 sein. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei in Sachsen hat am Sonntag den 36-jährigen Matthias D. wegen mutmaßlicher Unterstützung der Zwickauer Neonazi-Terrorzelle festgenommen. Er soll für die Mitglieder des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) – Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe – nach deren Untertauchen zwei Wohnungen in Zwickau angemietet haben. Die Ermittler haben damit inzwischen vier mutmaßliche Unterstützer der Terrorgruppe gefasst. Matthias D. sei am frühen Sonntagmorgen an seinem Wohnhort im sächsischen Erzgebirgskreis festgenommen worden, teilte die Bundesanwaltschaft am Sonntag in Karlsruhe mit. Dem Vernehmen nach soll es sich bei dem Ort um Johanngeorgenstadt handeln. (…) Nach „Spiegel“-Informationen stufen die Ermittler im Fall der Zwickauer Zelle inzwischen sieben Personen als Beschuldigte ein. Festgenommen wurden neben Matthias D. bereits Holger G., Andre E. und der Ex-NPD-Funktionär Ralf Wohlleben. Sie alle sollen die Gruppe in der einen oder anderen Form unterstützt haben – sei es mit Wohnungen, um unentdeckt zu bleiben, oder sogar mit Waffen.

Laut „Spiegel“ wird auch Mandy S. aus Sachsen als Beschuldigte geführt.

via berliner morgenpost: Neonazi-Terror – Verdächtiger im Erzgebirge gefasst

siehe auch: Noch mehr Beschuldigte. Die Bundesanwaltschaft verdächtigt einen weiteren Mann und eine weitere Frau, den „Nationalsozialistischen Untergrund“ unterstützt zu haben. Außerdem soll der frühere NPD-Kader Wohlleben bis kurz vor seiner Verhaftung mit der Terrorgruppe kommuniziert haben – die Ermittler tüfteln noch an seinen aufwändig verschlüsselten Computerdateien. Die Zahl der mutmaßlichen Helfer der rechtsextremen Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) steigt immer weiter; Matthias D. soll Wohnungen besorgt haben. Der Kreis der mutmaßlichen Unterstützer der Zwickauer Terrorzelle wird größer. Am Sonntagmorgen wurde ein weiterer mutmaßlicher Terrorhelfer im sächsische Erzgebirgskreis von einem Sondereinsatzkommando festgenommen. Der 36-jährige Matthias D. soll der dreiköpfigen Neonazi-Gruppe NSU zwei Wohnungen vermietet haben. Zudem gibt es eine weitere Beschuldigte. (…) Matthias D. war bereits vor einigen Wochen in Pressemeldungen als Hauptmieter der Wohnung in Zwickau genannt worden, die Zschäpe im November nach dem Tod der anderen beiden NSU-Mitglieder Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos anzündete. Jetzt wurde von der Bundesanwaltschaft ermittelt, dass Matthias D. nicht nur diese Wohnung anmietete. Vielmehr hatte er bereits im Jahr 2001 dem Trio eine andere Wohnung in Zwickau untervermietet. Zweite Beschuldigte soll Mandy S. sein Der “Spiegel” berichtete zudem über eine weitere Beschuldigte namens Mandy S. Sie soll die drei mutmaßlichen Terroristen nach deren Untertauchen im Februar 1998 für mehrere Monate in der Wohnung ihres damaligen Freundes Max B. in Chemnitz einquartiert haben; Polizei nimmt Unterstützer der Zwickauer Zelle fest. Der Zugriff erfolgte am frühen Sonntagmorgen. Die Polizei in Sachsen hat einen weiteren mutmaßlichen Unterstützer der Zwickauer Zelle festgenommen. Der Mann soll dem Neonazi-Trio Wohnungen besorgt haben. Im Zusammenhang mit der Zwickauer Terrorzelle hat es eine weitere Festnahme gegeben. Die Bundesanwaltschaft teilte am Sonntag mit, dass sie Matthias D. an seinem Wohnort im Erzgebirge festnehmen ließ. Es habe bereits seit dem 8. Dezember ein Haftbefehl gegen den 36-Jährigen vorgelegen. Zudem durchsuchten Beamte des Bundeskriminalamts (BKA) drei Wohnungen im Landkreis Erzgebirge. Darunter die von D. und die einer weiteren möglichen Unterstützerin. Die Bundesanwaltschaft verdächtigt D., die Terrorzelle NSU in zwei Fällen unterstützt zu haben. Er soll dem Trio Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe zwei Wohnungen in Zwickau als dauerhafte Unterkunft überlassen haben. Eine Wohnung soll er im Mai 2001 angemietet haben, die andere im März 2008. Um keinen Verdacht zu erregen, soll er ab Juni 2003 mit Uwe Böhnhardt schriftliche Untermietverträge auf einen Aliasnamen des NSU-Mitglieds geschlossen haben. Er soll der Zwickauer Zelle dadurch geholfen haben, ein Leben im Untergrund zu führen und Terroranschläge verüben zu können; Weiterer Unterstützer der Neonazi-Zelle festgenommen. Wegen Beihilfe zu Neonazi-Morden haben die Behörden einen weiteren Verdächtigen festgenommen. Ein Medienbericht nennt indes erstmals Zahlen zu V-Männern in der NPD. Ein Sondereinsatzkommando der Polizei in Sachsen hat einen Mann wegen mutmaßlicher Unterstützung der Zwickauer Neonazi-Terrorzelle festgenommen. Der 36-Jährige wurde an seinem Wohnort im Erzgebirge gefasst.

siehe auch: Bundesanwaltschaft: Festnahme eines weiteren mutmaßlichen Unterstützers der terroristischen Vereinigung “Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)”. Die Bundesanwaltschaft hat heute am frühen Morgen (11. Dezember 2011) aufgrund eines Haftbefehls des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vom 8. Dezember 2011 den 36-jährigen deutschen Staatsangehörigen Matthias D.  an seinem Wohnort im Erzgebirgskreis (Sachsen) durch ein Sondereinsatzkommando des Landeskriminalamts Sachsen festnehmen lassen. Zudem durchsuchen Beamte des Bundeskriminalamts mit Unterstützung sächsischer Polizeikräfte in diesem Landkreis drei Wohnungen, darunter die des Beschuldigten und die einer weiteren möglichen Unterstützerin. Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, in zwei Fällen die terroristische Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)“ unterstützt zu haben (§ 129a Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 Nr. 2, Abs. 5, § 53 StGB). Nach dem gegenwärtigen Stand der Ermittlungen bildeten die am 4. November 2011 verstorbenen Uwe B. und Uwe M. gemeinsam mit der Beschuldigten Beate Z. die terroristische Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)“ (vgl. Pressemitteilung Nr. 37/2011 vom 13. November 2011). Zweck der Vereinigung war es vor allem, aus einer fremden- und staatsfeindlichen Gesinnung heraus Mitbürger ausländischer Herkunft und Repräsentanten staatlicher Hoheitsgewalt zu töten. Durch die Taten wollte die sogenannte Zwickauer Zelle ein Klima der Angst und Verunsicherung in weiten Teilen der Bevölkerung schaffen. Die Gruppierung soll in den Jahren 2000 bis 2006 neun Morde an Mitbürgern türkischer und griechischer Herkunft (sogenannte Ceska-Morde) und den Mordanschlag auf zwei Polizisten in Heilbronn vom 25. April 2007 verübt haben. Zudem soll sie für die Sprengstoffanschläge vom 19. Januar 2001 und vom 9. Juni 2004 in Köln verantwortlich sein. Um den Finanzbedarf der Vereinigung zu decken, sollen ihre Mitglieder Banken überfallen haben.

Dossier Rechtsterrorismus / articles about right-wing terrorism: Nationalsozialistischer Untergrund – Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Beate Zschäpe. Polizistinnenmord, Dönermord, Rohrbombe, Thüringer Heimatschutz (THS) – Dossier: Kategorie NSU – http://bit.ly/ths-nsu